Was sind deine Wünsche und Lebensziele?

Ziele setzenNachdem ich im ersten Teil der Serie zur Setzung von Zielen gezeigt habe, dass schriftlich fixierte Ziele einen Sinn haben, gehe ich nun einen Schritt weiter. Heute geht es darum, erste Grobziele zu setzen und sich seiner wahren Wünsche und Lebensziele bewusst zu werden.

Nicht jedem von uns ist nämlich klar, was er oder sie wirklich erreichen will im Leben. Viel zu oft übernehmen wir einfach die Ziele und Werte der Gesellschaft und glauben es sind die unsrigen. Sehr oft ist das aber nicht der Fall!

Deshalb ist es nun an der Zeit, sich seiner Wünsche und Lebensziele bewusst zu werden. Dazu gibt es eine Reihe von Übungen und Techniken um dies zu erreichen.

Ich würde dir folgende Schritte empfehlen, um deinen Wünschen und Lebenszielen näher zu kommen:

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Schritt 1: Brainstorming

Nimm ein Blatt Papier zur Hand und schreibe alles auf was dir einfällt, wenn du an persönliche Wünsche und Lebensziele denkst. Schreibe wirklich alles auf, was dir spontan dazu einfällt. Und damit meine ich wirklich alles!

Hör in dieser Phase keinesfalls auf deinen inneren Kritiker, der dir sagt, dass dieses oder jenes Ziel nicht realistisch wäre. Tu einfach so, als wäre alles möglich. Du kannst ruhig auch „verrückte“ Ideen haben in dieser Phase.

Heraus kommen soll erstmal Quantität, nicht Qualität. Sammle also möglichst viele Ideen!

Erst nachdem du alles aufgeschrieben hast, was dir so eingefallen ist, kannst du deine Ideen mal etwas sortieren. Aber immer noch nicht bewerten!

Tipp: Du solltest dir für dieses Brainstorming Zeit lassen. Mindestens 10 Minuten, besser länger. Stelle dazu einen Wecker oder eine Uhr, damit du die Vorgabe auf jeden Fall einhältst.

Ich würde dir sogar empfehlen, zu einer anderen Uhrzeit und  an einem anderen Tag die Übung zu wiederholen. Auch ruhig mehrmals. Schließlich geht es ja um etwas sehr langfristiges und wichtiges: um deine Lebensziele, Wünsche und Träume, die du zu verwirklichen suchst.

 

Schritt 2: Der Status Quo

Als nächstes solltest du dein gegenwärtiges Leben mal betrachten. Stelle dir die nachfolgenden drei Fragen (und beantworte diese schriftlich!):

Bist du alles in allem zufrieden mit deinem Leben?

In welchen Bereichen bist du nicht zufrieden?

In welchen Bereichen bist du bereits zufrieden?

Da es aber möglich ist, dass deine Antworten nicht unbedingt deine eigenen Wertvorstellungen berücksichtigen, sondern jene deiner Familie bzw. Freunde, solltest du dir auch darüber Gedanken machen:

Warum bin ich zufrieden bzw. nicht zufrieden mit meinem Leben?

Warum bin ich in diesen oder jenen Bereichen zufrieden mit dem Status Quo?

Warum bin ich in diesen oder jenen Bereichen nicht zufrieden mit dem Status Quo?

Bist du vielleicht beruflich zufrieden, weil du einen gesellschaftlich angesehenen Beruf ergriffen hast und deine Eltern stolz auf dich sind? Oft glauben wir nämlich nur, dass wir zufrieden sind, wir sind es aber nicht wirklich. Irgendwie spüren wir in solchen Situationen zwar, dass unsere Gefühle widersprüchlich sind, wir können den Grund aber nicht benennen.

Tipp: Beginne deshalb, in Zukunft mehr auf dein Herz und deine Emotionen zu achten. Liefere also auch emotionale und nicht nur rationale Gründe!

Ergänzend dazu kannst du nun auch eine Plus- und Minusliste anlegen (ebenfalls schriftlich!). Was für Pluspunkte gibt es in deinem gegenwärtigen Leben? Was sind die Minuspunkte?

Beispielsweise könntest du hier Dinge anführen, die du besitzt und die dir am Herzen liegen. Du könntest Personen aufschreiben, mit denen du Kontakt hast und mit denen du dich verstehst oder auch nicht. Und so weiter…

 

Schritt 3: Wichtige Fragen stellen

Nun solltest du dir einige wichtige Fragen stellen. Nimm dir für jede Frage wieder mindestens fünf Minuten Zeit zur Beantwortung. Und vor allem: beantworte diese Fragen schriftlich.

Wann geht es mir gut (bei welchen Tätigkeiten, Menschen, Situationen, etc.)?

Wann habe ich ein ungutes Gefühl (bei welchen Tätigkeiten, Menschen, Situationen, etc.)?

Was waren die bislang schönsten Augenblicke in meinem Leben?

Was waren die bislang schlechtesten Momente in meinem Leben?

Was würde ich gerne mal erleben bzw. ausprobieren?

Was finde ich interessant, von dem ich aber bislang noch wenig Ahnung habe?

Welche Menschen würde ich als Vorbilder betrachten? Und warum?

 

Schritt 4: Der perfekte Tag

Als nächstes könntest du mal anfangen zu träumen. Du solltest dir dazu am besten den perfekten Tag ausmalen.

Nimm dir dazu wieder was zu schreiben und notiere dir, wie dein idealer Tag aussehen könnte. Nun hast du ja bereits schon viele Einsichten in Dinge gewonnen, die dir wirklich wichtig sind (sofern du die bisherigen drei Übungen bereits absolviert hast). Die Chancen stehen also gut, dass du dir bei dieser Übung wirklich deinen perfekten Tag ausmalst, und nicht den eines anderen – jemand der du im Innern einfach nicht bist.

Der perfekte Tag muss natürlich nichts mit deinem bisherigen Leben zu tun haben. Du kannst auch wieder herrlich unrealistisch dabei sein. Es geht ja schließlich um deine Träume. Du solltest also wiederum nicht wertend sein und nicht gleich wieder die Realisierbarkeit deiner Gedanken prüfen.

Allerdings kann dein perfekter Tag natürlich auch Dinge enthalten, die du bereits tust oder bereits besitzt. Das ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Wenn du dir den idealen Tag ausmalst, dann solltest du auch ins Detail gehen.

Wo wohnst du? In welchem Land? Bist du verheiratet? Hast du Kinder? Mit welchen Menschen triffst du dich? Welcher Arbeit gehst du nach? Gehst du einer Arbeit nach? Welche Hobbys hast du? Was tust du sonst den lieben langen Tag?

Hast du ein eigenes Haus oder eine Wohnung? Besitzt du einen Garten? Was besitzt du sonst noch alles? Hast du ein Haustier? Lebst du das ganze Jahr an einem Ort oder bist du ständig unterwegs? Lebst du in einer warmen Klimazone oder hast du es lieber kühl?

Wie hast du dich charakterlich entwickelt? Was für Wissen hast du dir über die Jahre angeeignet? Wie hast du dich so entwickelt? Engagierst du dich sozial? Pflegst du ein gutes Verhältnis zu Nachbarn?

Etc….

 

Schritt 5: Der 80. Geburtstag

Stell dir nun vor, du feierst deinen 80.Geburtstag. Du feierst ihn mit vielen Gästen in einem Lokal, das du extra dafür angemietet hast. Alle möglichen Leute sind erschienen: Freunde, Verwandte, einige Bekanntschaften von früher, Mitglieder eines Vereins, in dem du ebenfalls tätig bist und auch ehemalige Arbeitskollegen von dir.

Jeweils ein Vertreter dieser fünf Gruppen hält nun eine Rede vor den versammelten Gästen. Was werden sie wohl über dich sagen?

Jetzt solltest du ebenfalls wieder Papier und Bleistift zur Hand nehmen, und aufschreiben, was diese fünf Redner über dich sagen sollen. Was möchtest du von ihnen hören über dich? Was sollen sie sagen, wie du als Mensch bist, als Freund, Arbeitskollege und als Vereinsmitglied?

Welche positiven Charaktereigenschaften werden sie erwähnen? In was werden sie dich bewundern? Was werden sie erwähnen, dass du in deinem Leben erreicht hast?

Tipp: Nimm dir auch für diese Übung ausreichend Zeit. Für jede Person lass dir am besten mindestens fünf Minuten Zeit um zu notieren, was sie über dich sagen werden.

 

Was kommt als nächstes?

Ich weiß, dass die vorgeschlagenen Übungen eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. Doch es zahlt sich mit Sicherheit aus! Übereile also nichts, denn es geht um das Wichtigste überhaupt: Um deine Lebensziele!

Erst wenn du dir deiner grundlegenden Wünsche und Lebensziele bewusst bist, ist es dir möglich echten Erfolg im Leben zu haben. Denn vergiss nicht: Erfolg ist das Erreichen selbst gesetzter Ziele. Ohne wirkliche Ziele im Leben rennst du nur planlos umher.

Wenn du alle fünf Schritte absolviert hast, dann hast du eine Menge Impulse und Ideen davon, wie du dein Leben wirklich leben möchtest. Du hast nun eine solide Ahnung davon, was dir wirklich wichtig ist, für was du „brennst“.

Im nächsten Beitrag dieser Serie geht es darum, für jeden deiner Lebensbereiche die wichtigsten Ziele zu fixieren und deine Ziele etwas greifbarer zu machen.

Hier geht es zum nächsten Beitrag der Serie.

 

PS: Ich würde mich freuen, wenn du deine Meinung mit uns teilst, indem du hier fleißig kommentierst :-).

© Martin Grünstäudl

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Ziele setzen und verfolgen

5 Antworten zu “Was sind deine Wünsche und Lebensziele?

  1. Angelika

    Hi!

    Wieder einmal ein echt klasse Artikel! Die Übungen klingen zwar aufwändig aber werden sicher nützlich sein um wirklich zu wissen wohin man hinsteuern möchte.

    PS: Mir gefällt das Layout des Artikels irgendwie..so mit Kasterl, blauer Schriftfarbe und so.. das lockert das Ganze irgendwie auf.

    lg Angelika

  2. Hallo Angelika!

    Vielen Dank! In punkto Layout bin ich vor allem noch stark am Herumprobieren. Ich glaube auch, dass das Layout dieses Artikels bis jetzt am besten ist.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Martin

  3. Julia

    Finde die ganze Artikelreihe sehr toll! Großes Lob! Hab die Übungen gerade alle gemacht. Das passt alles sehr gut zu meiner momentanen Situation, da ich nicht so Recht weiß, was ich will im Leben.

    Liebe Grüße, mach weiter so! 🙂

    Julia

  4. Wow, ich bin jetzt erst darauf gestoßen und finde die Übung „80. Geburtstag“ echt super! Danke!

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