Motivationsprobleme?

Plagen dich auch manchmal Motivationsprobleme? Kannst du dich an manchen Tagen überhaupt nicht dazu aufraffen, dich an den Mangelnde MotivationSchreibtisch zu setzen und endlich mit der Arbeit zu beginnen?

Schiebst du bei deiner Arbeit schon lange diese eine Aufgabe vor dir her, weil sie einfach nur unangenehm ist? Trotzdem soll sie aber irgendwann erledigt werden und du hast schon Schuldgefühle deswegen?

Willkommen im Club! Mir geht`s oft genauso. Doch es gibt einige Dinge, die man machen kann, um solche Motivationsprobleme zu überwinden…

Dies war ursprünglich ein Beitrag für eine Blogparade zum Thema Motivation auf j-ana.de (Leider hat Jana ihren Blog aufgegeben). Übrigens: Hier im Blog werden ebenfalls oft Blogparaden veranstaltet. Hier klicken: Meine Blogparaden

 

Meine Tipps um Motivationsprobleme zu überwinden:

Ich habe so die eine oder andere Strategie, um mich dazu aufzuraffen, wichtige Dinge zu erledigen:

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr.1: Ich kümmere mich zuerst um die dringenden Aufgaben

Dieser Tipp wird dich jetzt wahrscheinlich nicht vom Hocker reißen. Vielleicht hast du davon auch schon hundertfach gehört. Doch vielleicht ist das deshalb, weil dieser Tipp so wichtig ist.

Erst wenn du dir im Klaren darüber bist, dass eine bestimmte Aufgabe dringend ist, wirst du motiviert sein, diese sofort zu erledigen.

Vor allem befreit dich eine solche Unterteilung deiner Aufgaben in dringende und weniger dringende von zu viel Druck. Wenn etwas nicht dringend ist, musst du es auch nicht gleich jetzt vom Tisch bringen, sondern hast noch ein wenig Zeit.

Dinge, die du unbedingt noch heute erledigen musst (weil es morgen möglicherweise dafür zu spät ist), die solltest du sofort erledigen. Es gibt dafür natürlich eine Ausnahme: Wenn die Tätigkeit so unwichtig ist, dass es keinen großen Unterschied macht, ob du sie nun ausführst oder nicht, solltest du sie selbstverständlich ignorieren. Es sei denn, die Tätigkeit macht dir Spaß 🙂

Allerdings kann es sein, dass momentan keine einzige Aufgabe wirklich dringend ist.

Für solche Aufgaben habe ich deshalb noch weitere Tipps für dich…

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 2: Ich verwende Post Its um mich zu motivieren

Vor allem bei langfristigen Zielen brauchen wir immer mal einen kleinen Stubbs, der uns auf das Ziel fokussiert, und uns erinnert, dass wir auch was dafür tun müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Von selbst erledigt sich für gewöhnlich nichts.

Um mich immer wieder an meine wichtigsten Ziele zu erinnern – und damit ich weiß, wofür ich mir die ganze Arbeit überhaupt antue – habe ich an meinem Schreibtisch und am Computer Post Its kleben. Die sorgen dafür, dass ich immer wieder mal eine kleine Motivationsspritze erhalte.

Momentan bin ich am überlegen, ob ich mich noch besser motivieren kann, indem ich meine wichtigsten Ziele an eine Pinnwand in meinem Büro hefte.

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 3: Ich komme schlicht und ergreifend ins TUN

Auch wenn`s mal gar nicht geht, probiere ich dennoch ins TUN zu kommen (nur wenn mir die Sache an sich wirklich wichtig ist natürlich). Oft ist es so, dass sich nur die ersten Minuten richtig Scheiße anfühlen. Nach einer Weile komme ich dann oft in einen Zustand, wo`s wieder ganz locker von der Hand geht und mich die Tätigkeit gar nicht mehr nervt.

So geht`s mir sowohl beim Arbeiten als auch beim Sport. Gerade beim Sport haben wir zumeist keinen Druck von außen – also z.B. keinen Chef als Angestellter und auch keine Deadline, die wir zu erfüllen haben, wenn wir selbständig sind und eine bestimmte Arbeit für einen Kunden erledigen müssen.

Beim Sport muss man sich nur vor sich selbst rechtfertigen. Und leider ist es häufig so, dass einem der innere Schweinehund mal wieder einredet, dass es vorm Fernseher auf der Couch viel gemütlicher ist. Man soll das doch einfach morgen nachholen, da ist man sicher viel motivierter. Nur morgen ist man dann leider oft ebenso wenig motiviert für den Sport.

Die Lösung: Einfach die Sporttasche packen bzw. die Laufschuhe anziehen und los geht`s. Du wirst sehen: Nach ein paar Minuten bereust du es keineswegs mehr, dass du dich aufgerafft hast um Sport zu machen. Im Gegenteil. Meist fühlt man sich nach dem Sport deutlich besser als vorher.

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 4: Ich erzähle anderen von meinen Zielen

Wenn du anderen von deinen Zielen erzählst, dann ist es viel wahrscheinlicher, dass du alles daran setzt, um diese zu erreichen. Wir müssen uns schließlich ihnen gegenüber rechtfertigen, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen sollten. Und das ist unangenehm.

Solange unsere Ziele also nicht unrealistisch sind, spornt das Weitererzählen zu eigener Leistung an. Mangelnde Motivation ist dann viel seltener ein Problem.

Besonders effektiv hat es sich laut einer Studie erwiesen, wenn man auch noch periodische Fortschrittsberichte abliefert. Das spornt noch einmal zusätzlich an!

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 5: Ich unterteile meine großen Ziele in kleinere Teilziele

Wenn du irgendetwas Großes zu erledigen hast – zum Beispiel ein großes Projekt, das erst in sechs Monaten abgeschlossen sein muss – dann hast du das Problem, dass dieses nur in den seltensten Fällen zu kurzfristiger Handlung motiviert. Schließlich ist das Projekt zwar wichtig, aber eben nicht dringend (siehe Strategie Nr. 1).

Wenn du das ganze Vorhaben aber in kleinere Häppchen unterteilst – sprich dir Teilziele setzt – dann hast du etwas, was du auch kurzfristig erreichen kannst. Teilziele sind kurzfristiger angesetzt. Das macht sie dringender. Vielleicht spornt dich das ja an, endlich ins TUN zu kommen.

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 6: Ich setze mich nicht unnötig unter Druck

Du solltest dich vor allem bei deinen Vorsätzen was du alles machen möchtest, nicht zu sehr unter Druck setzen.

Ich für meinen Teil nehme mir mittlerweile lieber etwas zu wenig als zu viel vor. (Man lernt ja aus seinen Fehlern) Wenn ich dann doch mehr geschafft habe, dann ist das super. Ich habe dann einen Grund mich gut zu fühlen.

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 7: Ich setze auf gute Gewohnheiten

Zum Beispiel habe ich mir angewöhnt, jeden Tag etwas zu schreiben – auch an Tagen wo es mich mal überhaupt nicht freut. An solchen Tagen schreibe ich zumindest 500 Wörter – für mein neues Buch oder für diesen oder meinen anderen Blog.

Das mache ich jeden Tag (außer ich bin wirklich den ganzen Tag lang unterwegs). Und es funktioniert! 500 Wörter sind nämlich wirklich nicht viel. Das dauert meist so um die 30 Minuten. Und das Gute dabei: Ich bin es schon so gewohnt, dass mir was abgehen würde, wenn ich mal einen Tag nicht schreibe.

Übrigens: Ein normales Taschenbuch (mit 150 bis 200 Seiten) hat meist so zwischen 50.000 und 60.000 Wörtern an Inhalt (bei kleinen Formaten sogar weniger). Wenn ich jeden Tag 500 Wörter schreibe, dann dauert es also nur 100 bis 120 Tage – also 3 bis 4 Monate – bis es fertig geschrieben ist. (Sofern keine großen Korrekturarbeiten mehr anfallen)

Auch mit kleinen Schritten kann man so einiges erreichen 🙂

Strategie gegen Motivationsprobleme Nr. 8: Ich versuche bei der Arbeit auf meinen Stärken aufzubauen

Dazu gehört mal als erstes, dass wir das in unserem Leben tun, was uns am ehesten liegt. Es bringt nichts, mit dem Schreiben anzufangen, wenn einem das überhaupt nicht liegt. (Aber keine Angst: Perfekt muss man dafür Gott sei Dank nicht sein. Sonst dürfte ich auch nicht schreiben 😉 Doch es sollte dir zumindest halbwegs liegen).

Auch wenn dir das Schreiben an sich liegt, musst du dich immer noch fragen, über was du schreibst und in welcher Form. Was bringt dir die Erkenntnis, dass es da eine bestimmte noch weitgehend unentdeckte Nische gibt, wenn du mit dem Thema nichts anzufangen weißt.

Und selbst wenn das Thema passen sollte: Was bringt es, wenn du damit anfängst ein Buch zu schreiben, das über 500 Seiten haben soll, wenn du es nie beendest? Möglicherweise hältst du nicht so lange durch bis es fertig ist. Vor allem, weil du nicht damit umgehen kannst, dass du während des Schreibens – also über Monate hinweg – keinerlei Feedback erhältst.

 

Mein wahres Problem in puncto Motivation

Mein wahres Problem wenn es darum geht, mich zu motivieren, ist nicht so sehr, dass ich mich nicht generell motivieren kann dieses oder jenes zu tun. Bleiben wir mal beim Schreiben: Dass ich mich durchaus dazu motivieren kann, zeigt schon mal dieser Blog, den ich jede Woche aufs Neue mit langen Artikeln wie diesem hier versorge.

Mein Problem bisher lag am letzten Punkt zur Strategie 8: Ich habe mir ein Thema gesucht und wollte dazu ein Buch schreiben, das mich einfach mental überfordert hat. Ich habe nicht bis zum Schluss durchgehalten. Ich habe nur darauf geachtet, ob das Thema Potential hat. Und dann wollte ich das Thema natürlich umfassend behandeln. Es sollte also hunderte von Seiten haben. Irgendwann zwischendurch ist mir die Puste aus- und die Lust abhanden gekommen.

So wie bisher kann es jedenfalls nicht weitergehen. Ich stehe momentan vor dem Problem, dass ich drei (!) Bücher angefangen habe – und noch keines davon ist fertiggestellt. Doch das ändert sich jetzt! 🙂

Ich habe jetzt eine etwas andere Strategie und bin guter Dinge, dass mein nächstes Buch innerhalb der kommenden zwei Monate erscheinen wird. Auf was ich jetzt in erster Linie achte, ist, dass mir das Thema am Herzen liegt. Das Potential ist erstmal zweitrangig. Außerdem glaube ich sowieso, dass es besser ankommt bei meinen Lesern, wenn ich ein Buch schreibe, wo mein ganzes Herzblut drinnen liegt. Ich glaube nämlich, dass man das durchaus erkennt, ob etwas mit Liebe fürs Detail gemacht wurde oder nicht.

Die bereits begonnenen Bücher habe ich aber noch nicht aufgegeben. Ich brauche nur erstmal Feedback von meinen Lesern um auch größere Buchprojekte angehen zu können.

Wenn sich jetzt wer wundert, wie das gehen soll (wo man doch eine Verlags-Deadline hat): Ich schreibe nicht für einen Verlag, sondern werde die Bücher (und eBooks) via Selfpublishing veröffentlichen. Meine Beweggründe hierzu werde ich euch demnächst in einem eigenen Blogpost verraten.

 

PS: Habt Ihr vielleicht weitere Ideen, wie man Motivationsprobleme in den Griff bekommen kann?

 
Foto: aboutpixel.de - Lasse Kristensen
Text: Martin Grünstäudl
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9 Kommentare

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9 Antworten zu “Motivationsprobleme?

  1. Sabine

    Hallo Martin!

    Wie immer ist das ein sehr schöner und umfangreicher Artikel!

    Doch ganz speziell würd mich jetzt interessieren was das für ein Buch ist, welches in den kommenden zwei Monaten erscheinen soll 😉

    Beste Grüße
    Sabine

  2. Michel

    Wieder mal ein super Artikel mit wertvollen Infos. Es gibt noch einige Übungen, z.B. aus dem NLP, die man ergänzend ausführen kann, um dem „Motivationsproblem“ zu entkommen.

    Gruß, Michel

  3. Das sind wirklich gute Tipps, von denen ich einige sicherlich demnächst umsetzen werde. Ich persönlich motiviere mich selbst am besten, indem ich einfach nur an das Geld denke, dass ich bekomme, wenn ich mit der Arbeit fertig bin 😉

  4. Hat dies auf Sonja Maria Carmen rebloggt und kommentierte:
    Klingt nach sehr spannenden Artikeln, die ziemlich genau meine Interessen treffen… Werde in Zukunft öfter reinschauen!

  5. Pingback: So setzt Du Deine guten Vorsätze wirklich in die Tat um

  6. Marc

    Hallo Martin!
    Herzlichen Dank, für deine guten Tipps! Ich bin nämlich gerade selber in einem echten Motivationstief und so auf deinen Blog gestoßen. Deine Frage „wie man Motivationsprobleme in den Griff bekommen kann“, hat mich dabei zum Nachdenken angeregt.

    Nun, ich gehe immer gerne den Ursachen auf den Grund. Das erfordert zwar auch Arbeit, macht mir aber Spaß.

    Vielleicht handelt es sich manchmal auch um eine unbewußte Trotzreaktion des Körpers gegen äußere Zwänge.

    Insofern wäre es gut, Widerstände/Missmut frühzeitig wahrzunehmen und für adäquaten Ausgleich (Abwechslung, Urlaub) zu sorgen. Selbst dann oder gerade dann ;-), wenn dafür eigentlich keine Zeit ist.

    In diesem Sinne wünsche ich dir weiterhin viel Freude und Erfolge beim Schreiben!

    viele Grüße… Marc

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