Serie „Passives Einkommen“: Die Herausforderungen eines Online Shops

Passive IncomeOnline Shops sind gar nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Leute kaufen regelmäßig im Internet ein. Fast jeder hat schon mal etwas online gekauft. Diverse stationäre Buchhändler sind dadurch bereits in Bedrängnis geraten. Auch Elektronikfachmärkte klagen bereits über die starke Konkurrenz durch Online Shops.

Gute Nachrichten also für Onlineshop-Betreiber sollte man meinen. Doch ganz ist dem leider nicht so…

Fakt ist nämlich, dass mittlerweile ein Überangebot an Online Shops besteht. Da schon fast jeder im Internet einkauft, wird das Wachstum auf Nachfrageseite nicht mehr so groß sein wie in den letzten Jahren. Doch Anbieter gibt es schon jetzt in Hülle und Fülle.

Dies stellt die Betreiber von Online Shops vor eine Reihe von Herausforderungen, von denen ich die wichtigsten drei kurz anschneiden möchte.

Anmerkung: Dies ist ein Beitrag zur Serie Passives Einkommen. Ein Einkommen ist dann passiv, wenn für dessen Erzielung die unmittelbare Anwesenheit nicht nötig ist.

Ganz anders verhält es sich mit aktivem Einkommen: Dort hat man z.B. seinen 40-Stunden-Job, für den man bezahlt wird. Man bekommt nur dann einen Lohn, wenn man auch wirklich seine Arbeit verrichtet.

 

Herausforderung Nr. 1: Online Shops sind sehr komplex

Die Webseite

Da wäre als erstes mal die Webseite selbst zu nennen. Diese sollte von der Gestaltung her zur Zielgruppe passen, einladend und vertrauenserweckend sein.

Doch damit nicht genug. Die Webseite muss natürlich auch übersichtlich und benutzerfreundlich aufgebaut sein. Der Kunde sollte schnell jene Dinge finden, nach denen er im Shop sucht.

Doch auch damit ist es noch längst nicht getan. Als Onlineshop-Betreiber muss man auch dafür sorgen, dass die Texte auf der Webseite verkaufsfördernd und auch suchmaschinenoptimiert sind. Von irgendwo her müssen schließlich auch potentielle Käufer herkommen.

Eine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang kann auch das mobile Shopping darstellen – also mit mobilen Endgeräten wie z.B. den Smartphones. Hierbei ist sicherzustellen, dass auch dort die Webseite richtig angezeigt wird und somit das Shopping möglich ist.

Die Produkte

Das ist die erste Entscheidung überhaupt, die man treffen muss, wenn man mit einem Online Shop an den Start gehen möchte: Was möchte man online verkaufen? Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

Manche wählen Produkte aus ihrem Hobbybereich, die sie im Internet verkaufen möchten. Andere gehen das Ganze nüchterner an und schauen, wo es noch Bedürfnisse auf Kundenseite gibt bzw. entscheiden sich für Produkte, wo die Konkurrenz noch nicht so stark ist.

Wenn es um die Produkte geht, dann ist auch eine andere Frage nicht grade banal: Woher bekomme ich überhaupt die Produkte, die ich weiterverkaufen möchte?

Die Preise

Je nach Produkt, Zielgruppe, Konkurrenz und eigener Positionierung sowie Kosten sind auch die Preise festzulegen. Ebenfalls kein leichtes Unterfangen.

Gerade bei der Preisfestsetzung kann man einiges falsch machen. Macht man es richtig, bietet es hingegen enorme Potentiale.

Lagerhaltung und Logistik

Wenn man an Online Shops denkt, dann glauben viele, dass man diese ohne Eigenkapital gründen und vor allem ohne laufende Kosten betreiben kann. Doch leider ist dem nicht so.

Denn da wäre zum einen die Lagerhaltung. Die Produkte, die du verkaufst, musst du auch irgendwo einlagern. Wenn dein Lager kleingehalten werden soll, dann stehst du vor dem Problem, dass du manchmal nicht gleich liefern kannst. Blöd, wenn ein Kunde bei dir bestellt und du kannst dann nicht liefern. Meist kommt er kein zweites Mal.

Zudem musst du dich als Onlineshop-Betreiber auch um den zuverlässigen und prompten Versand kümmern. Eine besondere Herausforderung sind hier auch die Versandkosten.

Die Shop-Software

Um etwas im Internet zu verkaufen, brauchst du erstmal eine Shop-Software. Es gilt, die richtige Software für deine Bedürfnisse auszuwählen.

Hierzu gibt es eine Vielzahl an Kriterien, die zu beachten sind. Du solltest dir die Funktionalität der Software genauso anschauen wie die Handhabung, den Preis und die Systemstabilität.

Selbst die Wahl der geeigneten Shop-Software stellt dich also vor spezielle Herausforderungen.

Die Datensicherheit

Online Shops sind sehr häufig das Opfer von Hackern. Passiert das bei einer Unternehmenswebseite oder einem Blog ist das zwar auch lästig, das Problem kann aber schnell wieder behoben werden – zumindest, wenn regelmäßige Backups gemacht wurden. Ansonsten hat man ein Problem.

Doch selbst wenn du deinen Online Shop regelmäßig sicherst, stehst du vor einer weiteren Herausforderung: Kunden geben für die Zahlung und Lieferung ihre Daten bekannt. Sie wollen sicher nicht, dass z.B. ihre Kreditkartendaten an Hacker fallen. Sollte das passieren, dann ist das Vertrauen dahin.

Eine aktuelle Studie der Internet World Messe belegt übrigens, dass die Datensicherheit ein ganz großes Thema beim Online-Shopping ist. Das Bezahlen an der virtuellen Kassa ist demnach ein besonders kritischer Moment. Schließlich müssen hierfür wertvolle persönliche Daten wie die eigene Bankverbindung oder Kreditkartennummer bekannt gegeben werden. Viele Konsumenten zögern hier, wodurch der Einkauf scheitert.

Zahlungsmöglichkeiten

Kunden, die im Internet einkaufen, erwarten, dass mehrere Möglichkeiten des Bezahlens zur Auswahl stehen. Im deutschsprachigen Raum ist es nicht selbstverständlich, dass jeder mit Kreditkarte bezahlt. Daneben sind also auch noch andere Zahlungsmöglichkeiten anzubieten.

Der Kundenservice

Kunden erwarten sich, dass auf ihre Anfragen reagiert wird. Deshalb solltest du das auch tun. Vor allem solltest du es deinen Kunden mittels Kontaktformular und dergleichen leicht machen, dich (oder deine Mitarbeiter) zu kontaktieren.

Mahnwesen

Manchmal kann es auch passieren, dass Kunden nicht rechtzeitig zahlen oder auch die Ware nicht angenommen wird. Auch darauf sollte man sich mental einstellen.

 

Herausforderung Nr. 2: Es ist schwer an genügend Traffic zu kommen

Neue Online Shops haben es besonders schwer, an genügend Traffic zu kommen. Leider ist es so, dass zu Beginn niemand darüber Bescheid weiß, dass es dich und deinen Online Shop gibt.

Du musst also dafür sorgen, dass dein Shop bekannt wird. Dies ist eine schwierige und vor allem zeitintensive Aufgabe.

Traffic kann übrigens aus dreierlei Quellen kommen:

Da wären zum einen die direkten Besucher, die deinen Online Shop bereits kennen. Solche Besucher wirst du zu Beginn nicht haben. Mit der Zeit hoffentlich schon, da es natürlich vorteilhaft ist, wenn du loyale Kunden hast.

Die zweite Trafficquelle sind Besucher, die aufgrund externer Links zu deinem Online Shop gelangen. Am ehesten gelingt dir dies via eigenem Engagement im Social Web (z.B. Facebook, Twitter und Google+). Doch selbst hier stellt sich die Frage, ob andere im Social Web auf deine Produkte hinweisen. Normalerweise empfiehlt man etwas nur dann, wenn man es selbst bereits gekauft und getestet hat. Mit Links von anderen Webseiten und Blogs wird man sich ohnehin schwer tun, außer man wird selbst aktiv. Doch das ist natürlich sehr zeitintensiv.

Schlussendlich kann Traffic auch von Suchmaschinen kommen. Doch dafür muss es sich bei deinen Inhalten um etwas handeln, wofür Google auch bereit ist, darauf hinzuweisen. Zudem erachtet Google erst dann etwas für wichtig, wenn es über Backlinks verfügt (also Verlinkungen von anderen Webseiten auf die eigene) – was ja wie gesagt recht schwierig ist bei einem Online Shop.

Die Generierung von Traffic ist somit eine massive Herausforderung. Das verdient daher einen eigenen Blogbeitrag 😉 .

 

Herausforderung Nr. 3: Leute kaufen erst bei entsprechendem Vertrauen

Sagen wir mal du hast die Herausforderung gemeistert und dafür gesorgt, dass dein Online Shop jede Menge Traffic aufweist.

Jetzt hast du aber immer noch ein Problem: Deine potentiellen Kunden müssen davon überzeugt werden, dass deine Produkte gut sind und du außerdem ein vertrauenswürdiger Anbieter bist. Keine leichte Aufgabe.

Um Vertrauen aufzubauen gibt es eine Vielzahl von Methoden, wie z.B. eine nutzerfreundliche Navigation, gutes Design der Webseite, verschiedene Bezahlmöglichkeiten, Geld-Zurück-Garantien, SSL-Verschlüsselung der Bezahldaten, Social Proof durch Referenzen oder der Anzeige von Facebook-Likes, Retweets auf Twitter etc….

Das Thema Social Proof werde ich wohl auch noch in einem eigenen Blogbeitrag ansprechen. Das ist nämlich ebenso wichtig beim Geldverdienen mittels Blogging und dem Verkauf eigener eBooks und Infoprodukte (siehe auch Teil 2 dieser Serie).

 

PS: Das sind sicher nicht alle Herausforderungen, denen du dich beim Betrieb eines eigenen Online Shops stellen musst. Doch meiner Meinung nach sind dies die wichtigsten. Wenn du noch eigene Ergänzungen hast, dann freue ich mich auf einen Kommentar deinerseits. Natürlich kannst du diesen Beitrag auch gerne weiterempfehlen 😉 .

PPS: Im vorigen Teil der Serie ging es um den Aufbau von passivem Einkommen durch Geldanlage: Der Aufbau eines Zusatzeinkommens durch Geldanlage

Foto: aboutpixel.de - Jürgen Treiber
Text: Martin Grünstäudl
Advertisements

3 Kommentare

Eingeordnet unter Passives Einkommen

3 Antworten zu “Serie „Passives Einkommen“: Die Herausforderungen eines Online Shops

  1. Schließlich müssen hierfür wertvolle persönliche Daten wie die eigene Bankverbindung oder Kreditkartennummer bekannt gegeben werden. Viele Konsumenten zögern hier, wodurch der Einkauf scheitert.

    U.a. deshalb ist es so beliebt, Geschäfte über Ebay oder Amazon Marketplace abzuwickeln…

  2. Hallo Martin,
    ein sehr guter Artikel. Ich würde bei der Website noch eine einfache Kontaktmöglichkeit ergänzen. Online-Chats sind beliebt geworden.
    Beim Kauf ist es von Vorteil, wenn man sich als Einmalkunde oder Gastbesucher anmelden kann und dabei nur die nötigsten Daten abgefragt werden. Bei den Zahlungsmöglichkeiten sind z. B. PayPal oder andere Dienste, bei denen man sich nur einmal anmelden muss, um dann überall damit zahlen zu können, wichtig.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      danke für die Ergänzungen. Daran sieht man: Obwohl der Beitrag so lang wurde, fehlen noch einige Dinge, an die man ebenfalls denken sollte, wenn man mit einem Onlineshop Erfolg haben will 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s