Eine Achtsamkeitsübung für mehr Selbstbewusstsein

Mehr SelbstvertrauenEin starkes Selbstvertrauen fußt auf zwei Säulen, nämlich der Selbstakzeptanz – also dem Akzeptieren von einem selbst, so wie man ist. Die zweite Säule ist das Selbstbewusstsein – also das Bewusstsein seiner selbst mit all seinen Gedanken und Gefühlen.

Um die Selbstakzeptanz zu steigern, habe ich dir in den vergangenen Wochen bereits die eine oder andere Übung vorgestellt. In den nächsten Wochen werde ich dir deshalb Übungen für mehr Selbstbewusstsein präsentieren.

(Dies ist ein Beitrag zur Serie für mehr Selbstvertrauen, bei der ich ca. ein Jahr lang jede Woche eine neue Übung vorstelle.)

Diese Übungen dienen dazu, dich selbst näher kennenzulernen und sich mit deinen Gedanken und Gefühlen zu beschäftigen. Erst wenn du dich selbst gut kennst, weißt du, was du im Leben erreichen willst, was dir wichtig ist und wie du dein Leben leben solltest. Du lernst vor allem auch, deine Bedürfnisse besser einzuschätzen und zu benennen.

 

Die erste Achtsamkeitsübung für mehr Selbstbewusstsein

Diese Übung dreht sich um die Achtsamkeit – Achtsamkeit für dich, deinen Körper, sowie deine Gedanken und Gefühle.

Ziehe dich für diese Übung am besten an einen ruhigen Ort zurück, wo du nicht gestört wirst. Schalte den Computer, das Handy und alle übrigen Störfaktoren ab und konzentriere dich ganz auf dich selbst.

Atme ein paar Mal tief durch und stell dir dann folgende Fragen:

Frage dich, wie es dir in diesem Moment geht. Geht es dir gut im Augenblick? Wie fühlst du dich? Wieso geht es dir gut / nicht so gut?

Was denkst  du gerade? Was hat dich in den letzten Stunden am meisten beschäftigt?

Was wünschst du dir gerade ganz sehnlich?

Nimm die Antworten auf diese Fragen einfach nur wahr – ohne etwas daran verändern zu wollen. Akzeptiere deine Gedanken und Gefühle. Es geht bei dieser Übung einzig und allein um die Wahrnehmung und nichts weiter.

Du kannst bei dieser Übung also überhaupt nichts falsch machen. Du brauchst nichts an dir zu korrigieren oder zu verändern. Das sind schließlich deine Gedanken und Gefühle.

Diese Achtsamkeitsübung dient einzig und allein dazu, dir deiner selbst bewusster zu werden, also mehr Selbstbewusstsein zu erlangen. Sie hilft auch wunderbar, deinen inneren Kritiker zu zähmen, der immer alles bewerten will und nie mit dir zufrieden ist. Durch häufige Wiederholung dieser Übung lernst du nämlich, deine Gedanken und Gefühle einfach nur wahrzunehmen – ohne diese zu werten.

Eines solltest du dabei aber bedenken: Die hier vorgestellte Achtsamkeitsübung entfaltet ihre volle Wirkung erst bei mehrmaliger Wiederholung. Sie eignet sich prima dazu, mehrmals am Tag durchgeführt zu werden. Das dauert auch nur ein paar Minuten. Eine kleine Investition an Zeit, die sich langfristig auszahlt.

Die Übung selbst solltest du diesmal ausnahmsweise nicht schriftlich machen. Lass einfach nur deinen Gedanken freien Lauf. Allerdings wirst du mit der Zeit gewisse Denkmuster erkennen. Wenn dir so was auffällt, dann kannst du das natürlich in deinem Notizbuch aufschreiben.

Vielleicht fallen dir durch mehrmalige Wiederholung dieser Achtsamkeitsübung negative Glaubenssätze auf. Dann könntest du die Übung zur Änderung negativer Glaubenssätze wiederholen, die ich dir vor ein paar Wochen vorgestellt habe.

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Übrigens:
Wenn du dein Selbstvertrauen möglichst schnell
und vor allem nachhaltig stärken willst,
dann kann ich dir folgendes Buch empfehlen:

Buch Selbstvertrauen

Zum Öffnen bitte Bild anklicken

(Die paar Euro sind gut investiert – nämlich in dich selbst 🙂 )

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl

Hier gelangst du zum nächsten Beitrag: Werde dir deiner Lernerfolge bewusst
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5 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

5 Antworten zu “Eine Achtsamkeitsübung für mehr Selbstbewusstsein

  1. Sabine

    Einmal in sich zu gehen und sich zu fragen was man gerade für Gedanken hat und auch die Gefühle zu benennen wäre denk ich grade dann angesagt, wenn man im Moment wütend / traurig / deprimiert ist. Die Situation einfach nur beobachten ohne Wertung. Das allein hebt oft schon die STimmtung. Die Situation an sich ist ja weder gut noch schlecht. Erst unsere Gedanken machen sie dazu

    • Hallo Sabine!

      Ja da geb ich dir recht. Ich werde auch noch weitere Achtsamkeitsübungen vorstellen im Rahmen dieser Serie. Dabei werde ich auch diesen Aspekt, den du grade ansprichst, behandeln.

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Hallo Martin,
    ich schreibe fast jeden Morgen meine Gedanken auf. Einfach so fließen lassen beim Kaffee. Irgendwie ist man danach klarer & startet fröhlicher in den Tag. Als ob man den Nachtballast im Notizbuch zurück lassen würde 😉

    LG
    Heike

  3. Cem

    Hallo
    Ich finde super was hier geschrieben ist aber das einzige, das mich stört, ist Du Form des Textes und zwar so: ich bin 25 jahre alt mit 25 sollte man einige selbstbewusstsein schon haben, was ich nicht immer habe darum habe das Gefühl, dass es für die Teenies geschrieben ist nicht für erwachsene. Automatisch denke ich eben, dass ich immer noch zehn Schritt später komme

    • Hallo Cem,

      ich habe zu Beginn etwas überlegt, ob ich in der „Sie“ oder Du“ Form schreiben sollte, habe mich aber dann bewusst für die „Du“ Form entscheiden.

      Dies aus zwei Gründen:

      Erstens entspricht es mehr meinem Naturell. Ich bin gern mit allen gleich per DU, vor allem im Netz – außer ich werde per SIE angesprochen, dann mach ich das im Gegenzug natürlich auch.

      Zweitens find ich das viel persönlicher und ich hoffe dadurch, dass sich die Leserinnen und Leser besser angesprochen fühlen. Schade, wenn du das nicht so siehst. Die Texte sind nämlich nicht nur für Teenies geschrieben 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

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