3 Tipps, um alle Ziele im Leben zu erreichen

Mehr SelbstvertrauenLetzte Woche habe ich geschrieben, dass wir uns realistische Ziele setzen sollten – Ziele, die wir auch erreichen können. Damit habe ich vor allem kurzfristige Zeithorizonte von einigen Wochen bis maximal Monaten angesprochen, da wir Menschen uns kurzfristig oft viel zu viel vornehmen.

Bei langfristigen Zielen ist das aber anders. Die dürfen ruhig etwas ambitionierter sein. Denn: Nur Ziele, für die es sich auch lohnt, etwas zu tun, können uns langfristig dazu motivieren, unsere Komfortzone zu verlassen.

Um allerdings ambitionierte Ziele wirklich erreichen zu können, solltest du die nachfolgenden 3 Tipps beachten…

Dieser Artikel ist Teil der Serie für mehr Selbstvertrauen. Das Erreichen von Zielen kann das eigene Selbstvertrauen nämlich immens steigern. Tipps für das Erreichen kurzfristiger Ziele habe ich bereits im letzten Teil der Serie gegeben. Heute geht es um das Erreichen langfristiger (und damit auch größerer) Ziele im Leben.

Hier sind sie also, die Tipps, die dafür sorgen werden, dass du alle Ziele im Leben erreichen kannst ( Okay ich geb`s zu, fast alle 😉 ):


Tipp Nr. 1: Verfolge nicht alle Ziele auf einmal!

Hast du das auch schon mal erlebt:

Stell dir vor, es ist die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr. Verwandtenbesuche stehen grad keine auf deinem Programm und so hast du ein paar Stunden für dich allein.

Du denkst dir, dass das kommende Jahr diesmal ganz anders laufen wird – einfach viel besser als das letzte Jahr.

Du setzt dich also an deinen Schreibtisch und fängst damit an, Vorsätze für das kommende Jahr zu formulieren und ambitionierte Pläne zu schmieden.

Doch damit nicht genug: Du hast Großes vor für die Zukunft und fängst an, dir einen Mehrjahresplan zurecht zu legen.

Du möchtest nämlich:

  • endlich den Traumpartner fürs Leben finden,
  • mit deinem Traumpartner eine Familie gründen,
  • ein Haus bauen bzw. eine Wohnung kaufen,
  • ein passives Einkommen aufbauen und davon sogar zur Gänze leben können,
  • 30 Kilo abnehmen,
  • dir das Rauchen abgewöhnen
  • und eine Weltreise machen bzw. generell viel häufiger verreisen.

Immerhin bist du dir bewusst, dass das nicht alles in einem Jahr zu realisieren ist. Also planst du das Ganze für fünf Jahre.

Soweit so gut.

Doch dann begehst du den entscheidenden Fehler. Einen Fehler, der uns meist davor hindert, unsere Ziele zu erreichen:

Du verfolgst alle Ziele auf einmal.

Gleich am 1. Januar meldest du dich fürs Fitnessstudio und für eine Singlebörse an, schmeißt alle Zigaretten weg, surfst stundenlang im Netz um dich über den Hausbau sowie über die Möglichkeiten  von passivem Einkommen schlau zu machen.

Und das Blöde dabei: In ein paar Tagen musst du auch wieder arbeiten gehen. Hobbies und Freunde möchtest du deshalb natürlich auch nicht ganz vernachlässigen.

Das ganze Unterfangen ist also vom Start weg zum Scheitern verurteilt.

Das Schlimme ist nämlich, dass wir Menschen dazu neigen, alle unsere Ziele zu verwerfen, wenn wir auch nur an einem Vorsatz scheitern. Wenn du also alle deine Ziele auf einmal verfolgst, dann führt das in der Regel dazu, dass du keines von ihnen erreichst.

Doch wie könntest du es besser machen?

Ganz einfach:

Entscheide, welches deiner Ziele für dich im Moment das Wichtigste ist. Darauf solltest du deine ganze Energie konzentrieren bis du es schlussendlich erreicht hast. Dann widmest du dich deinem nächsten Ziel usw…

Das Schöne dabei: Jedes erreichte Ziel tut unserem Selbstvertrauen gut. Sobald wir das erste Ziel erreicht haben, wissen wir, dass wir uns im Leben zum Guten entwickeln können und im Stande sind, alle unsere Ziele zu erreichen.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass du auch deine anderen Lebensziele erreichst.

Aus diesem Grund wäre es vielleicht sogar überlegenswert, ob du dir nicht zuerst jenes Ziel aussuchen solltest, dass du am schnellsten und leichtesten von allen erreichen kannst.

Welches das zum Beispiel in der obigen Liste wäre, hängt von dir und deinen Stärken und Schwächen ab. Für den einen kann es womöglich kein so großes Problem sein, mit dem Rauchen aufzuhören. Dann könntest du damit anfangen und so für einen guten Start sorgen.

Lass dir in diesem Fall jedoch ein paar Wochen Zeit, bis du dich an das nächste Ziel heranmachst. Nur weil man einen Tag lang nicht geraucht hat, bedeutet dies nicht, dass man es sich schon abgewöhnt hat. So etwas bedeutet auch Stress für den Körper. Wenn du gleich das nächste Ziel verfolgst, dann könnte das bedeuten, dass der Stress zu groß wird und du wieder rückfällig wirst.

Eile mit Weile!


Tipp Nr. 2: Hol dir die Unterstützung anderer

Damit meine ich nicht unbedingt die aktive Unterstützung durch einen Coach oder so. Nein.

Ich meine damit eher eine Art indirekter Unterstützung. Das können sowohl Freunde als auch völlig Fremde sein.

Laut einer Studie der Dominican University in San Rafael (USA) haben wir die größte Chance unsere Ziele zu erreichen, wenn wir unsere Ziele mit anderen Menschen teilen.

Und nicht nur das: Laut dieser Studie empfiehlt es sich sogar, wenn wir denselben Menschen auch noch regelmäßig Updates über unsere Zielerreichung liefern.

Irgendwie ist die Sache ja auch ganz logisch, wenn man es mal etwas näher betrachtet: Wir Menschen wollen vor anderen immer gut dastehen und positiv wahrgenommen werden.  Wir wollen unser Gesicht wahren und können nur schwer Niederlagen zugeben.

Wenn wir Ziele nur für uns selbst setzen, dann ist es relativ leicht, das Ziel wieder fallen zu lassen und irgendeine komische Ausrede dafür zu finden.

Doch wenn wir anderen von unseren Zielen erzählt haben, dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Da tun wir uns schon viel schwerer damit, ein Ziel wieder fallen zu lassen, da die anderen ja mitbekommen würden, dass wir das Ganze einfach nicht gebacken bekommen. Deshalb strengen wir uns in der Regel deutlich mehr an, wenn andere von unseren Zielen wissen.

Genauere Details zur Studie erhältst du hier: Die Wichtigkeit von Zielen

Ach ja: Ich wende diese Erkenntnis auch an. Ich bin sogar einen Schritt weiter gegangen. Ich habe meine Ziele nicht einfach nur einem Freund erzählt, sondern habe sie gleich hier im Blog öffentlich gemacht. Quartalsweise berichte ich außerdem wie es um meine bisherige Zielerreichung steht. (siehe: Das war das erste Quartal 2013 – Blogstatistik und bisherige Zielerreichung)

Doch leider habe ich dabei denselben Fehler gemacht, den so viele andere auch machen. Ich habe mir viel zu viele Ziele gesetzt (siehe Tipp Nr.1), die nicht alle gleichzeitig zu erreichen sind (vor allem wenn man wie ich kein Vollzeitblogger und -autor ist).


Tipp Nr. 3: Etabliere Gewohnheiten

Eine sehr mächtige Strategie um seine Ziele im Leben erreichen zu können, ist es, Gewohnheiten zu etablieren.

Viele meinen, dass es ausreicht, irgendeine Tätigkeit 21 Tage hindurch zu machen, damit es eine Gewohnheit wird. Doch leider ist das nicht wissenschaftlich erwiesen, dass es genau 21 Tage dauert. Ich glaube, dass es vor allem auf die Art der Tätigkeit ankommt, wie lange so etwas dauert, bis man es aus Gewohnheit macht.

Fakt ist aber, dass Gewohnheiten sehr mächtig sind. Und das sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Auch negative Gewohnheiten können dafür sorgen, dass man seine Ziele eben nicht erreicht. Umgekehrt kann die Etablierung positiver Gewohnheiten dafür sorgen, dass man seine Ziele sogar mit Leichtigkeit erreichen kann.

Doch wie etabliert man am besten neue Gewohnheiten?

Ganz einfach:

Es ist nicht nur wichtig sich ein Ziel nach dem anderen vorzunehmen (siehe Tipp Nr. 1). Selbiges gilt auch für das Etablieren von Gewohnheiten. Auch da solltest du eine Gewohnheit nach der anderen entwickeln – und eben nicht ein Dutzend neuer Gewohnheiten auf einmal.

Das gilt auch für schlechte Gewohnheiten. Gewöhne dir nur eine schlechte Gewohnheit zur selben Zeit ab.

Wenn es zum Beispiel dein Ziel ist, irgendwann nur vom Schreiben leben zu können (und du dir damit eine schöne passive Einnahmequelle aufbauen willst), dann könntest du die Gewohnheit etablieren, jeden Tag etwas zu schreiben – und wenn es nur 10 Minuten sind.

Der Clou ist nämlich folgender: Wenn tägliches Schreiben zur Gewohnheit für dich geworden ist, dann musst du dich auch nicht mehr täglich dazu überwinden. Du schreibst dann sogar, wenn dir mal nicht danach ist. Und wenn du mal damit angefangen hast, dann willst du oft gar nicht mehr aufhören und schreibst stundenlang weiter.

Irgendwann kann das dann tatsächlich dazu führen, dass du vom Schreiben leben kannst.

Wenn du das Schreiben allerdings nicht als Gewohnheit etabliert hast und nur dann schreibst, wenn du dich danach fühlst, kann es sein, dass du dich nur alle paar Wochen an den Schreibtisch setzt und mit der Zeit richtig frustriert bist, weil nichts vorwärts geht.

Übrigens habe ich mir tägliches Schreiben bereits angewöhnt. Das ist mittlerweile so selbstverständlich geworden, dass ich mich nie wirklich dazu überwinden muss. Dinge wie eine Schreibblockade kenne ich auch nicht. Ich bin sogar der Meinung, dass eine Schreibblockade eher nur daher rührt, dass sich der innere Schweinehund meldet. Es liegt meiner Meinung nach also gar nicht daran, dass man grade nicht schreiben kann, sondern nicht schreiben will. Wenn das Schreiben allerdings zur Gewohnheit geworden ist, dann gibt`s ein nicht Wollen nicht mehr. Man tut es einfach.

 

Hast du noch andere Tipps für uns um Ziele besser zu erreichen?

Vielleicht hast du ja einen speziellen Tipp für uns, der bei dir prima funktioniert? Wenn ja, dann immer her damit und hinterlasse einen Kommentar 😉 .

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dann kann ich dir folgendes Buch empfehlen:

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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6 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz, Ziele setzen und verfolgen

6 Antworten zu “3 Tipps, um alle Ziele im Leben zu erreichen

  1. Yan

    Wie sehr ich mich mit diesem Beitrag identifizieren kann 🙂 🙂

    Mir fällt es momentan sehr schwer, Angewohnheiten wieder aufleben zu lassen. Wie z. B. 3-4 mal 1-2 stunden im Fitnessstudio meinem Kraftsport nachzugehen…

    Ich muss mich mal um meinen Tagesablauf kümmern ich liebe es feste Punkte zu setzen und einzuhalten. Dadurch bekomme ich Struktur und Gewohnheit. Das liebe ich und hilft mir alles zu bewältigen 🙂

    Das kann ich auch anderen empfehlen 🙂

  2. Hallo Martin,
    toller Artikel mit tollen Tipps!!!

    Ein von Dir angesprochenes Detail möchte ich nochmals besonders hervorheben, weil es so mächtig ist: die 10-Minuten-Regel!

    Bei aufkommender oder vorhandener Unlust, stellst Du Dir einen Timer auf 10 Minuten und beginnst. Nach den 10 Minuten darfst Du sofort aufhören und etwas anderes machen. Was Du allerdings erleben wirst, ist dass Du die Aufgabe dennoch zu Ende bringst.

    Wir schieben nicht die Aufgaben auf, die wir nicht tun wollen, sondern nur den Moment, in dem wir mit ihr beginnen. Dein Unterbewusstsein mag keine offenen Ende und gibt Dir keine Ruhe bis die Aufgabe erledigt ist.

    Nutze das und beginne jetzt! Ach, und wenn Du wirklich keine Lust mehr hast, dann höre auf nach 10 Minuten. Morgen ist auch noch ein Tag…

  3. Harald Marci

    Neues mit altem kombinieren:
    Wenn man etwas neues tun möchte z.B. Laufen gehen und immer wieder in die Gewohnheit verfällt lieber sich was im Fernsehen anzusehen, dann sollte man beides kombinieren.
    Das Fernsehen wird in dem Fall zur Belohnung.
    „Erst eine Stunde laufen, dann eine Stunde Fernsehn.“
    Beachtet man die 21 Tage, die es braucht damit sich eine neue Gewohnheit bildet und versucht dann noch die 21 Tage zu schaffen, hat man eine neue Gewohnheit eintrainiert und das recht einfach…

  4. Mir hilft das Visionboard beim erreichen meiner Ziele. Ich drucke mir aus dem Internet Bilder aus, die mein Ziel charakterisieren. Als ich unbedingt in die Staaten wollte, aber ich mir ein Bild von der Skyline New Yorks auf den Desktop gezogen und ein schönes Poster an meine Wand gehangen. Dadurch, dass ich immer wieder dasselbe Bilder sehe und dieses mit meinem Wunsch verankert ist, brennt sich das in meinem Unterbewusstsein ein, welches mir dann automatisch hilft,mein Ziel umzusetzen.Im April 2015 war ich dann ein paar Wochen in Florida und du darfst raten: New York City 🙂

  5. Ich finde sowohl Tipp 1 als auch 3 sehr wichtig. Viele Leute verfolgen zu viele Ziele gleichzeitig. Natürlich ist dies besser, als gar keine Ziele zu haben, jedoch hat man dann am meisten Power, wenn man seine ganzen Anstrengungen auf ein einziges Ziel fokussiert.

    Gewohnheiten sind meiner Meinung nach enorm wichtig für das Erreichen eines Zieles. Je mehr gute Gewohnheiten man sich antrainieren kann, desto leichter ist es, seine Ziele zu erreichen.

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