Würdigen, was man bisher erreicht hat – der zweite Schritt zu mehr Selbstvertrauen

Mehr SelbstvertrauenIn einem ersten Schritt hast du nach deinen persönlichen Stärken gesucht. Nun kannst du als nächstes jenes würdigen, das du bisher schon erreicht hast in deinem Leben.

Meist haben wir bereits Dinge im Leben erreicht, die gar nicht so alltäglich sind. Wir würdigen all die Dinge aber nicht, da wir sie als selbstverständlich hinnehmen.

Deshalb wird es Zeit, dass du dir endlich bewusst machst, was du schon erreicht und welche Erfolge du in der Vergangenheit bereits gefeiert hast.

Nimm dazu ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und mache die folgende Übung unbedingt schriftlich. Du könntest dir natürlich auch ein kleines Büchlein zulegen, indem du die in dieser Serie vorgestellten 50 Übungen machst.

 

Durchleuchte die Säulen deines Lebens nach vergangenen Erfolgen

In einem Beitrag der Serie zum Thema Zielsetzung habe ich dir bereits die 10 Lebensbereiche vorgestellt. Ich habe damals gemeint, du solltest diese zu den fünf Säulen der Identität verdichten, um sich nicht auf zuviele Ziele auf einmal zu konzentrieren und dabei komplett auszubrennen. Heute finde ich es ebenfalls besser, wenn du dich wieder auf jene fünf Säulen konzentrierst, und diese nach vergangenen Erfolgen absuchst.

Ich bin mir sicher, dass du  in jedem dieser fünf Bereiche zumindest einen kleinen Erfolg feiern konntest. Du musst nur gründlich darüber nachdenken. Du wirst sehen: Es gibt dir ein gutes Gefühl, wenn du realisierst, was du eigentlich schon alles erreicht hast. Dinge, die du gar nicht richtig zu würdigen wusstest und schon fast in Vergessenheit geraten sind.

Suche also jetzt nach Dingen, die du bisher bereits erreicht hast in deinem Leben. Durchleuchte dabei die folgenden 5 Säulen:

Freunde, Lebenspartner und soziale Beziehungen: Es mag natürlich sein, dass du keine eigene Familie im Sinne einer Frau / eines Mannes und Kindern hast. Dann blicke zurück auf die Zeit, wo du zuhause bei deinen Eltern gewohnt hast. Was war da alles positiv? Was wusste deine Familie alles an dir zu schätzen? Wann hast du ihnen den Tag versüßt etc.? Richte deinen Blick auch auf deine Freunde. Gemeint sind hier derzeitige Freunde aber auch Freunde von früher. Wann konntest du positives bewirken? Wann haben deine Freunde von dir profitiert? Was hast du alles Positives erlebt mit deinen Freunden? Wann hast du dich richtig wohl gefühlt und ist dir wirklich Gutes wiederfahren? Frage dich auch welche Erfolge du im Kollegen- und Bekanntenkreis feiern konntest. Schlussendlich: Welche Beziehungen zu Menschen unterhältst du, die dir sehr am Herzen liegen und dir ein gutes Gefühl geben? (auch das ist nicht selbstverständlich)

Gesundheit, Körper und Psyche: Welche Erfolge hast du hier gefeiert? Vielleicht hast du oder hattest du sportliche Hobbies und hast dort wichtige Bewerbe gewonnen? Gab es etwas, worin du wirklich gut warst oder noch immer bist? Gab es Situationen, in denen du psychisch stark warst und schwierige Probleme dadurch gelöst hast? Hast du bereits Komplimente für dein Aussehen, deine Fitness oder deine psychische Stärke bekommen? Hast du in der Vergangenheit schon einmal mentale Stärke und Durchhaltevermögen bewiesen und konntest dadurch z.B. viel Gewicht abnehmen?

Arbeit, Status und Leistung: Hier fällt es meist am leichtesten bisherige Erfolge ausfindig zu machen. Welche beruflichen Erfolge konntest du bisher feiern? Welche besonderen Leistungen hast du in der Vergangenheit erbracht? Was hast du bisher alles gelernt? Welche Prüfungen hast du bereits geschafft? Verfügst du vielleicht über eine langjährige Arbeitserfahrung? Konntest du auch Erfolge im Team feiern? Hast du schon einmal erfolgreich Führungsaufgaben übernommen? Wurdest du für eine besondere Leistung gelobt? Und so weiter …

Materieller Besitz und Einkommen: Was besitzt du alles? Gerade hier sind wir ja meist unzufrieden, weil wir oft den Blick auf Dinge richten, die wir nicht haben. Doch denke an die Menschen in der dritten Welt, die wirklich fast nichts haben. Nichts ist selbstverständlich im Leben.

Persönliche Werte und Entwicklung: Wie hast du dich bisher entwickelt? Meist entwickelt sich unsere Persönlichkeit und auch unser Wissen und Können ständig weiter. Im überwiegenden Fall entwickeln wir uns positiv weiter. Wir nehmen das aber gar nicht wahr. Vergleiche dich also mit früher. Worin bist du jetzt besser? Welche Einstellungen hast du erworben, die positiver sind als deine früheren? 

Lass dir wieder genug Zeit zum Nachdenken. Du solltest für jeden dieser fünf Bereiche mindestens einen kleineren oder größeren Erfolg ausfindig machen. Wenn du wie ich recht selbstkritisch bist, dann wird dir diese Übung ebenfalls wieder schwer fallen. Doch stelle dich ihr, es lohnt sich! Gib der Übung eine Chance. Du wirst sehen, dass sie dir die Augen öffnen kann, wenn du auf einmal erkennst, dass du doch nicht so erfolglos bist, wie du dich oft vielleicht fühlst.

Dies ist ein Beitrag zur Artikelserie 50 Übungen für mehr Selbstvertrauen. Ich stelle hierfür jede Woche eine neue Übung vor, die unser Selbstvertrauen stärken soll.

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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4 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

4 Antworten zu “Würdigen, was man bisher erreicht hat – der zweite Schritt zu mehr Selbstvertrauen

  1. Sabine

    Ich habe gestern wirklich einen Zettel zur Hand genommen und habe im Geiste meine Erfolge Revue passieren lassen. Ich habe nicht gedacht, dass ich auf soviele Sachen kommen würde. Das gibt wirklich ein tolles Gefühl. Bin schon gespannt auf den nächsten Teil.

    Beste Grüße
    Sabine

  2. Ja, ich war erstmal auch überrascht, wie ich die Übung zum ersten Mal gemacht habe. Es wird wirklich mit der Zeit alles so selbstverständlich im Leben. Wenn, dann sind einem nur die negativen Dinge bewusst. Die positiven Dinge nimmt man leider als selbstverständlich hin.

    lg Martin

  3. michelplagaichel

    Würdigen, was man bisher erreicht hat. Eine großartige Strategie. Dies ist sicherlich eine der Übungen, bei denen man nicht mehr aus dem Staunen herauskommt, wenn man sich erlaubt, sie aufrichtig durchzuführen.

    Egal, ob mal eben mit Zettel und Stift oder ausführlicher am Notebook mit inspirierender Musik im Hintergrund… mit dieser Übung wird man garantiert das wohlig warme Gefühl der Dankbarkeit im Bauch verspühren.

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