Hinterfrage deine Glaubenssätze (Teil 2)

Mehr SelbstvertrauenOft wollen wir ein bestimmtes Ziel erreichen, doch es gelingt uns nicht. Schuld sind sehr oft die Überzeugungen über uns selbst. Wir reden uns ein, dass wir dieses und jenes nicht schaffen, weil…

Ja wieso eigentlich nicht? Wieso in Gottes Namen sollten wir irgendwas partout nicht schaffen können?

Eigentlich gäbe es ja keinen Grund dafür, wieso wir unsere Ziele im Leben nicht erreichen sollten. Viele andere vor uns haben diese und ähnliche Ziele ja auch schon erreicht. Wieso sollten wir es ihnen nicht gleichtun?

Trotzdem reden wir uns immer wieder ein, dass wir etwas nicht schaffen, weil wir nicht gut genug sind, weil uns gewisse Fähigkeiten fehlen, oder, weil sich die Mühe schlichtweg nicht lohnt. Doch entsprechen diese Überzeugungen überhaupt der Wahrheit? Stimmen unsere Glaubenssätze? Oder legen wir uns nur selbst Steine in den Weg?

Da das Thema „Glaubenssätze“ meiner Meinung nach so wichtig ist, gibt es heute bereits die zweite Übung um diese zu hinterfragen (falls du die erste Übung verpasst hast, dann klicke hier). Ziel dabei ist wie schon beim letzten Mal, dass wir unseren Glaubenssätzen auf den Grund gehen. Es geht also erneut um das Bewusstmachen, noch nicht um eine Änderung.

Dies ist ein Beitrag zur Artikelserie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“. Zirka ein Jahr lang stelle ich jede Woche eine neue Übung vor, die dein Selbstvertrauen steigern soll.

 

Übung #2 für das Bewusstmachen deiner Glaubenssätze

Nachfolgend habe ich eine Liste mit möglichen Glaubenssätzen bereitgestellt. Es handelt sich dabei um typische Denkmuster, die uns davon abhalten, unsere Ziele im Leben zu erreichen. Außerdem verhindern diese Glaubenssätze, dass wir uns selbst etwas zutrauen sowie ein zufriedenes Leben führen.

Beurteile, ob du ebenfalls solche Glaubenssätze hast. Achte dabei auf dein Gefühl. Könnte die ein oder andere Überzeugung auf dich zutreffen?

Mach die Übung wieder schriftlich. Schreibe jene Glaubenssätze ab, die auf dich zutreffen. Sodann frage dich, welche davon du auf jeden Fall ändern möchtest. Wo liegen deine Prioritäten? Frage dich anschließend, was du stattdessen willst. Notiere, wie diese Glaubenssätze anders lauten sollten. Wie willst du in Zukunft über dich selbst denken?

Mögliche Glaubenssätze, die deinem Selbstvertrauen schaden:

Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Nur wenn ich den ganzen Tag fleißig bin, werde ich von meinen Mitmenschen anerkannt.

Ich werde nur dann respektiert, wenn ich die Erwartungen meiner Familie / von Freunden / von meinem Chef erfülle.

Wenn ich die Erwartungen meines Partners / meiner Partnerin nicht erfülle, dann werde ich nicht geliebt.

Gut wird etwas nur dann erledigt, wenn man es selbst macht.

Geld verdirbt den Charakter.

Wenn ich erfolgreich bin, dann erzeugt das nur Neid.

Viele Menschen in meiner Umgebung wollen mir nur Schlechtes.

Man arbeitet nur um zu überleben. Arbeit ist Arbeit, weiter nichts.

Wenn ich keinen angesehenen Job habe, dann halten mich alle für einen Verlierer.

Befördert werden immer nur die anderen, ich werde jedes Mal übergangen.

Ich bin vollkommen unsportlich.

Um abzunehmen muss man stundenlang trainieren und strengste Diät halten, sonst funktioniert es nicht.

Ich nehme sowieso nicht ab.

Frauen / Männer beachten mich gar nicht. Ich schau halt nicht besonders gut aus.

Männer / Frauen können nicht treu sein.

Man kann keinem Mann / keiner Frau trauen.

Wenn ich vor einer Gruppe von Leuten spreche, dann bekomme ich keinen Ton heraus.

XY ist viel besser als ich, deshalb werde ich nie so erfolgreich sein können wie er / sie.

 
Hier gelangst du zum nächsten Beitrag: Negative Glaubenssätze ändern

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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2 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

2 Antworten zu “Hinterfrage deine Glaubenssätze (Teil 2)

  1. Sabine

    Ja in diesen Aussagen kann ich mich in der Tat einige Male wiederfinden. Zumindest zu einem gewissen Grad. Ich glaube, dass es sogar Sinn machen würde sich jedes einzelne Statement für ein paar Minuten herzunehmen und zu überlegen ob einen dies in der Vergangenheit behindern konnte. Wie zum Beispiel bei Man kann keinem Mann trauen. Man könnte dieses Statement durchaus ignorieren weil einem der Verstand sagt, dass das nicht so ist. Doch überlegt man etwas näher kommt man drauf, dass es doch möglich ist. Vielleicht hat einen das die Mutter ständig eingebläut oder was weiß ich..

    Danke wiedereinmal für die wertvollen Anregungen!

    Grüße
    Sabine

    • Hallo Sabine!

      Danke für deine Anregung! Ja das stimmt, für alle Übungen der Serie sollte man sich genügend Zeit nehmen um alles gründlich zu hinterfragen. Es ist aber gar nicht nötig, auf jeden negativen Glaubenssatz sofort draufzukommen. Ich halte es für klug, den Blick zuerst auf das Offensichtliche zu richten und dort anzusetzen. WEnn man die Statements liest, dann wird man bei ein oder zwei vielleicht auf Anhieb erkennen, dass dies auf einen zutrifft. Dann könnte man sich vorerst darauf konzentrieren und versuchen diese Glaubenssätze zu hinterfragen. Später kann man die Übung ja wiederholen und sich diesmal mehr Zeit lassen.

      Liebe Grüße
      Martin

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