Schreibe einen Brief an dich selbst – der dritte Schritt zu mehr Selbstvertrauen

Mehr SelbstvertrauenAuch im heutigen dritten Teil der Artikelserie für mehr Selbstvertrauen konzentrieren wir uns darauf, unsere Selbstakzeptanz zu steigern.

In der ersten Woche hast du dir deine Stärken ins Bewusstsein gerufen. In Woche 2 ging es darum, alles bisher in deinem Leben Erreichte zu würdigen. Heute solltest du diese Notizen erneut zur Hand nehmen.

Schreibe dir also nun (aufbauend auf den ersten beiden Übungen) selbst einen Brief, indem du Dankbarkeit für deine Stärken und für deine Erfolge ausdrückst.

Notiere darin alles, worauf du stolz bist in deinem Leben. Tu dabei so, als würdest du einem Fremden einen Brief schreiben, in dem du seine Stärken, Fähigkeiten und positiven Charakterzüge lobst. Tu so, also würdest du die bisherigen Erfolge eines anderen würdigen und ihm deine Bewunderung ausdrücken. Nur schreibst du halt diesen Brief an dich selbst.

Dieser Brief braucht gar nicht lang zu werden. Notiere darin einfach alles Wichtige, auf das du bereits in den letzten beiden Übungen gekommen bist. Glaub mir, allein durch das Schreiben dieses Briefes erlebst du eine positive Veränderung deines Selbst. Dir wird nun noch deutlicher bewusst, dass du doch immer wieder Erfolge feierst und auch wichtige Stärken hast.

Doch Achtung: Schreibe diesen Brief an einem Tag, an dem du gut drauf bist. Nur so ist gewährleistet, dass er wirklich gänzlich positiv formuliert ist.

Es wird dir vielleicht etwas schwer fallen diesen Brief zu schreiben. Doch keine Sorge, lass dir Zeit. Du kannst ihn immer weiter verfeinern. Er muss nicht sofort perfekt sein. Perfektion gibt es sowieso keine. Sobald du glaubst, dass der Brief nun vollständig und gelungen ist, schreibe ihn auf hübsches Papier oder tippe ihn mit dem Computer ab und druck ihn anschließend aus.

Von Zeit zu Zeit kannst du dir damit deine guten Seiten und deine Erfolge in Erinnerung rufen. Vor allem an Tagen, an denen du dich über dich selbst ärgerst oder auch traurig und frustriert bist, kannst du diesen Brief zur Hand nehmen, und dich damit selbst aufheitern.

Und da gibt es noch einen zusätzlichen Grund diesen Brief zu schreiben: Nach ein paar Monaten, wenn du den Brief wieder mal zur Hand nimmst, wirst du erkennen, dass du seit dem Schreiben des Briefes erneut Erfolge feiern konntest. Das wird dir dann schlagartig bewusst. Dann wird es vielleicht auch Zeit, den Brief zu ergänzen.

Bitte beachte: Ich weiß, dass das Schreiben eines solchen Briefes mit Arbeit verbunden ist. Man ist meist dazu verleitet, sich die Arbeit zu ersparen, und glaubt, dass das bloße Durchlesen dieser Tipps schon den gewünschten Erfolg bringt. Doch um wirklichen Nutzen aus dieser Artikelserie zu ziehen, solltest du diese Übungen wirklich so machen, wie beschrieben. Nimm dir also ein Blatt Papier und fang an, dir einen Brief zu schreiben. Alternativ dazu kannst du die Übung natürlich auch am Computer machen.

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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7 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

7 Antworten zu “Schreibe einen Brief an dich selbst – der dritte Schritt zu mehr Selbstvertrauen

  1. Sabine

    Wieder einmal eine nette Übung, die ich bald mal ausprobieren werde. Weiter so!

    lg Sabine

  2. Michel

    Sehr guter Impuls. Ich erinnere mich gut an die Zeit, als ich mit dem Schreiben eines Journals (Tagebuch) begann. Zu Anfang habe ich den Fokus aus all meine Probleme, Kummer und Sorgen gelegt. Ich war total problemorientiert. Ich habe Seite über Seite über Seite geschrieben und mich ausgelassen über all die Schwierigkeiten und wie schlecht gewisse Dinge sind.

    Bis ich irgendwann mal einen sehr wertvollen Impuls von Tony Robbins gelernt habe. Er sagte: „Ganz egal, was in deinem Leben passiert, den Fokus bestimmst ganz allein DU!“

    Das war für mich ein AHA-Erlebnis. Von da an habe ich mich beim täglichen Schreiben in meinem Journal nur noch auf Lösungen konzentriert. Klar, ich habe die Dinge so notiert wie sie sind bzw. nix schöner dargestellt, als es in Wirklichkeit war. Doch ich habe dies nur noch zu einem geringen Teil getan. Zum größten Teil habe ich mich komplett auf Lösungen konzentriert.

    Dieser Switch, von Problemorientiert zu Lösungsfokussiert, hat wahre Wunder bewirkt und sich großartig auf alle meine Lebensbereiche ausgewirkt.

    • Hallo Michel!

      Danke für diese wertvolle Anregung! Ich glaube, dass bei vielen von uns tagein tagaus eher negative Gedanken überwiegen. Wir verspüren Neid, weil jemand anders mehr erreicht hat als wir, weil jemand schlanker ist, einen besser bezahlten Beruf hat usw.

      Da wird es auch mal Zeit, sich auf das Positive zu konzentrieren. Wir sind nicht erst dann wertvoll, wenn wir all diese Dinge besitzen. Das muss vielen erst klar werden.

      Ich finde ein solches Journal sehr nützlich, das du beschrieben hast, selbst wenn man anfangs nur Probleme aufschreibt. Denn auch dann wird man sich selbst bewusster. Dann erkennt man zumindest, dass sich alles nur um negative Gedanken dreht. Meist realisieren wir das ja gar nicht. Erst wenn wir es aufschreiben, wissen wir wirklich was wir von uns und der Welt denken. Dann können wir aber bewusst gegensteuern und uns auch auf Positives konzentrieren.

      lg Martin

  3. majo

    Super Übung,
    verdammt dabei ist mein Brief mehr als zwei Seiten lang.

  4. Habe eine solche Übung schon mal gemacht, mit einer kleinen Erweiterung: Ich habe den Brief an mich selbst in einen Briefumschlag gesteckt, ihn an mich selber adressiert und dann einer guten Freundin gegeben, mit der Bitte, mir den Brief ein halbes Jahr später zuzuschicken. Das war wirklich ein tolles Erlebnis. Ich hatte nach sechs Monaten meinen Brief schon so gut wie vergessen. Als er dann in meinem Postkasten lag und ich ihn öffnete und las, stellte ich fest, wie viel von dem, was ich mir gewünscht habe, ich schon erreicht habe – Post von mir selbst – ein tolles Gefühl.

    Lg Sandra

    • Hallo Sandra,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Davon hab ich auch schon gehört im Zusammenhang mit der Setzung von Zielen. Ich glaube, das hat ursprünglich Norman Vincent Peale empfohlen. Offenbar soll dies einen Einfluss auf unser Unterbewusstsein haben und dafür sorgen, dass wir unsere Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit erreichen. Danke für diesen Impuls, das hatte ich schon vergessen 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

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