Stimmungen sind ansteckend…

Dieser Tage fällt es mir immer häufiger auf, dass den Leuten um mich herum der Elan fehlt, dass sie missmutiger sind als sonst und noch häufiger jammern, als es nicht eh schon gang und gäbe ist. Der Grund dafür ist – so tippe ich einfach mal – der ausbleibende Frühling.

Laut Kalender hätte der Frühling ja bereits am 21. März beginnen sollen. Doch wo bleibt er? Stattdessen hat der Winter beschlossen, dass er noch einmal Einzug hält.

Wenn man so auf die Leute blickt, dann muss man sagen: Leider. Meine Umwelt kommt mir nämlich derzeit sehr niedergeschlagen vor. Und das Fatale dabei: Ich erwische mich immer öfter, wie ich selbst in dieses Klagelied einstimme.

So fällt es mir erneut deutlich auf: Stimmungen sind ansteckend. Und wie! Leider wirkt dies in beide Richtungen. Niedergeschlagenheit und schlechte Laune können leider genauso ansteckend sein  wie Freude und gute Laune.

 

Die Situation im Verein

Ich habe ja schon ein paar Mal hier im Blog geschrieben, dass ich mit Begeisterung WingTsun trainiere (eine asiatische Kampfkunst). Normalerweise jedenfalls. In letzter Zeit ist der Wurm drin.

Doch offensichtlich nicht nur bei mir, denn bei den Trainings ist derzeit viel weniger los als noch vor ein paar Wochen. Auch die Stimmung ist anders – irgendwie niedergeschlagener. Diese Stimmung hat sich auch auf mich übertragen.

Und schlimmer noch: Ich meinerseits trage nun auch dazu bei, dass die Stimmung schlechter ist als sonst. Vor allem deshalb, weil ich meine unmittelbaren Trainingspartner genauso anjammere wie sie mich – was sonst eigentlich nicht unsere Art ist.

Doch das alles ist wie eine selbsterfüllende Prophezeiung: Wenn man vorher schon sagt, dass das Training nicht mehr das ist, was es einmal war, dann kommt es einem auch so vor. Vielleicht hat sich objektiv betrachtet aber gar nichts geändert – nur halt die Stimmung der Trainierenden selbst.

 

Was ich mir hier und jetzt vornehme

Ich könnte also so weiter tun wie bisher. Ich könnte den Frühling herbeisehnen und in das allgemeine Klagelied einstimmen, dass ich den Schnee schon gar nicht mehr sehen kann und, dass das der düsterste Winter ist seit hundert Jahren oder so.

Oder ich könnte mal versuchen, andere zur Abwechslung mal mit meiner guten Laune anzustecken. Da Stimmungen ja wie gesagt ansteckend sind, sollte ich vielleicht darauf achten, welche ich so den lieben langen Tag verbreite.

Heute steht wieder ein WingTsun Training am Programm. Gerade am Dienstag freue ich mich immer besonders darauf. Da ist das Training immer ganz was Besonderes, da es ein Training rein für Fortgeschrittene ist. Da ist nicht so viel los wie normalerweise, wo Anfänger und Fortgeschrittene gemischt sind, wodurch der Trainer mehr Zeit hat für jeden Einzelnen.

Außerdem ist es dienstags Tradition, dass einige von uns nach dem Training dem Wirten um die Ecke einen kurzen (oder auch längeren) Besuch abstatten (wo ich selbstverständlich dazu gehöre 🙂 ). Das ist auch jedesmal sehr cool.

Ich freue mich also auf`s Training (und die Aktivitäten danach 😉 ). Das ist unabhängig vom Wetter. Auch wenn`s draußen wieder ziemlich düster ist, hat das keinen Einfluss darauf, ob ich mich darauf freue oder nicht. Also habe ich keinen Grund heute niedergeschlagen oder schlechter Laune zu sein.

Ich nehme mir also für heute vor, diese Freude mit auf`s Training zu nehmen und vielleicht den einen oder anderen damit anzustecken. Wenn wieder mal jemand über das Wetter und die Umstände zu jammern beginnt, werde ich stattdessen den Fokus auf positive Dinge richten.

Glück hängt schließlich nicht von äußeren Umständen ab. Glück hängt einzig und allein von unserem inneren Zustand ab. Und jeder kann die Stimmung eines anderen – und natürlich auch von einem selbst – positiv beeinflussen. Ein Lächeln verschönt jedem Menschen, der es sieht, den Augenblick. Also werde ich das heute versuchen. Mal schauen, wie es funktioniert…

 

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Foto: aboutpixel.de - Benjamin Thorn (bt-media)
Text: Martin Grünstäudl
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2 Kommentare

Eingeordnet unter Persönliches

2 Antworten zu “Stimmungen sind ansteckend…

  1. Sabine

    Oh ja da kann ich auch grade ein Lied davon singen. Langsam wird es Zeit, dass der Frühling kommt! Ich fühle mich richtig antriebslos in letzter Zeit. Leider kann ich mich so gar nicht aufraffen um etwas Bewegung zu machen wenn meine Stimmung darnieder liegt. Ich kann es also insofern nachvollziehen dass momentan weniger los ist in eurem Verein. Hut ab wenn du dich regelmäßig dazu aufraffen kannst zu trainieren 🙂

    Beste Grüße
    Sabine

    • Hallo Sabine!

      Ja das Aufraffen kann manchmal in der Tat schwierig sein. Aber ich weiß, dass ich nach dem Training viel mehr Energie habe als vorher. Durch dieses Wissen kann ich meinen inneren Schweinehund immer wieder auf`s Neue besiegen. Heute geh ich wiedermal in`s Fitnessstudio. Ich bin sicher, dass ich danach ebenfalls wieder mehr Energie haben werde als jetzt grad.

      Aber ich sehne den Frühling schon sehr herbei!! Zeit wird`s

      Liebe Grüße
      Martin

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