Was tun, wenn dich Selbstzweifel plagen?

Mehr SelbstvertrauenIn der Serie 50 Übungen für mehr Selbstvertrauen geht es – wie der Name schon sagt – um den schrittweisen Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens.

Leider erfolgt Entwicklung aber niemals linear. In manchen Zeiträumen machen wir klasse Fortschritte und können unser Selbstvertrauen deutlich steigern.

Doch dann ereilen uns auf einmal Rückschläge. In solchen Momenten hegen wir Selbstzweifel und beginnen wieder, uns selbst in Frage zu stellen.

Unter Umständen reden wir uns in solchen Augenblicken sogar ein, dass wir es eben nie schaffen werden, ein starkes Selbstvertrauen aufzubauen. Wir sind eben so wie wir sind. Daran lässt sich wohl nichts ändern…

 

Wann Selbstzweifel gefährlich werden

Eine solche Situation, in der du Selbstzweifel hegst und dich selbst in Frage stellst, ist nicht weiter tragisch, wenn du am nächsten Tag wieder positiver gestimmt bist und weiter deinen eingeschlagenen Weg beschreitest. Manchmal haben wir einfach solche Tage, wo wir nicht so gut drauf sind. Das ist ganz normal und nicht weiter tragisch.

Schlimm wird es nur, wenn diese Selbstzweifel so stark sind, dass es uns in unserer Entwicklung komplett zurückwirft und wir genervt das Handtuch werfen, da wir uns einreden, dass wir es nie schaffen werden uns positiv weiterzuentwickeln.

Gefährlich wird es besonders dann, wenn die Situation mit den negativen Gedanken und Gefühlen länger als ein oder zwei Tage andauert.

Vor allem davon gefährdet sind Menschen, die ein sehr schwaches Selbstvertrauen haben. Wenn dein Selbstvertrauen nämlich komplett am Boden ist, dann rührt das zum Teil daher, dass du in der Vergangenheit negative Gedanken über dich selbst gehegt hast. Menschen mit einem sehr schwachen Selbstvertrauen können sich oft nicht einmal selbst akzeptieren wie sie sind.

Wenn nach ein paar Wochen mäßig positiver Entwicklung auf einmal ein herber Rückschlag passiert, dann ist es kein Wunder, dass man aufgibt und sich einredet, ganz einfach so zu sein wie man ist und daran halt nichts ändern kann.

Meist ist der Rückschlag (bzw. das Ereignis, das wir als Rückschlag wahrnehmen) gar nicht mal so schlimm. Wir haben uns einfach ausgemalt, dass wir tagtäglich gewisse Fortschritte machen, und, dass das ewig so weitergeht. An mögliche Rückschläge und Phasen der Stagnation denken wir gar nicht. Wenn es dann eine Zeitlang nicht mehr aufwärts geht, dann sind wir enttäuscht und zutiefst frustriert.

Dabei ist es sogar wahrscheinlich, dass deine derzeitige Situation vor ein paar Jahren oder sogar Monaten ein riesiger Erfolg gewesen wäre. Du hast dich aber schon an deine positive Entwicklung gewöhnt und weißt deine bisherigen Fortschritte gar nicht mehr zu schätzen.

Ein Beispiel:

Nehmen wir mal an, du bist ein fleißiger Leser dieses Blogs und hast dabei auch die Artikelserie für mehr Selbstvertrauen entdeckt. Du hast die Beiträge der Serie nicht nur gelesen, sondern hast die Übungen gewissenhaft gemacht. Dein Selbstvertrauen hat sich dadurch bereits ein Stück weit verbessert.

In den letzten Wochen warst du sogar schon richtig begeistert über deine positive Entwicklung. Du hast gelernt, dich selbst zu akzeptieren wie du bist und du bist dir auch über deine eigenen Stärken bewusster geworden und strahlst dies auch aus.

Doch dann der Rückschlag:

In der Arbeit / in deiner Firma / an der Uni ging etwas schief. Du hast einen Fehler gemacht, der deinem Arbeitgeber bzw. dir selbst sehr viel Geld kostet. Vielleicht hast du auch an der Uni eine verheerende Punktezahl bei einer Prüfung erreicht, die dich ein ganzes Semester zurückwirft.

Verständlicherweise beginnst du nun, an dir selbst zu zweifeln. Vor allem dann, wenn du dich bemüht hast, und es trotzdem so ausgegangen ist wie es ist.

Noch viel schlimmer ist es, wenn du dich zwar stetig weiterentwickelst, dann aber beginnst, dich mit anderen zu vergleichen. Und zwar mit jenen anderen, die uns – zum Beispiel in puncto selbstsicherem Auftreten – um Lichtjahre voraus sind. Auch in solchen Momenten vergessen wir leicht, dass wir uns schon stark weiterentwickelt und verbessert haben. Obwohl wir also besser sind als noch vor einigen Monaten, sind wir unzufrieden. Andere sind uns schließlich noch deutlich voraus.

Viele von uns neigen nun dazu, uns immer mehr einzureden wie schlecht und minderwertig wir nicht sind und in Selbstmitleid zu zerfließen. Wir können halt nicht anders, wir sind schwach und das ist halt so.

Solche Momente der Selbstzweifel und des sich in Fragestellens sind so schnell wie möglich zu beenden bzw. abzuschwächen. Wenn man nämlich zu lange darin gefangen ist, entwickelt man sich wieder zurück. Das Unterbewusstsein nimmt die negativen Gedanken nämlich auf und sorgt dafür, dass uns genau diese negativen Sachen in unserem Leben widerfahren.

Aber wie beendet man den Teufelskreis?

 

So kannst du gegen Selbstzweifel ankämpfen

Schritt 1: Akzeptiere deine negativen Gedanken und Gefühle

Wenn du ein aufmerksamer Leser dieses Blogs und vor allem der Artikelserie für mehr Selbstvertrauen bist, dann weißt du bereits, dass der erste Schritt zur Änderung einer Situation darin besteht, diese zu akzeptieren.

Wenn du etwas akzeptierst wie es ist, befreist du dich vor zu viel Druck und kannst viel lockerer und entspannter an die Sache herangehen.

Lass einfach für eine Weile deinen negativen Gedanken und Gefühlen freien Lauf. Sage dir ganz bewusst, dass das normal ist. Jeder Mensch hat hin und wieder negative Phasen. Es kann nicht jeder Tag voll Zufriedenheit und Glück sein.

Beginne sogar damit, dass du deine Gedanken beobachtest – und zwar als eine Art Zuschauer. Was denkst du gerade? Wie fühlst du dich dabei?

Gerade durch dieses Beobachten deiner eigenen Gedanken ist sehr oft schon viel gewonnen. Meist werden die negativen Gedanken und Gefühle allein schon dadurch deutlich abgeschwächt.

Schritt 2: Unternimm etwas, das dich ablenkt und dir guttut

Nachdem du eine Weile deine Gedanken beobachtet hast, solltest du etwas Abstand davon gewinnen. Mache irgendwas, das dich für eine Weile gar nicht mehr daran denken lässt.

Eine gute Möglichkeit wäre es, Sport zu betreiben. Power dich mal ordentlich aus, dann hast du erstmal etwas Abstand gewonnen und denkst nachher vielleicht ein Stück weit anders darüber.

Schritt 3: Hinterfrage die Situation

Nun solltest du das Ganze hinterfragen:

Habe ich mich wirklich gut genug auf die Prüfung vorbereitet? War ich wirklich gewissenhaft genug bei meiner Arbeit?

Vielleicht trugen auch andere eine Teilschuld: War die Prüfung vielleicht schwieriger als sonst? War der Fehler einfach nur blöder Zufall und hatte eigentlich nichts mit mir zu tun?

Ist es nicht vollkommen blöd, wenn ich mich mit anderen vergleiche? Habe ich nicht selbst bereits tolle Fortschritte gemacht?

 

Warum es heute um Selbstzweifel ging

Ich habe deshalb einen Artikel über Selbstzweifel geschrieben, weil ich die letzten beiden Tage selbst welche hatte. Heute sind sie allerdings wieder verflogen, da ich die beschriebenen Schritte selbst angewandt habe.

Die Selbstzweifel haben mich also Gott sei Dank nur kurzfristig aus der Bahn geworfen und hier im Blog lediglich dafür gesorgt, dass es diese Woche wahrscheinlich bei zwei Blogartikeln bleiben wird.

Die nächsten Tage muss ich nämlich für die Uni nutzen. So werde ich dann doch nicht an der Blogparade von Alex zum Thema „Welches CMS benutzt du?“ mitmachen. Alle, die einen Blog betreiben bzw. mit dem Gedanken spielen, einen ins Leben zu rufen, empfehle ich aber mal auf seinem Blog vorbeizuschauen. Da ist sicher viel interessantes für dich dabei: http://internetblogger.de/

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Übrigens:
Wenn du dein Selbstvertrauen möglichst schnell
und vor allem nachhaltig stärken willst,
dann kann ich dir folgendes Buch empfehlen:

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(Die paar Euro sind gut investiert – nämlich in dich selbst 🙂 )

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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4 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

4 Antworten zu “Was tun, wenn dich Selbstzweifel plagen?

  1. Yan

    Hi,

    ich kenn das nur zu gut, wie jeder bestimmt. Doch was soll man tun, wenn man selbst wenn man wieder volles Selbstvertrauen hat, in die Ausgangslage zurückgeworfen wird? Und einfach alles doof ist und es sich selbst mit den größten Anstrengungen nicht verbessern lässt?

    Danke,
    Yan

  2. Hi,
    das kenne ich auch :-(. Und Selbstzweifel ist ein böse Sache, vor der man lieber Abstand halten sollte, aber wenn es über einen kommt, kann man dann nicht viel machen, als es zu akzeptieren, so wie es ist. Ich danke dir übrigens für die Empfehlung meines Blogs 🙂 und freue mich auf weitere Posts von dir.

  3. Hey,

    schöner Artikel. Gefällt mir gut.

    Ich denke jeder Mensch hat in seinem Leben mehr oder weniger Selbstzweifel. Das ist ganz normal. Der Unterschied ist nur ob man aktiv an sich arbeitet und seine Selbstzweifel loswerden will oder sich von ihnen lähmen lässt.

    Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass man sich in die Situation, vor der man Angst hat, begeben muss. Wenn man den Mut aufbringt, ist das der schnellste Weg um die Zweifel zu besiegen.

    Gruß Björn

  4. C.razy

    Das Selbstzweifel jeden mal klangt das is klar,
    Ich mein Wer kennt das nicht man hat ein wichtiges Ereignis in seinem Leben nicht geschafft und plötzlich fühlt man sich verloren, wie ein Loser und schon kommen die zweifel. Und wenn jemand sagt das man wieder aufstehen soll wenn man am boden ist, finde ich das Schwachsinn denn das weiß jeder tief in sich das man nicht liegen bleiben darf aber das viel entschiedene ist doch eigentlich wie findet man selbst die eigene kraft wieder zurück wie aufzustehen.

    Das ist das erste mal das ich ein Kommentar absende. warum? Ich schätze mal weil ich genau diese Selbstzweifel schon lange habe und den Text einfach mal los werden wollte.

    Gruß C.razy

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