Setze dir Ziele für jeden Lebensbereich!

Ziele setzenIm vorigen Teil der Serie zur Setzung von Zielen hast du erfahren, wie du dir nach und nach deiner Wünsche und Lebensziele bewusst wirst. Du hast also bereits Antworten zu wichtigen persönlichen Fragen gefunden, dein bisheriges Leben näher beleuchtet und dir den perfekten Tag erträumt.

Nun solltest du dir diese Liste mal etwas genauer anschauen. Meist ist diese Wunschliste nämlich etwas einseitig. Es ist wahrscheinlich, dass der ein- oder andere Lebensbereich überrepräsentiert ist, und ein anderer wiederum ein Schattendasein fristet.

Dein Ziel sollte aber Ausgewogenheit sein. Nur durch Ausgewogenheit kann man meiner Meinung nach langfristig ein gutes und großteils glückliches Leben führen.

Was bringt dir materieller Besitz und hohes Einkommen, wenn du durch die viele Arbeit deine Gesundheit gefährdest? Und umgekehrt: Wie schön können Hobbies schon sein, wenn man nur noch für sie lebt, und seine finanziellen Angelegenheiten komplett aus den Augen verliert, um schlussendlich Haus und Hof zu verlieren?

Es gilt also, Ziele und Lebensbereiche in Balance zu bringen, um wirklich langfristigen Erfolg im Leben haben zu können.

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Die zehn Lebensbereiche

Beginnen solltest du damit, deine Wünsche und Lebensziele den folgenden zehn Lebensbereichen zuzuordnen:

Familie: Hierzu zählen der Lebenspartner/die Lebenspartnerin und die Kinder.

Freunde: Gemeint sind hier enge Freunde genauso wie entferntere Freunde und bloße Bekanntschaften.

Hobbies: Ich denke auch dieser Punkt verdient es, gesondert beleuchtet zu werden.

Gesundheit: Hierzu würde ich nur das Körperliche zählen. Wie steht es um deine Fitness, dein Wohlbefinden und dein körperliches Aussehen?

Geist: Was möchtest du alles wissen und können? Worin möchtest du besonders gut sein?

Beruf: Was möchtest du tun, um dir deinen Lebensunterhalt zu verdienen? Welche Tätigkeiten bereiten dir Freude?

Finanzen: Wie soll es um dein Einkommen und um deine finanziellen Reserven bestellt sein?

Materieller Besitz: Was willst du so an Vermögen besitzen – gemeint sind Haus/Wohnung, Auto, Kleidung und Möbel…

Persönlichkeit: Wie möchtest du dich zum Beispiel charakterlich entwickeln? Was sind deine persönlichen Werte? Wie möchtest du am liebsten sein und von anderen wahrgenommen werden?

Mein Zweck der Existenz: Wie möchtest du den Platz rechtfertigen, den du einnimmst auf dieser Welt? Was kannst du an die Gesellschaft zurückgeben?

Jetzt hast du also deine Ziele den Lebensbereichen zugeordnet. Nun werden wahrscheinlich bei manchen Lebensbereichen sehr viele Ziele notiert sein, bei anderen jedoch eher wenige bis gar keines. Das sollte natürlich nicht sein. Wenn du in einem Bereich gar kein Ziel hast, dann solltest du die Übungen des vorigen Teils der Artikelserie noch einmal durchführen. Dieses Mal jedoch solltest du dabei nur auf diesen Bereich bzw. diese Bereiche denken, die unterrepräsentiert sind.

Doch beachte dabei: Es dürfen nicht so viele Ziele sein, dass du davon schier überwältigt bist und total den Überblick verlierst. Wähle lieber die für dich wichtigsten Ziele für jeden Lebensbereich aus und konzentriere dich darauf anstatt dich zu verzetteln. Also solltest du umgekehrt auch die Ziele einzelner Bereiche reduzieren, sofern es zu viele sind.

 

Die fünf Säulen der Identität

Zu viele Ziele zu haben ist also nicht gut, da man sich dann überfordert fühlt. Das Resultat ist häufig, dass man das Handtuch wirft und keines dieser Ziele mehr verfolgt. Deshalb ist es besser, sich auf einige wenige zu konzentrieren.

Deshalb solltest du in einem nächsten Schritt die zehn Lebensbereiche auf nur fünf Bereiche reduzieren. So behältst du den Überblick und wirst nicht überfordert. Dazu musst du natürlich auch die Anzahl deiner Ziele noch weiter reduzieren, und dich nur noch auf die allerwichtigsten konzentrieren.

Diese angesprochenen fünf Bereiche werden auch die fünf Säulen der Identität genannt und sind folgende:

Gesundheit, Körper und Psyche: Zu diesem Bereich gehört alles, was in einem drin ist. Dazu gehören die körperliche und psychische Gesundheit, die körperliche Leistungsfähigkeit, das Aussehen, sowie das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl.

Freunde, Lebenspartner und weitere soziale Beziehungen: Hierzu gehören der Lebenspartner/die Lebenspartnerin, Kinder, die engsten Freunde, die guten Bekannten, Verwandten, Kollegen am Arbeitsplatz und Kollegen in Vereinen.

Arbeit, Status und Leistung: Dazu zählt die bezahlte Arbeit, aber auch die unbezahlte Arbeit in Vereinen und Non-Profit-Organisationen. Also auch Rentner können sich in diesem Lebensbereich wichtige Ziele setzen. Auch zählen hierzu die Freude an der eigenen Leistung und die Entwicklung des eigenen Leistungsvermögens durch ständiges Dazulernen.

Materieller Besitz und Einkommen: Hier geht es um den persönlichen Besitz an materiellen Dingen. Hierzu zählen Sachen wie Autos und ein eigenes Haus. Auch zählen dazu materielle Sicherheiten und die Höhe des Einkommens, mit dem du den gewünschten Lebenswandel finanzierst.

Persönliche Werte: Hier geht es vor allem um die Frage, was der Zweck meiner Existenz ist. Warum bin ich auf dieser Welt. Es geht hier darum, gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen, aber auch um Glauben und Sinnfragen. Durchaus auch um Religion und Tradition.

Laut Petzold (einem Psychotherapeuten, der dieses Konzept der fünf Säulen der Identität eingeführt hat) kann eine Missachtung bzw. ein Wegbrechen auch nur einer dieser fünf Säulen der Identität dazu führen, dass man in eine schwere Identitätskrise schlittert. Deshalb sei es wichtig, sein Augenmerk auf alle diese fünf Säulen zu legen und nicht einseitig vorzugehen.

 

Tipps zur Umsetzung

Stelle diese fünf Lebensbereiche grafisch dar!

Das ist ein sehr wichtiger Punkt! Ich würde diese fünf Lebensbereiche mit den entsprechenden Zielen auf jeden Fall grafisch darstellen, ausdrucken und sie dort aufbewahren, wo ich sie oft zu Gesicht bekomme. Am besten mehrmals am Tag. Dazu würde sich zum Beispiel eine Pinnwand in deinem Büro ganz gut eignen.

Mache daraus deine Big Five for Life!

Dieses Konzept stammt von John Strelecky, dem Autor des gleichnamigen Buches: The Big Five for Life. Er schlägt vor, die wichtigsten fünf Ziele seines Lebens zu identifizieren. Das passt ganz gut zum Konzept der fünf Säulen der Identität würde ich sagen. Er schlägt vor, sich diese Big Five durch ein Akronym zu merken und sich dadurch auch ständig in Erinnerung zu rufen.

 

Was kommt als nächstes?

Wenn du bisher alle Teile gelesen hast, und auch die Übungen dazu gemacht hast, dann weißt du schon eine Menge über dich und deine Ziele. Damit hast du einen Vorsprung gegenüber 95 Prozent der Weltbevölkerung würde ich sagen. Doch damit geben wir uns noch nicht zufrieden :-).

In den nächsten drei Teilen werden deine Ziele noch genau auf Realisierbarkeit, Messbarkeit, Widersprüche und dergleichen überprüft. Im nächsten Beitrag geht es um das Bewusstmachen deiner Stärken und Schwächen. Durch Abgleich deiner Stärken und Schwächen mit den definierten Zielen erfährst du, ob es wirklich die richtigen Ziele sind, die du verfolgen möchtest.

Hier geht es zum nächsten Beitrag der Serie.

 

PS: Ich würde mich freuen, wenn du deine Meinung mit uns teilst, indem du hier fleißig kommentierst                         .

© Martin Grünstäudl

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Ziele setzen und verfolgen

Eine Antwort zu “Setze dir Ziele für jeden Lebensbereich!

  1. Sabine

    Ja ich denke auch dass einzelne Bereiche häufig zu kurz kommen. Vor allem die Werte denke ich. Die meisten Ziele drehen sich wohl immer nur ums Materielle und um das Äußerliche. Schade eigentlich. Da kommt der Artikel hier wie gerufen. Da wird einem wieder bewusst dass es mir gibt.

    lg Sabine

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