Neue Artikelserie: Passives Einkommen

Passive IncomeMit heutigem Tag starte ich eine umfassende Artikelserie zum Thema „Passives Einkommen“. Von passivem im Unterschied zu aktivem Einkommen spricht man dann, wenn die unmittelbare Anwesenheit nicht dafür nötig ist, um Geld zu verdienen.

Dies ermöglicht größere Flexibilität in den Arbeitszeiten und womöglich unter`m Strich ein höheres Einkommen. Zumindest in der  Theorie. Umsonst gibt es bekanntlich nichts…

 

Was ist passives Einkommen?

In Zeitungen, Büchern und auch im Internet liest man immer wieder Erfolgsgeschichten von Menschen, die ohne etwas dafür zu tun, Monat für Monat die Mörderkohle scheffeln. Dabei liegen sie am Strand, während der Rest von uns im Büro, auf der Baustelle oder sonst wo arbeiten muss, um am Monatsende unseren Lohn für all die Mühen zu erhalten. Kurzum: Sie erfreuen sich an passivem statt an aktivem Einkommen.

Passives Einkommen ist der Verdienst, den du auch dann erhältst, wenn du nicht aktiv tätig bist. Zumindest nicht in dem Moment, in dem du das Geld erhältst.

Es handelt sich dabei zum Beispiel um Buchtantiemen, die Autoren dafür erhalten, dass sie vor einiger Zeit mal ein Buch geschrieben haben. Die Einnahmen tröpfeln munter weiter – auch wenn der Autor im Moment nichts arbeitet.

Doch da ist der Hund begraben: Bestsellerautoren wie z.B. Tim Ferris erwecken den Anschein, dass sich passives Einkommen quasi mühelos erzielen lässt. Doch was dabei nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass man einiges investieren muss, um passive Einkommensströme generieren zu können.

Nur verlagert sich halt der Arbeitseinsatz. Man muss im Vorfeld viel investieren, um nachher den Nutzen in Form von Einkommen genießen zu können.

Das stellt einen vor ganz andere Herausforderungen. Denn: leicht ist das nicht. Man muss es erst mal mental aushalten, Wochen, Monate oder gar Jahre Zeit in etwas zu investieren, für das man momentan wenig oder überhaupt keine Gegenleistung bekommt. Man arbeitet, um später die Früchte zu ernten. Man geht also sehr stark in Vorleistung – und zwar ohne den Ausgang zu kennen.

Ganz anders ist es mit einem Job: Man geht seine 40 Stunden pro Woche zur Arbeit, und ist sich (im Normalfall) sicher, dass man am Monatsende den vereinbarten Lohn dafür auf sein Konto überwiesen bekommt. Man tauscht also direkt Zeit gegen Geld.

All jene, die den einfachen Weg suchen, um ohne Arbeit Geld zu verdienen, muss ich also an dieser Stelle enttäuschen. Strategien um passives Einkommen zu erzielen sind alle mit Arbeit verbunden. Nur verlagert sich zum Teil die Arbeitslast.

Zudem ist ein Einkommensstrom nie zu 100 Prozent passiv. Irgendwie muss man das Einkommen ja auch am Leben erhalten. Ein Autor, der vor Jahren ein Buch verkauft hat, wird sich in der Regel sinkenden Geldströmen gegenüber sehen. Denn: Bücher verkaufen sich normalerweise zu Beginn am besten. Handelt es sich um ein halbwegs zeitloses Thema wird er vielleicht auch nach Jahren noch von seinen Verkäufen profitieren können. Doch sie werden mit Sicherheit mit der Zeit weniger.

Blogger stehen vor einem ähnlichen Problem. Nur weil man mal ein paar Wochen nicht bloggt, sinken nicht gleich die täglichen Besucherzahlen von 1.000 auf Null. Google sorgt mit Sicherheit für eine gewisse Zeit dafür, dass regelmäßig Besucher auf deinen Blog gelangen. Doch nach vielen Monaten der Inaktivität wird auch dieser Besucherstrom langsam aber sicher schwinden. Zudem werden auch Leser mit der Zeit deinen Blog aus ihren Favoriten löschen, wenn sich sowieso nichts mehr Neues tut. Und auch die Backlinks von anderen Blogs und Webseiten werden nach langer Inaktivität laufend weniger.

Damit fallen die Besucherzahlen (und auch die Einnahmen durch Werbung und dergleichen) zwar nicht von heute auf morgen auf Null, doch sie werden immer weniger. Wenn du allerdings weiter Artikel veröffentlichst, dann sorgst du dafür, dass alles beim Alten bleibt. Das Schöne daran ist: Etwas am Leben zu erhalten ist weit weniger aufwändig als es von Grund auf aufzubauen.

 

Die Vorteile von passivem Einkommen

Mehr Flexibilität

Der größte Vorteil von passivem Einkommen ist meiner Meinung nach die größere Flexibilität, die daraus resultiert. Als Angestellter musst du in der Regel deinen Urlaub schon weit im Voraus planen und mit deinen Kollegen abstimmen. Hast du hingegen eine stabile passive Einnahmequelle, dann kannst du auch mal spontan Urlaub machen und richtig entspannen.

Zudem musst du nicht immer am selben Arbeitsplatz präsent sein. Es macht auch keinen Unterschied, ob du von Deutschland oder von den USA aus arbeitest. Somit kannst du sogar dauerhaft an einem anderen Ort der Welt wohnen und dennoch arbeiten.

Höheres Einkommen

Mit der Zeit kannst du richtig gut verdienen – ohne allzu viel zu arbeiten. Das ist das Schöne am passiven Einkommen: Es ermöglicht dir, langfristig mehr zu verdienen als mit einem herkömmlichen Job. Warum? Als Angestellter wirst du schnell mal an einen Punkt gelangen, wo du dein Gehalt nicht mehr steigern kannst. Zumindest nicht ohne weitere Stunden im Unternehmen zu arbeiten.

Setzt du hingegen auf passives Einkommen, dann wirst du von der ein oder anderen Quelle auch noch nach Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten profitieren. Zwar nicht mehr so stark wie zu Beginn, doch Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, vor allem, wenn du auch neuere Quellen erschlossen hast, und die vielen älteren Einkommensströme immer noch dahinplätschern.

Aufbau finanzieller und sonstiger Freiheiten

Zu Beginn musst du nicht gleich alles auf eine Karte setzen. Du kannst ja weiterhin deinem Job nachgehen und nebenbei schön langsam eine passive Einnahmequelle erschließen. Wenn du damit Erfolg hast, kannst du mit der Zeit immer noch voll darauf setzen und deinen Job an den Nagel hängen. Oder auch nicht. Wer sagt denn, dass dir dein aktueller Job nicht gefällt?

Die neu erschlossene Einnahmequelle gibt dir größtmögliche finanzielle Freiheit. Diese kannst du dann nutzen, um genau das zu tun, was dir Spaß macht. Vielleicht wolltest du schon ewig dem Job XY nachgehen? Vielleicht verdient man aber in dieser Branche so wenig, dass du dir nicht sicher bist, ob du davon leben kannst? Das ist kein Problem, wenn du für ein monatliches Zusatzeinkommen gesorgt hast.

Nur weil du dir passives Einkommen erschlossen hast, heißt das noch lange nicht, dass du nicht im herkömmlichen Sinne weiterarbeiten kannst. Nicht jeder ist der Typ dazu, monatelang am Strand zu liegen und nichts zu tun. Ich zum Beispiel würde das nicht aushalten.

 

Der Inhalt der Artikelserie

In den kommenden Monaten werde ich (fast) jede Woche einen Artikel zur Serie veröffentlichen und hier verlinken.

Ich gehe dabei insbesondere auf folgende Dinge näher ein:

Die Herausforderungen beim Bloggen und Bücher schreiben

7 Gründe, warum du vom Bücherschreiben allein nicht leben kannst

Die Herausforderungen bei der Geldanlage

Die Herausforderungen von Online Shops

Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte

Möglichkeiten für passives Einkommen

Möglichkeiten um aktives Erwerbseinkommen passiver zu machen

Die richtige Einstellung (dazu allein werde ich mindestens 10 Artikel veröffentlichen)

Insgesamt werden es wohl an die 30 Blogposts werden, die ich in den kommenden Monaten zum Thema „passives Einkommen“ veröffentlichen werde.

Natürlich bin ich nicht in allen Dingen der große Experte. Doch ich werde recherchieren was das Zeug hält, euch mit zusätzlichen Quellen versorgen und mich richtig ins Zeug legen, um euch gute Tipps zu liefern, die ihr auch in der Praxis umsetzen könnt.

Schau nächste Woche wieder vorbei, dann geht der erste Teil der Serie bereits online!

 

PS: Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, dann empfehle ihn weiter! Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn du deine Meinung mit uns teilst, indem du hier fleißig kommentierst :-).

Foto: aboutpixel.de - Jürgen Treiber
Text: Martin Grünstäudl
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7 Kommentare

Eingeordnet unter Passives Einkommen

7 Antworten zu “Neue Artikelserie: Passives Einkommen

  1. Angelika

    Ui.. das klingt aber interessant. Wer träumt nicht davon finanziell unabhängig zu sein..

    Mit 30 Artikel hast du dir ja so einiges vorgenommen.. aber wie ich dich kenne ist das kein Problem 🙂

    Bin schon sehr gespannt

    lg Angelika

  2. Yan

    Hi,

    der Beitrag motiviert mich irgendwie 🙂 Ich gehe momentan mit meiner ganzen Freizeit in Vorkasse und habe diesen Monat bis jetzt noch nicht mal 1 Euro verdient 😛 Für die Investierte zeit kann ich das 300 Fache verdienen 🙂

    VG Yan

    • Thyrox

      Was machst du denn interessantes? Ich schaue gerne vorbei und empfehle es weiter wenn es mir zusagt 🙂 Fleiß sollte belohnt werden 😉

  3. Hallo ihr zwei!

    Das freut mich sehr, dass euch die Serie gefällt 🙂

    @Angelika: Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es sogar mehr als 30 Blogposts werden.

    @Yan: Dich könnte vielleicht folgender Beitrag von Steve Pavlina interessieren (leider auf Englisch): http://www.stevepavlina.com/blog/2012/12/is-it-time-for-you-to-stop-dabbling-and-get-serious/

    Liebe Grüße
    Martin

    • Yan

      Guten Abend Martin,

      mein Englisch ist zwar ziemlich mieß, aber ich denke den Sinn des Artikels habe ich verstanden. Mein Problem ist denke ich aber ein anderes. Die Einnahmen sind mir nicht so wichtig, sondern zu sehen das es läuft ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch und ich sitze nach fast 2 Monat jetzt schon am 4. Design für meinen Blog und hoffe das ich dann endlich zufrieden bin.

      Naja, aller Anfang ist immer schwer 🙂

      Gute Nacht,
      Yan

  4. Passives Einkommen ist schon was tolles! Nur, wie du schon erwähnt hast, ist es ganz besonders am Anfang mit viel Arbeitseinsatz, Durchhaltevermögen und auch Mut und dem Willen es tatsächlich durch zu ziehen, verbunden.

    Nach einer Weile jedoch werden tatsächlich die ersten Einnahmen anfangen zu tropfen bis sie anschließend in regelmäßigen Abständen über eine Lange Zeit zu fließen beginnen.

    Ich finde, die richtige Strategie ist hier ganz entscheidend!

  5. Jan

    Passives Einkommen ist wirklich eine tolle Sache. Das spannende ist einfach, dass es im Gegensatz zur eigenen Arbeitskraft skalierbar ist. Wenn du ein passives Business aufgebaut hast, kannst du deine Arbeit darein investieren deinen Kundenstamm zu vergrößern. Es gibt keine Kapazitätsgrenze.
    Trotzdem ist es leider viel Arbeit das Ganze zum luafen zu bringen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass hierbei die meisten scheitern.

    VG Jan

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