Hinterfrage deine Glaubenssätze (Teil 1)

Mehr SelbstvertrauenWir alle verfügen über zahlreiche Glaubenssätze. Die einen sind positiv und unterstützen uns darin, unsere Ziele im Leben zu erreichen. Andere Glaubenssätze wiederum sind zutiefst negativ. Sie hindern uns daran, unsere Ziele zu erreichen. Zudem wirken sie sich negativ auf unsere Selbstakzeptanz und auf unser Selbstvertrauen aus.

Dies ist ein Beitrag für die Artikelserie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“. Es ist dies die erste Übung um seine Glaubenssätze zu hinterfragen. Weitere Übungen folgen in den nächsten Wochen.

 

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind kurz gesagt unsere Überzeugungen, die auf inneren Denkprozessen sowie auf Erfahrungen beruhen. Dabei kann es sich um langjährige Erfahrungen handeln, die sich immer wieder wiederholt haben. Allerdings können Glaubenssätze auch auf einer einzelnen besonders eindrücklichen Erfahrung beruhen. Eine Erfahrung, die so stark war, dass sie ohne weitere Wiederholung deine Überzeugungen von dir selbst grundweg verändert hat.

Letzteres zeigt, dass Glaubenssätze nicht unbedingt die Realität widerspiegeln müssen. Nur weil du einmal eine negative Erfahrung gemacht hast, sagt das noch nichts über dich und deine Fähigkeiten aus. Glaubenssätze sind lediglich Überzeugungen, die wir haben. Sie können richtig sein oder auch nicht. Doch wir halten unsere Glaubenssätze immer für wahr und halten daran fest.

Das ist nicht weiter schlimm, solange diese positiv sind. Blöd ist es nur, wenn uns unsere Glaubenssätze einschränken und sogar an unserem Selbstvertrauen kratzen. Vielleicht haben wir sogar so schlechte Überzeugungen von uns, dass wir uns fast gar nichts zutrauen und uns für schlechter als andere Menschen halten.

Dagegen solltest du unbedingt etwas tun! Als ersten Schritt musst du dir mal über deine grundlegenden Glaubenssätze bewusst werden, die dein Verhalten steuern und dein Selbstvertrauen am stärksten beeinflussen.

 

Übung #1 für das Bewusstmachen deiner Glaubenssätze

Als erste Übung solltest du deine wichtigsten Lebensbereiche nach Glaubenssätzen absuchen. Wenn wir nämlich Ziele nicht und nicht erreichen, und das vielleicht schon Jahre lang, dann könnte das auf negative Glaubenssätze hindeuten, die uns unterbewusst blockieren. Vor allem trifft dies dann zu, wenn wir ein bestimmtes Ziel von ganzem Herzen erreichen möchten, und es uns dennoch nicht gelingt.

Vielleicht versuchst du schon Jahre lang, dein Einkommen zu steigern und endlich aus deinen Geldnöten auszubrechen. Doch es gelingt dir nicht, obwohl du schon vieles probiert hast. Ein Grund könnte sein, dass du schlecht über Geld denkst. Vielleicht hast du den Glaubenssatz, dass Geld den Charakter verdirbt. So hindert dich dein Unterbewusstsein daran, dass du mehr verdienst und somit auch daran, dass du Geld anhäufst. Denn dann würde das ja deinen Charakter verderben. Und der ist dir wichtig.

Jemand anderer, der seine Einkommensziele mühelos erreicht, hat vielleicht den Glaubenssatz verinnerlicht, dass Geld nicht den Charakter verdirbt. Es offenbart nur den wahren Charakter, weiter nichts.

Klappere also einzelne wichtige Bereiche deines Lebens ab. In welchen Bereichen konntest du deine Ziele bisher nie erreichen?

Gesundheit, Körper und Psyche: Bist du nach eigenem Empfinden viel zu dick? Du wünscht dir schon jahrelang abzunehmen, hast dies aber nie geschafft? Kämpfst du schon immer mit einem schwachen Selbstvertrauen?

Soziale Beziehungen: Hattest du noch nie eine längere harmonische Beziehung? Hast du Probleme damit, einen Partner / eine Partnerin zu finden? Hast du keinen guten Draht zu deinen Kollegen am Arbeitsplatz? All das kann ebenfalls etwas mit deinen Glaubenssätzen zu tun haben.

Arbeit und Leistung: Verkaufst du dich in deiner Arbeit unter deinem wahren Wert? Wirst du von deinem Chef nicht wirklich ernst genommen? An der Uni fällst du regelmäßig bei Prüfungen durch, obwohl du fleißig gelernt hast?

Materieller Besitz und Einkommen: Bist du ständig in Geldnot? Du bist bei der letzten Gehaltsverhandlung wieder mal leer ausgegangen?

Schau dir erstmal an, in welchen Bereichen du nicht zufrieden bist. Meist hat man dort negative Glaubenssätze, die den Erfolg verhindern. Es ist schon mal ein guter erster Schritt, wenn dir das bewusst ist.

Mache die Übung wie immer schriftlich. Gehe alle vier genannten Bereiche durch und hinterfrage vor allem, wie zufrieden du in diesen Bereichen bist. Was könnte der Grund sein, warum du dieses und jenes noch nicht erreicht hast? Welche falschen Glaubenssätze könntest du haben?

Lass dir Zeit für diese Fragen. Es bietet sich außerdem an, die Übung zu wiederholen. Möglicherweise bekommst du an einem anderen Tag weitere Einsichten.

 
Hier gelangst du zum nächsten Beitrag: Hinterfrage deine Glaubenssätze, Teil 2

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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6 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

6 Antworten zu “Hinterfrage deine Glaubenssätze (Teil 1)

  1. Angelika

    Hallo Martin!

    Jetzt war ich vor lauter Stress einige Zeit nicht auf deiner Webseite. Und ich sehe du warst ja wieder ganz schön fleißig die letzten Wochen…

    Deine Übungen für mehr Selbstvertrauen gefallen mir besonders gut. Jetzt wo ich wieder mehr zeit habe werde ich die Übungen mal alle probieren. Ich denke etwas mehr Selbstvertraune könnte mir nicht schaden

    danke, dass du das so einfach zur Verfügung stellst!

    lg Angelika

    • Hi Angelika!

      Dachte mir schon du bist so ruhig geworden in letzter Zeit. 🙂

      Freut mich jedenfalls, dass dir die Serie gefällt. Gerade am Thema Selbstvertrauen liegt mir nämlich besonders viel. Ich hatte früher sehr wenig Vertrauen in mich selbst und auch eine geringe Selbstakzeptanz. Mittlerweile ist das Gott sei Dank anders. Zum Teil glaube ich dadurch, dass ich Übungen wie diese ausprobiert habe. Alles was ich hier vorstelle, habe ich so oder so ähnlich selbst probiert. Teilweise befasse ich mich immer noch damit.

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Hallo Martin,

    ich bewundere ja auch deinen Fleiß und die Anzahl von tollen und qualitativ wirklich guten Artikeln, die du hier eines nach dem anderen postest. Und wenn ich in meinem Bereich einfach nicht vom Fleck wegkomme, dann hat das sicherlich mit meinen Glaubenssätzen (aka „Mindset“) zu tun.

    Wieder einmal wird mir bewusst, dass ich ohne die richtigen Glaubenssätze einfach nicht auf einen grünen Zweig komme. Mir ist jetzt die Tage auch wieder das Buch „Wie man an sich selbst glaubt“ von Dr. Joseph Murphy in die Hände gefallen. Und da wurde mir bereits bewusst, woran ich jetzt und hier ganz dringend arbeiten muss.

    Und „ganz zufällig“ stoße ich nun auf deinen Artikel und fühle mich hierin nur bestätigt. 😉

    Danke dafür!!!
    Gruß, Ildikó

  3. Hallo Ildiko!

    Vielen Dank für deine netten Worte. Ganz besonders freut es mich, dass Leser wie du hier regelmäßig kommentieren und mich auch darin bekräftigen, weiterhin solche Beiträge zu schreiben. 🙂

    Ich bin selbst auch noch nicht ganz da, wo ich sein möchte. Manchmal geht es auch sehr langsam voran. Aber ich bin in Bewegung.

    Ein Sprichwort heißt ja: Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, ist immer noch schneller, als derjenige, der ziellos umherirrt.

    Wenn man nur lange genug dabei bleibt (und etwas an sich arbeitet) kann man erreichen, was man sich wünscht.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Martin

  4. Jessica

    Hallo,
    Ich habe deine Seite gestern entdeckt und bin begeistert.
    Fange gerade mit den Übungen für mehr Selbstvertrauen an und es macht richtig Spaß.
    Danke, dass du hier so gute Übungen reinstellst… 🙂

    Liebe Grüße Jessica

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