Meine Kreativität und ich

Kreativität fördernGeht es dir manchmal auch so? Du sitzt vor dem Computerbildschirm und es muss dir schnell irgendwas Gescheites einfallen. Du musst vielleicht ein Projekt für deinen Arbeitgeber abschließen, eine Seminararbeit für die Uni schreiben oder eine Zeitungsanzeige gestalten.

Doch dir will einfach nichts Sinnvolles einfallen. So sehr du dich auch bemühst und dich zwingst, dich hinzusetzen und nachzudenken. Vielleicht ist aber genau das dein Problem: Du solltest Kreativität womöglich nicht erzwingen wollen.

Dies ist ein Beitrag für eine Blogparade zum Thema Kreativität (Update: Leider wurde jener Blog mittlerweile vom Netz genommen). Auch auf 1001erfolgsgeheimnisse.com veranstalte ich öfters Blogparaden. Schau gleich mal nach: Meine Blogparaden

 

Was mache ich um Kreativität zu fördern?

Taktik #1: Zuallererst mache ich mir selbst nicht zu viel Druck. Ich habe festgestellt, dass die Kreativität bei mir völlig flöten geht, wenn ich mich zu sehr unter Druck setze. Wenn es unbedingt gehen muss in einem bestimmten Moment, dann geht meist gar nichts mehr. Also versuche ich in Situationen, wo ich nicht so voller Kreativität sprühe, einfach locker zu sein.

Ich fange dann einfach mal an drauf loszuschreiben. Sehr oft geht es nach ein paar Minuten schon wieder besser und ich bin voll in Schreiblaune. Wichtig dabei ist, dass ich einfach anfange. Überwunden werden muss dabei sehr oft wirklich nur die erste Minute. Danach geht es wieder.

Wichtig ist in einer solchen Situation, dass ich alles aufschreibe, was mir zu einem Thema einfällt. Und zwar komplett ohne Zensur.

Das Problem ist glücklicherweise sehr oft, dass uns nur eine Einleitung bzw. der erste Satz so schwer fallen. Wenn man aber zu schreiben begonnen hat, dann erkennt man schnell, dass der Rest gar nicht so schwer fällt. Eine gute Einleitung kann man später immer noch ergänzen.

Taktik #2: Sollte aber mal gar nichts bei mir gehen und ich vielleicht total verspannt und nicht richtig ausgeschlafen bin, dann investiere ich einige Zeit in ein kurzes Training für meine müden Knochen und noch müderen Muskeln :-).

Ich mache dann vielleicht meine WingTsun-Formen (was in etwa einer Meditation in Bewegung gleich kommt), ich springe vielleicht etwas Seil und verwende auch Zeit für Stretching. Besonders dort, wo ich verspannt bin.

Sollte ich nicht daheim, sondern im Büro sein, dann tun es auch ein paar Gymnastikübungen, die mich wieder auflockern und meist auch putzmunter machen.

Das coole an einer solchen Trainingssession ist, dass man neue Energie bekommt und auch die Kreativität enorm angeregt wird. Zumindest ist das bei mir so. Meine besten Ideen hatte ich sogar beim Sport. Das ganze muss gar nicht lange dauern. 15 Minuten tun`s bei mir meist.

Besonders kreativ bin ich auch, wenn ich Ausdauersport in einem konstanten Tempo mache. Und zwar schon etwas fordernd, aber nicht zu extrem. Wenn ich dabei zu hart trainiere, dann hat das Ganze eher gegenteiligen Effekt.

Taktik #3: Manchmal hilft es auch, einfach den eigenen Arbeitsplatz zu verlegen. Am liebsten sitze ich zwar in meinem eigenen Büro an meinem Schreibtisch, weil ich mich dort sehr wohlfühle. Doch hin und wieder brauche ich auch mal eine kleine Veränderung. Im Sommer eignet sich da die Terrasse ganz gut. Im Winter ist mir das Kaffeehaus oft sehr sympathisch.

Taktik #4: Wenn meine Kreativität zu wünschen lässt, dann liegt das auch oft daran, dass auf meinem Schreibtisch mal wieder das Chaos herrscht. Dann räume ich ihn meist auf. Hinterher fühlt sich das Arbeiten wieder viel besser an. An einem aufgeräumten Schreibtisch zu sitzen motiviert mehr als im Chaos zu versinken.

Taktik #5: Manchmal hilft es auch, wenn ich mir klar mache, wie wichtig dieses und jenes für mich und meine Ziele ist. Oft haben wir ja gar kein Kreativitätsproblem. Wir haben viel eher ein Motivationsproblem.

Ich zum Beispiel habe meine wichtigsten Arbeitsziele immer im Blickfeld notiert. Ich brauche nur einen Blick darauf zu werfen, um mir klar zu machen, warum ich dieses und jenes eigentlich mache. Meist klappt es dann wieder mit meiner Motivation. Und auch die Kreativität ist wieder im Fließen.

Du könntest das ja nachmachen: Verwende zum Beispiel Post Its um dich an deine Ziele zu erinnern oder schaff dir eine Pinnwand zu diesem Zweck an.

Taktik #6: Leider kann es in punkto Kreativität keine Patentrezepte geben. Sehr oft verwende ich Techniken wie Brainstorming und Mindmapping zwar nicht, aber in bestimmten Situationen sind sie genau das Richtige, um meine Kreativität wieder anzuregen.

Taktik #7: Sehr oft hat man nicht nur eine Sache für den ganzen Tag vor, sondern auch mal zwei oder mehr. Deshalb mache ich in Phasen wo ich mich mal nicht so kreativ fühle, mal was ganz anderes zwischendurch.

Lernen für die Uni geht bei mir zum Beispiel immer. Da muss ich auch nicht wirklich kreativ sein. Nachdem ich mich mal ein oder zwei Stunden damit beschäftigt habe, dann geht auch das Schreiben meist wieder lockerer von der Hand.

 

Was macht ihr um Kreativität zu fördern?

Was macht ihr, wenn`s in punkto Kreativität mal nicht so läuft wie es laufen sollte? Habt ihr vielleicht eine ganz spezielle Taktik, die bei euch wunderbar funktioniert?

 

PS: Ich würde mich freuen, wenn du deine Meinung mit uns teilst, indem du hier fleißig kommentierst :-).

Foto: aboutpixel.de - Lasse Kristensen
Text: Martin Grünstäudl
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6 Kommentare

Eingeordnet unter Persönliches

6 Antworten zu “Meine Kreativität und ich

  1. Sabine

    Ich bin meist dann wirklich kreativ, wenn ich den Tag gut starte. Dazu gehört in solch grauen Tagen meine Lichttherapie-Lampe, gesundes Frühstück und auch etwas Morgensport. Da mache ich nur ein paar Minuten Gymnastikübungen gleich nach dem Aufstehen. Leider bin ich manchmal zu faul dazu. Das kenne ich dann später, wenn ich so gar nicht in Arbeitsstimmung komme. Zwischendurch habe ich das noch nie gemacht, da ich in einem Büro arbeite, wo noch andere drinsitzen. Das wär mir irgendwie peinlich.

    Beste Grüße
    Sabine

  2. Michel

    Hallo Martin,

    wieder mal ein super Artikel. Ja, die Themen Kreativität und Produktivität beschäftigen mich selbst gerade sehr.

    Was mir persönlich derzeit hilft sind YouTube-Videos. Videos von Richard Branson, Tony Robbins, Donald Trump, Jim Rohn & Co.

    Kurbelt meine Kreativität und Produktivität wunderbar an.

    Lieben Gruß, Michel

  3. Jana

    Wunderbare Tipps, danke. Wie ja bereits geschrieben, am besten komme ich zurecht mit: Was wäre, wenn…Aber auch andere Kreativitätstechniken nutze ich ab und an. Da ich ein durch und durch struktureller Mensch bin, geht bei mir auch wenig ohne MindMaps.

    • Hallo Jana!

      Danke für deinen Kommentar! Mindmaps können natürlich auch eine tolle Sache sein. Ich nutze sie vor allem bei größeren Projekten.

      Schöne Ideen, die du für deine Blogparaden hast. Bin schon gespannt auf die nächsten Themen 🙂

      lg Martin

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