Seine Schwächen akzeptieren: Die Basis für gesundes Selbstvertrauen

Mehr SelbstvertrauenIn den ersten Wochen der Serie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“ haben wir uns auf die positiven Dinge konzentriert. Wir sind uns unserer Stärken bewusst geworden, haben unsere bisherigen Erfolge gewürdigt und wir haben erkannt, dass wir auch wertgeschätzt werden.

Wenn es um unsere Selbstakzeptanz geht, dann ist das jedoch nur eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig ist es, dass wir unsere Schwächen akzeptieren können. Erst dadurch ist die Basis für ein gesundes Selbstvertrauen geschaffen.

Schwächen bedeuten nämlich nicht, dass wir schlecht oder gar minderwertiger sind als andere. Jeder Mensch hat Schwächen. Nur hat sie halt jeder woanders. Selbst berühmte Personen und große Genies sind dir in irgendwas unterlegen.

Niemand kann überall Stärken besitzen. Also kannst du dir ruhig auch deine Schwächen verzeihen und sie akzeptieren. Du darfst dich ruhig so mögen wie du bist – mit allen deinen Stärken und Schwächen.

Seine Schwächen zu akzeptieren wie sie sind, bedeutet übrigens nicht, dass du dich nicht zum Positiven verändern kannst. Im Gegenteil: Die Gestalttherapie zum Beispiel spricht häufig von der paradoxen Theorie der Veränderung. Diese Theorie besagt, dass wir erst dann anfangen uns zu verändern, wenn wir erkennen und akzeptieren, wie wir sind.

Also ist der erste Schritt, dass du dich voll und ganz akzeptierst. Erst dann kannst du dich verändern. Erst dann kannst du ein starkes und positives Selbstvertrauen aufbauen.

Irgendwie ist das ja blöd: Grade dann, wenn du dich mit aller Gewalt verändern willst und zu viel Druck erzeugst, erreichst du dein Ziel gerade deshalb nicht. Erst wenn du dich akzeptierst wie du bist, kannst du dich zum Positiven entwickeln. Beginne deshalb jetzt, dir deine Schwächen zu verzeihen!

Achtung: Sollte dein Selbstvertrauen arg angeknackst sein und du die bisherigen Übungen dieser Serie noch nicht gemacht hast, dann würde ich dir unbedingt empfehlen, dies nachzuholen. Befass dich zuerst lieber mit deinen positiven Seiten. Danach kannst du dich mental gestärkt auch mit deinen Schwächen befassen und lernen, diese zu akzeptieren.

 

Die Übung: Schwächen akzeptieren

Nimm wieder ein Blatt Papier oder dein Notizbuch zur Hand und stell dir folgende Fragen:

Was kann ich an mir am wenigsten leiden?

Welche negativen Eigenschaften und Charakterzüge besitze ich?

In welchen Bereichen mangelt es mir an Wissen und Fähigkeiten?

Für was habe ich mich in der Vergangenheit geschämt?

Auf wen bin ich besonders neidisch?

Welchen Menschen fühle ich mich unterlegen?

So, jetzt hast du das alles aufgeschrieben. Es steht jetzt schwarz auf weiß da. Sehr oft bringt das bereits eine gewisse Erleichterung. Man hat in Worte gefasst, was einem an sich selbst nicht gefällt und wo man seine Schwächen vermutet. Ja richtig gelesen: vermutet. Denn viele dieser Aussagen sind subjektiv und müssen keineswegs der Wahrheit entsprechen.

Doch zuerst solltest du das Ganze mal akzeptieren wie es ist. Du denkst dir, dass du diese Schwächen hast. Auch wenn es nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen muss, so bist du dennoch der Überzeugung. Du hast also fixe Glaubenssätze davon, wie du bist und welche Schwächen du hast.

Bevor du deine Glaubenssätze also änderst (siehe: 7 Schritte zur Änderung negativer Glaubenssätze), formuliere lieber als erstes ein persönliches Fazit zu deinen Antworten auf obige Fragen.

Du könntest zum Beispiel schreiben: Ich akzeptiere mich wie ich bin, mit all meinen Stärken und Schwächen. Es gibt niemanden auf der Welt, der nur Stärken besitzt. Jeder hat seine Schwächen – so natürlich auch ich. Das ist ganz normal. Ich bin gut so wie ich bin und muss mich nicht verändern – ich muss nicht, aber ich kann.

Besser ist es allerdings, wenn du dein Fazit in Worte fasst, die zu dir passen. Es sollte positiv formuliert sein und zum Ausdruck bringen, dass du dir deine Schwächen verzeihst und sie vollends akzeptierst.

Lies dir dieses Fazit mindestens eine Woche lang täglich mehrere Male durch. Vorteilhaft wäre es wiederum, wenn du es an einem Ort aufhebst, wo du es täglich zu Gesicht bekommst. Immer wenn du von deiner Arbeit Pause machst, könntest du dir diese Zeilen durchlesen. Schritt für Schritt wirst du dich dadurch immer mehr akzeptieren wie du bist.

 

PS: Diese Übung entfaltet ihre Kraft nur dann, wenn du sie schriftlich und wie beschrieben machst. Das ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, doch es zahlt sich aus! Komm also raus aus deiner Komfortzone 🙂 .

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl

Hier gelangst du zum nächsten Beitrag: Eine Achtsamkeitsübung für mehr Selbstbewusstsein
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Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

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