7 Gründe, warum du vom Bücher schreiben allein nicht leben kannst

Passive IncomeEs ist sagenhaft schwer vom Schreiben irgendwann mal leben zu können. Die meisten schaffen es nicht – schon gar nicht mit dem Schreiben von Büchern.

Über die Herausforderungen passives Einkommen mittels des Schreibens aufzubauen habe ich hier im Blog schon mal geschrieben. Doch dabei bin ich nur auf jene Dinge eingegangen, die dem Schreiben von Büchern und dem Schreiben von Blogartikeln gemein sind.

Doch: Das Bücher schreiben birgt im Gegensatz zum Bloggen noch zusätzliche Herausforderungen. Alles in allem zähle ich dir heute einige Gründe auf, warum du wahrscheinlich damit scheitern wirst, dir ein hohes passives Einkommen mit Büchern und eBooks aufzubauen.

(Möglich ist es trotzdem. Einige Autoren haben es ja geschafft. Aber wie die das gemacht haben, verrate ich dir ein andermal…)

Hier also 7 Gründe, die das Geldverdienen mittels Bücher schreiben so schwer machen (Anmerkung: Ich habe dabei vor allem an das Schreiben von Fach- und Sachbüchern gedacht und nicht an Romane und dergleichen, da ich von diesem Genre keine Ahnung habe):


Grund Nr. 1: Niemand hat auf dich gewartet

Ja so ist das leider. Ich habe mal vor zwei oder drei Jahren wo gelesen, dass allein in Deutschland jährlich 80.000 Bücher neu auf den Markt kommen. Mittlerweile liegt die Zahl wahrscheinlich schon deutlich darüber – vor allem wenn man auch die vielen eBooks mitrechnet, die man via Amazon ganz leicht veröffentlichen kann.

Somit ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass es in deinem Themenbereich schon eine ganze Menge an Konkurrenztiteln gibt, und, dass es bei den bisherigen alleine auch nicht bleiben wird.

Als Neuling ohne bekanntem Namen (und ohne Ahnung vom Buchmarketing) hast du es deshalb verdammt schwer gegen die bereits etablierte Konkurrenz.


Grund Nr. 2: Verlage nehmen Neulinge nicht ernst

Versuch mal als absoluter Neuling, den keiner kennt und der auch noch keine Referenzen vorweisen kann, an einen großen Verlag mit einer neuen Buchidee heranzutreten.

Ich würde mal sagen deine Chancen sind.. ähem.. bescheiden.

Irgendwie ist dieses Verhalten vonseiten des Verlages ja auch verständlich. Der Verlag trägt ja auch das Risiko, dass dein Buchprojekt ein Flop wird. Außerdem können die Mitarbeiter des Verlages auch nur schwer feststellen, ob du dich in deinem Thema auskennst und ob du dazu in der Lage bist, ein gutes Buch zu schreiben.

Allerdings solltest du dich auch nicht gleich entmutigen lassen, wenn dein Buchprojekt nicht gleich vom ersten Verlag, den du anschreibst, angenommen wird. Selbst das Manuskript zum Buch „Die Vier-Stunden-Woche“ von Tim Ferriss wurde von dutzenden Verlagen abgelehnt, bis sich endlich ein Verlag bereit erklärte, das Buch zu drucken. (Das Buch wurde übrigens ein Millionen-Bestseller)


Grund Nr. 3: Die Provisionen von Verlagen sind mickrig

Rechnen wir uns mal aus, was du so an einem Buch verdienen kannst, wenn du es über einen Verlag veröffentlichst. Bei einem Sachbuch liegt die Beteiligung irgendwo zwischen 5 und 15 Prozent.

Die tatsächliche Höhe ist allerdings von vielen Faktoren abhängig. Zum einen vom Verlag – bekannte Verlage können es sich leisten, etwas weniger an die Autoren weiterzugeben als kleinere, unbekannte.

Dasselbe gilt auch für die Bekanntheit des Autoren / der Autorin. Je bekannter du bist, umso besser ist deine Verhandlungsposition wenn es um´s Honorar geht. Als Neuling in diesem Geschäft bleibt dir meist nichts anderes übrig, als das Angebot des Verlages zu akzeptieren.

Wird das Buch auch gleichzeitig als eBook zum Verkauf angeboten, dann gibt es einiges mehr für die Autoren. Trotzdem entfällt auch da der Löwenanteil auf den Verlag und den Handel. Und das gedruckte Buch ist in unseren Breitengraden schlussendlich immer noch weit beliebter als das eBook.

So. Also sagen wir mal du bekommst als Neuling gleich mal 10 Prozent vom Erlös. Ja von welchem Erlös reden wir hier eigentlich? Von jenem Preis, der auf dem Buch klebt? Leider nicht. Deine Provision wird lediglich vom Nettoerlös berechnet.

Du musst also erst noch die Umsatzsteuer abziehen. In Deutschland beträgt die Umsatzsteuer auf Bücher 7 Prozent – in Österreich 10 Prozent.

Wo ich vorhin eBooks angesprochen habe: Für die gilt leider nicht der ermäßigte Steuersatz. Somit musst du zur Berechnung deines Honorars vom Bruttoerlös 19 (Deutschland) bzw. 20 Prozent (Österreich) abziehen.

Jetzt sagen wir mal dein Buch wird um 20 Euro verkauft. Davon 7 Prozent weg machen 18,6 Euro. Hiervon wird nun dein Honorar von 10 Prozent berechnet. Das macht also pro Buch sage und schreibe 1,86 Euro.

Jetzt rechne dir mal aus, wie viele du im Jahr verkaufen musst, um davon leben zu können…


Grund Nr. 4: Beim Self Publishing bist du auf dich alleine gestellt

Das Self Publishing ist in den letzten Jahren ziemlich beliebt geworden (vor allem wegen Grund Nr. 3). Doch der große Nachteil ist hier, dass du dich um alles selbst kümmern musst.

Das fängt an beim Korrigieren von Rechtschreibfehlern, über Tipps für den inhaltlichen Aufbau, bis hin zur Gestaltung des Covers und den Werbemaßnahmen für das Buch.

Es gibt selten jemanden, der alles gleich gut drauf hat und nirgends professionelle Hilfe braucht (bzw. eigentlich bräuchte). Doch die Inanspruchnahme solcher Hilfe kann ziemlich teuer kommen, was viele natürlich abschreckt.


Grund Nr. 5: Alle Welt lästert gegen das Self Publishing

Es ist schon recht abenteuerlich, was so über das Self Publishing alles geschrieben wird. Die Kritik ist sehr oft unter der Gürtellinie.

Manche vertreten ja die Meinung, dass sowieso jedes Buch, das via Self Publishing auf den Markt kommt, scheiße ist und nur Autoren bei Verlagen gute Bücher veröffentlichen.

Dabei wird meist auf die professionelle Unterstützung des Autors durch den Verlag verwiesen – vor allem auf das Lektorat. (Diese kritischen Stimmen kommen natürlich fast immer von den Verlagen selbst.)

Fakt ist allerdings, dass auch bei den Verlagen die professionelle Unterstützung oft gar nicht so professionell ist und manchmal sogar völlig ausbleibt. Vor allem trifft das bei Autoren zu, die es am nötigsten hätten – gemeint sind die Neulinge unter den Autoren.

Grund ist, dass diese meist nicht wirklich ernst genommen werden (siehe Punkt 2). Die ganzen Kräfte des Verlages werden häufig auf einige wenige Buchtitel gerichtet, die als besonders gewinnträchtig gelten und wo sich die Autoren bereits einen bekannten Namen aufgebaut haben.

Leider überträgt sich diese negative Meinung der Verlage noch dazu auf den einen oder anderen Buchkäufer, der dann lieber zu Büchern aus Verlagen greift als zu selbst verlegten bzw. im Books-on-Demand-Verfahren hergestellten Büchern.


Grund Nr. 6: Beim Bücher schreiben muss ein roter Faden erkennbar sein

Das Bloggen ist im Vergleich zum Schreiben eines Buches geradezu lächerlich einfach. Man hat eine Idee zu einem neuen Artikel, welcher eine hoffentlich klare Aussage hat.

Dann schreibt man so zwischen sagen wir mal 500 und 3.000 Wörter (bei mir kommt das hier und da mal vor, dass ich so viel schreibe 🙂 ). Und das war`s dann auch schon.

Anders bei einem Buch: Da überlegt man sich natürlich auch welche Aussage das Buch haben soll. Doch dann steht man vor dem Problem, dass man alles viel genauer umsetzen muss. Man beleuchtet ein Problem und muss dieses Problem aus vielen Blickwinkeln betrachten bzw. viel detaillierter als in einem Blogbeitrag beleuchten. Und das alles ohne den Leser zu langweilen.

Ein Buch ist etwas viel viel Größeres als ein einzelner Blogartikel. Am ehesten vergleichbar ist das Bücher schreiben vielleicht noch mit dem Veröffentlichen von Artikelserien in Blogs. Doch selbst das Schreiben von Artikelserien ist noch viel leichter. Würde ich meine bisherigen Artikelserien als Buch veröffentlichen, dann müsste ich a) noch einiges daran umschreiben und b) auch noch so manches dazu ergänzen.

Denn selbst beim Veröffentlichen von Artikelserien hat man die Freiheit, nicht immer alles perfekt aufeinander aufbauen zu müssen. Man schreibt mal innerhalb eines bestimmten Themas über einen kleinen Gedanken zu diesem Aspekt, dann mal einen größeren zu jenem und so weiter…

Perfekt aufeinander abgestimmt ist das Ganze also in der Regel nicht. Das ist aber auch kein Problem beim Bloggen.

Beim Bücher schreiben allerdings schon. Soll das Buch richtig gut werden, dann muss alles perfekt aufeinander aufbauen. Eine Ansammlung einzelner Ideen und Gedanken wird im Normalfall vom Leser nicht gern gesehen. Der hat es lieber, wenn das gesamte Buch aus einem Guss ist. Doch versuch das mal mit einem Buch, das sagen wir mal 50.000 Wörter umfasst (was für ein Buch noch nicht mal besonders viel ist). Also einfach ist das nicht..


Grund Nr. 7: Rechtschreibung und Grammatik sind beim Bücher schreiben noch wichtiger als beim Bloggen

Beim Bloggen wird ruhig mal der eine oder andere Fehler hingenommen. Was soll`s. Wenn der Inhalt nützlich ist für die Leser, dann wird oft darüber hinweg gesehen.

Nicht so bei Büchern: Da erwartet sich der Leser, dass die Texte fehlerlos geschrieben sind. Ein einziger schwerer Rechtschreib- oder Grammatikfehler pro Seite kann schon zu viel sein und Ärger beim Leser auslösen.

Dessen musst du dir vor allem dann bewusst sein, wenn du dein Buch nicht über einen Verlag sondern via Self Publishing auf den Markt bringen willst. Dann fehlt nämlich im Normalfall das Lektorat, das solche Fehler noch ausbügeln würde.

Wenn du also ein Buch selbst veröffentlichen willst, dann musst du wirklich sehr gut sein was dein Deutsch betrifft.

Anmerkung: Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, einen Lektor zu beauftragen. Zudem bieten auch etliche Books on Demand Anbieter die Möglichkeit eines Lektorats an. Allerdings kostet dies natürlich etwas. Im Unterschied zur Buchveröffentlichung via Verlag musst du diese Kosten dann selbst tragen, was in weiterer Folge dein Risiko erhöht.


Trotzdem kann es funktionieren, dass du vom Bücher schreiben leben kannst..

Trotz all dieser Gründe bin ich der Meinung, dass man es schaffen kann, sich ein stattliches Einkommen mit dem Schreiben von Büchern und eBooks aufzubauen. Schließlich gibt es Autoren, die dies bereits geschafft haben.

Wie sie das gemacht haben, erfährst du in einem der nächsten Beiträge zur Serie über passives Einkommen. Bleib also dran!

Abonniere doch meine Blogartikel via RSS oder E-Mail (rechts in der Seitenleiste). Dann versäumst du keinen Beitrag mehr 🙂 .


PS:
Eigentlich wollte ich ja einen Beitrag für eine Blogparade auf alles-fliesst.com zum Thema „Die Neuen – Aus- und Weiterbildung in der Buchbranche“ verfassen. Dies vor allem deshalb, weil ich per Mail quasi schon zugesagt habe, dass ich mir dafür was überlege. Doch für dieses Thema bin ich wohl nicht der Richtige. So ist dieser Beitrag als Fortsetzung zu meiner Serie über passives Einkommen entstanden. Vielleicht interessiert euch ja die Blogparade – dann schaut dort doch einfach mal vorbei. Spannend ist das Thema auf jeden Fall.

Foto: aboutpixel.de - Jürgen Treiber
Text: Martin Grünstäudl
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17 Kommentare

Eingeordnet unter Bücher & eBooks schreiben, Passives Einkommen

17 Antworten zu “7 Gründe, warum du vom Bücher schreiben allein nicht leben kannst

  1. Die Gründe zählen bei allen Arten von Büchern 😉

  2. Schöner Artikel!
    In der Tat, um mit dem Verkauf von Büchern finanziell erfolgreich zu sein, muss man entweder eine Person des öffentlichen Interesses sein oder wirklich den „Nerv“ der Leute treffen.

    In meinem Beispiel ist es so, dass ich mit dem Bloggen wesentlich mehr Einnahmen erziele als mit dem Buchverkauf.
    Eine Buchveröffentlichung ist etwas „endgültiges“, während man bei einem Blog jederzeit reagieren oder Fehler rasch korrigieren kann. Im Gegensatz zum Verfassen eines Buches gibt das häufige Feedback bei einem Blog einem Inspiration und Motivation.

    Viele Grüße
    Lars

    • Hallo Lars,

      ja da geb ich dir recht. Beim Bloggen kommt man viel rascher an Feedback (zumindest nach einer Weile, am Anfang ìst´s finde ich auch beim Bloggen schwer an Feedback zu kommen).

      Doch ich sehe das Bücher schreiben auch als eine besondere Herausforderung. Einen umfassenden Gedanken niederzuschreiben und etwas Nützliches für Leser zu schaffen. Dieser Herausforderung werde ich mich diesem Sommer endlich wieder stellen (endlich habe ich die Zeit wieder dafür 🙂 )

      Liebe Grüße
      Martin

  3. Sehr schöner Artikel. Ich beschäftige mich aktuell selbst sehr viel mit dem Veröffentlichen von Büchern (Self Publishing), da ich über kurz oder lang meine Roman-Reihe an den Start bringen werde.

    Gibt viel abzuwägen und ich denke, viele Leute stellen sich die Sache auch viel zu leicht vor: Da schreib ich schnell mal ein Buch und drück auf „Veröffentlichen“, dann kommen die Millionen schon. Ist halt nicht so… Hoffentlich konnte dieser Artikel einigen Leuten die Augen öffnen.

  4. Feli

    Hallo an alle Schreibliebhaber/Innen.
    Ich möchte ein Schreibprojekt starten und freue mich über weitere Teilnehmer. Zur Zeit besteht unsere Gruppe aus 23 Leuten zwischen 12 und 51 Jahren.
    Unser Ziel ist es gemeinsam ein kleines Buch zu schreiben. Abgestimmt wurde bereits: es soll ein Thriller werden und mind. 100 Seiten haben.
    Wer Lust hat mitzumachen (jeder MUSS mid. 10 Seiten beitragen), schreibt mich bitte an.

    LG Feli
    feli.riebensee@web.de

  5. Alexandra Dietz

    Geb ich allen vollkommen Recht. Vom Schreiben kann man nicht Leben. Aber es macht Spass. Ich schreibe selbst. Allerdings kindergeschichten und Tierfabeln. Aber gerade das ist so schön. Da kann man in eine Welt eintauchen und alles um sich herum vergessen. Bin auch in einer Autorengruppe seit über einem Jahr und das macht Spass wie sonst was.
    Dort kann man viel lernen. Lg Alexandra

  6. ich kann vieles dieses Artikels nachvollziehen. Ich habe bereits auch schon ein zwei eBooks geschrieben. Diese sind aber eher Ratgeber an eine sehr kleine Zielgruppe, womit sich die Vermarktung über einen Verlag sicher nicht lohnen wird… jedoch möchte ich anmerken, dass bei Grund 3 die Rechnung %-tual nicht stimmt. 20Euro entsprächen 107% (brutto); der Nettopreis entspricht 100%; damit entfallen etwa 10ct mehr pro Buch ab… naja… jetzt kommts nur noch auf die Anzahl an… Die Rechnung wäre 20*100/107=Nettopreis

  7. Pingback: 7 Gründe, warum du vom Schreiben leben kannst

  8. Pingback: 30 Quellen, die Sie zu einem besseren Self-Publisher machen — Svens Fiction — SF und Kurzgeschichten

  9. Pingback: 30 Quellen, die dich zu einem besseren Selfpublisher machen

  10. Hi Martin,

    guter Artikel, ich glaube auch manchmal, dass viele sich das etwas zu leicht vorstellen. Unmöglich ist es aber sicherlich nicht, letztlich entscheidet sich das wohl daran, wie gut die Strategie des Autors ist. Ich empfehle da immer, sich ein bisschen mit sehr praxisnahen wirtschaftlichen Inhalten auseinander zu setzen, á la:

    Wie betreibe ich effektives Marketing?
    Wie lerne ich meine Zielgrupe wirklich gut kennen?
    Wie kann ich mir ein cleveres Geschäftsmodell aufbauen?
    An welcher Stelle in meinem Produktportfolio stehen die Bücher?
    Welche Funktion hat jedes einzelne Buch in meinem Portfolio?

    Letztlich kommt es aus meiner Sicht dabei raus, dass ein erfolgreicher Autor nicht drumrum kommt, auch zur Hälfte ein fähiger Unternehmer zu sein 🙂

    LG, Nils

  11. Judith Wal

    Hallo!
    Was mir bei Grund #4 fehlt, ist der Hinweis, dass ich mich als self-publisher auch um die ganze umsatzsteuerliche Bürokratie kümmern muss.

    Wenn ich als Österreicherin über ein deutsches (z.B. BoD) oder luxemburgisches Portal (z.B. CreateSpace) ein e-Book herausbringe, muss ich nicht nur ein Gewerbe als Verlegerin anmelden (wenigstens nur ein freies!), sondern auch noch eine UID-Nummer beantragen, Reverse-charge-Rechnungen schreiben und pünktlichst Zentrale Meldungen ans Finanzamt machen. Der Aufwand ist mir für die paar Euro, die dabei herausschauen, viel zu groß. Da hilft es mir auch nichts, dass ich nur Kleinunternehmerin bin – die Regelung gilt nämlich nur für inländische Umsätze. Wenn ich den Vertrieb auch noch selbst übernehme und ins Ausland liefern möchte, muss ich mich zu MOSS (Mini-One-Stop-Shop) anmelden, damit alles seine Richtigkeit hat. Echt nervig!!!

  12. Super Artikel, er verdeutlicht sehr schön den Umfang und die Hürden beim Schreiben eines Buches. Ein eigenes Buch zu schreiben ist verständlicherweise ein großer Traum vieler Menschen mit Begeisterung fürs Schreiben. Den Anspruch zu haben, mit einem Buch (besonders dem ersten) das große Geld zu verdienen, erweist sich leider in den meisten Fällen als nicht realistisch. Das Verhältnis von Aufwand und Gewinn ist einfach zu unrentabel. In Sachen Self-Publishing bin ich zwiegespalten… einerseits finde ich es gut, dass Leute ihre Projekte auf eigene Faust durchziehen wollen und die Abhängigkeit von Verlagen nicht einfach so hinnehmen möchten, andererseits kann ich deine Aussagen zu Rechtschreibfehlern und Grammatikschnitzern aufgrund meiner Erfahrungen im Lektorat nur unterstützen. Viel zu oft wird unterschätzt, wie groß der Schaden sein kann, wenn ein Buch Fehler aufweist. Ein absolutes No-Go für die meisten Leser.

  13. Ich denke, jemand der ein Buch schreibt um damit Geld zu verdienen, ist für mich nicht mit Herzblut dabei. Natürlich ist es nett, wenn man damit Geld verdienen kann und zB auch „Schreiben“ sein Beruf ist. Aber das ist, wie wenn ich vom Supermodel-Job träume. Jeder hat seine Träume und ich finde in der heutigen Zeit mittels Self Publishing als ebooks haben viele Neulinge die Möglichkeit, ihre Werke anderen zur Verfügung zu stellen und daraus ergibt sich dann vielleicht die ein oder andere Möglichkeit.
    Ich zB schreibe für mich selbst und es hat viel Überredungskraft gekostet, dass ich mich überhaupt dazu bereit erkläre meine Werke zu veröffentlichen. Nun bin ich kurz davor eben mittels ebook zu veröffentlichen.
    Deshalb habe ich noch lange nicht meinen Job gekündigt 🙂

  14. Liebe Leute,

    meiner Meinung nach ist es ein völlig falscher Ansatz, ein Buch schreiben zu wollen und dabei immer auf das viele Geld zu schielen, das man damit verdienen möchte. Wenn Sie nach einer Möglichkeit für leicht verdientes Geld suchen, ist ein Buch definitiv der falsche Weg. Interessanterweise geht es hier auch fast nur um die Veröffentlichung, den Eigenverlag, damit verbundene Kosten und Umstände. Das ist durchaus alles ein Argument, trotzdem macht es auf mich den Eindruck, als wäre das Schreiben des Buches selbst, das kleinste Problem weil das ja offenbar jeder kann, der nur einen halbwegs vernünftigen Blogartikel zustande bringt. Aus jahrelanger Erfahrung als Ghostwriter kann ich Ihnen jedoch sagen, dem ist nicht so. Es ist nicht jeder einfach so in der Lage, ein Buch aus dem Ärmel zu schütteln. Ein Buch ist ein sehr großes und auch anspruchsvolles Projekt – wenn man es denn ernst nimmt und nicht den üblichen E-Book-Schrott meint, mit dem so viele Möchtegernautoren nur (digitales) Papier schwärzen, wieder mit dem Hintergedanken, damit leichtes Geld zu verdienen. Das mag etwas zynisch klingen, aber ich liebe nun einmal Bücher und ich finde kein Buch hat es verdient, von irgendeinem Dilettanten als leicht verdientes Geld angesehen zu werden. Das ist es nicht. Wenn Sie wirklich eigene Bücher schreiben möchten, dann sollten Sie um des Schreibens willen schreiben, nicht wegen des Geldes. Schreiben Sie also erst einmal ein vernünftiges Buch (nicht eines, das dann von Freunden lektoriert wird) und machen Sie sich dann Gedanken über einen eventuellen Eigenverlag und den ganzen anderen Quatsch. Wenn Ihr Buch etwas wert ist, also nicht einfach nur wegen des schnellen Geldes hingeschludert, dann werden Sie damit möglicherweise auch einen Verlag finden.

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