7 Schritte zur Änderung negativer Glaubenssätze

Mehr SelbstvertrauenIn den letzten zwei Beiträgen zur Serie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“ hast du bereits deine Glaubenssätze hinterfragt. Du bist dir also schon darüber bewusst geworden, welche negativen Glaubenssätze dich bisher in deinem Leben behindert haben.

Nun ist es an der Zeit, dass du diese Denkmuster änderst. Denn wie gesagt: Nur weil du etwas glaubst und der Überzeugung bist, dass du so und so bist, heißt das noch lange nicht, dass dies der Wahrheit entspricht.

Sehr oft haben wir Glaubenssätze aufgrund einer einzigen eindrücklichen Erfahrung entwickelt. Diese eine Erfahrung hat dann unsere ganze Einstellung über Jahre hinweg beeinflusst. Wir haben das ganze nicht mal mehr hinterfragt.

Doch damit ist jetzt ein für allemal Schluss! Heute beginnst du, deine negativen Glaubenssätze zu ändern 🙂

 

7 Schritte zur Änderung negativer Glaubenssätze

Schritt 1: Konzentriere dich auf einen zu verändernden Glaubenssatz

Schau dir nun die Glaubenssätze an, die du in den letzten beiden Übungen notiert hast. Frage dich, welchen Glaubenssatz du als erstes verändern möchtest.

Konzentriere dich erstmal nur auf diesen einen Glaubenssatz – nicht auf zwei oder drei. Setze klare Prioritäten. Es ist besser erstmal nur einen zu ändern als gar keinen. Denn oftmals nehmen wir uns viel zu viel vor und werfen entnervt das Handtuch. Das soll diesmal nicht passieren.

Schritt 2: Zweifle den Glaubenssatz an

Mach dir nun klar, dass dein bisheriges Denkmuster nicht der Wahrheit entsprechen muss. Was ist schon wahr auf dieser Welt? Sind nicht alles nur Interpretationen? Ist nicht sowieso alles subjektiv auf dieser Welt? Der eine beurteilt einen Sachverhalt so, ein anderer völlig anders. Also ist auch dein Glaubenssatz subjektiv!

Notiere nun mindestens drei Gründe, warum dein Glaubenssatz falsch sein könnte. Wieso muss nicht stimmen, was du denkst?

Schritt 3: Notiere, wie er anders lauten sollte

Notiere dir als nächstes, wie dein Glaubenssatz anders – nämlich positiver – lauten sollte. Wie sollte dieser lauten, damit du dich besser fühlst, dich als wertvoller wahrnimmst und damit du deine persönlichen Ziele in Zukunft leichter erreichen kannst?

Notiere nun ebenfalls wieder drei Gründe, warum dieser neue Glaubenssatz wahr sein könnte. Welche Erfahrungen hast du in der Vergangenheit bereits gemacht, die diesen Glaubenssatz bestätigen könnten?

Schritt 4: Mögliche Gründe verstehen

Frage dich nun, warum du diesen Glaubenssatz überhaupt entwickelt hast. Welche Entwicklungen haben dazu geführt? Warum bist du geworden, wie du bist?

Hat es vielleicht etwas mit der Erziehung deiner Eltern zu tun? Hat es mit deinen Lehrern zu tun? Oder mit deinen Mitschülern damals? Haben dich vielleicht frühere Beziehungen geprägt?

Notiere auch jetzt wieder drei Gründe, warum sich eine bestimmte Person (oder auch mehrere Personen) darin geirrt hat (haben), dass du so über dich denkst. Warum kann diese Person gar nicht wirklich beurteilen, wie du in Wahrheit bist? Niemand kennt dich schließlich so gut, wie du dich selbst, nicht wahr? Wieso sollte diese Person also beurteilen können, was du im Leben erreichen kannst und was nicht?

Schritt 5: Verzeihe anderen

Falls eine bestimmte Person an deinen schlechten Glaubenssätzen und an deinem miesen Selbstvertrauen Schuld sein sollte, dann ist es auch wichtig, dass du dieser Person verzeihen kannst.

Nimm die Situation an, wie sie ist. Die Vergangenheit ändern kannst du ja nicht mehr. Erst wenn du deine bisherige Entwicklung akzeptierst, kannst du dich ändern.

Mach dir bewusst, dass Personen in bestimmten Situationen nur so handeln können wie sie grade handeln. Sie können nicht anders. Meist wollen sie einem ja gar nichts Schlechtes. Sie wissen es nur nicht besser.

Verzeihe also dieser Person (oder diesen Personen), dass sie deine Denkmuster negativ beeinflusst haben. Mache das ebenfalls wieder schriftlich.

Schritt 6: Handle nach deinem neuen Glaubenssatz

Beweise deinem Unterbewusstsein ganz einfach das Gegenteil, indem du handelst, als würdest du ganz anders – nämlich viel positiver – über dich denken.

Das schaffst du am besten, indem du durch deine täglichen Handlungen Gegenbeweise lieferst.

Überleg dir nun schriftlich, was du tun könntest, um dir zu beweisen, dass dein negativer Glaubenssatz gar nicht wirklich auf dich zutrifft.

Schritt 7: Führe ein Erfolgstagebuch

Über die Führung eines Erfolgstagebuchs habe ich in einem eigenen Beitrag bereits geschrieben. Das eignet sich auch, um bestehende Denkmuster zu ändern.

Notiere also deine Erfolge beim Kampf gegen negative Glaubenssätze in deinem Erfolgstagebuch.

 

Anmerkung: Natürlich sind das nicht alle Möglichkeiten, die du hast, um negative Glaubenssätze zu ändern. Doch diese 7 Schritte stellen meiner Meinung nach eine prima Möglichkeit dar, um so schnell wie möglich eine gewisse positive Veränderung herbeizuführen. Bei besonders negativer Grundhaltung einem selbst gegenüber wird die aufgezeigte Strategie allerdings nicht ausreichen. Hier könnten sich Gespräche mit einem Therapeuten bzw. der Besuch einer Selbsterfahrungsgruppe als nützlich erweisen.

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl

Hier gelangst du zum nächsten Beitrag: Raus aus deiner Komfortzone!
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6 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

6 Antworten zu “7 Schritte zur Änderung negativer Glaubenssätze

  1. Tim

    Das mit dem Erfolgstagebuch hab ich auch angefangen. Super!

  2. Pingback: Die 3 Voraussetzungen um erfolgreich abzunehmen | depub

  3. Carina

    Wahre Worte, danke! Sehr interessant!!

  4. Es ist unglaublich wichtig, aus den alten Denkmustern und Glaubenssätzen heraus zu kommen, denn sie sind oft wie ein alter Kaugummi, der einem am Schuh klebt.

  5. Hallo Martin!

    Ein sehr guter Artikel.

    Wie unsere Denkmuster unser Handeln beeinflussen, durfte ich auf meiner Reise zu einem profitablen Trader selbst erfahren.

    Wer in seinem Leben niemals die Erkenntnis hat, dass die eigenen Überzeugungen ihn dorthin gebracht haben, wo er gerade steht, ist eigentlich im Blindflug unterwegs. Ziele zu erreichen -egal welcher Art – wird dann mehr oder weniger zum Glücksspiel.

    Sehr gut finde ich deine Anmerkung, Prioritäten zu setzen, wenn du deine Glaubenssätze ändern möchtest. Einmal wegen der Motivation ganz klar. Wer sich überfordert, verliert schnell die Lust an der Sache weiter zu arbeiten. Und…

    es ist so leicht, sich zu verzetteln. Glaubenssätze zu ändern, ist – wie du auch schreibst – nicht einfach und kann eine Weile dauern. Daher: Gehe erst den Glaubenssatz an, der dich am meisten zurückhält und negativ beeinflusst. Suche dir den größten Hebelpunkt aus und starte damit.

    Einige Überzeugungen – in der Person als Trader – anzunehmen, hat mich teilweise Jahre gekostet. Meine Meinung: Um GS nachhaltig zu ändern, braucht es regelmäßige eigene Erfahrungen. Spezielle Techniken sind hilfreich, sie können Impulse setzen, aber letztlich bist du selbst gefordert, deinen Fokus zu lenken.

    Schöne Grüße
    Ingmar

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