Wie dir Psychotherapie dabei helfen kann, dein Selbstvertrauen wieder aufzubauen

Mehr SelbstvertrauenEs herrschen leider immer noch eine Menge Vorurteile in Bezug auf die Psychotherapie. Viele glauben, dass nur stark Depressive bzw. psychisch schwer kranke Personen eine solche Psychotherapie in Anspruch nehmen sollten. Doch das ist völliger Schwachsinn.

Es stimmt natürlich, dass Personen mit schweren psychischen Problemen Hilfe aufsuchen sollten. Doch eine Psychotherapie kann auch bei Unzufriedenheit, depressiven Verstimmungen, Problemen im Sozialverhalten und bei mangelndem Selbstvertrauen helfen. Psychotherapie wirkt oftmals bereichernd und kann die Persönlichkeitsentwicklung stark zum Positiven beeinflussen.

Es gibt sehr viele Arten der Psychotherapie, wie zum Beispiel die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie, sowie kognitive, medikamentöse und humanistische Therapien.


Mein Favorit: humanistische Psychotherapie

Wenn ein Mensch durch die Psychotherapie sein Dasein verbessern will (und beispielsweise sein Selbstvertrauen aufbauen möchte), sind meiner Meinung nach die humanistischen Therapien besonders gut geeignet.

Humanistische Therapien betonen die Fähigkeit des Menschen, sich persönlich weiterentwickeln zu können. Man geht sogar davon aus, dass jede Person die angeborene Tendenz hat, sich in eine positive Richtung zu entwickeln – und zwar mit dem Ziel der persönlichen Selbstverwirklichung.

Therapeuten humanistischer Therapierichtungen helfen dem Klienten, seine Ziele im Leben zu erreichen, selbstbewusster durchs Leben zu gehen und sich selbst zu verwirklichen.


Die Gestalttherapie als ein Beispiel humanistischer Psychotherapie

Ein Beispiel humanistischer Therapien ist die Gestalttherapie, in der man nicht von Patienten spricht, sondern von Klienten. Dies drückt aus, dass Therapeut und Klient auf Augenhöhe sind. Der Psychotherapeut wird als vertrauensvoller Partner gesehen.

Gestalttherapeuten drücken ihren Klienten nicht einen Stempel in Form einer Diagnose auf und leiten uns dazu an, dieses und jenes zu tun (wie wir es uns landläufig vorstellen, wenn wir an Psychotherapie denken).

Ganz und gar nicht: Der Gestalttherapeut versucht, das, was er sieht, hört und spürt, zu beschreiben und dem Klienten rückzumelden.

Einer der ersten Schritte in der Gestalttherapie ist, dass man lernt, sich und die Situation, in der man ist, zu akzeptieren. Gestalttherapie knüpft nämlich an die paradoxe Theorie der Veränderung an: Wir fangen erst dann an, uns zu verändern, wenn wir erkennen und akzeptieren wie wir sind.

Denn: Nur das, was in einem ersten Schritt ohne negative Bewertung aufmerksam betrachtet und erforscht wird, kann sich später auch ändern. Findet hingegen eine negative Bewertung statt, dann fokussiert man sich nur auf das Problem bzw. versucht es zu verdrängen. Eine Veränderung ist somit ausgeschlossen.

In einem weiteren Schritt geht es darum, sich selbst zu verwirklichen.  Laut dem Gestalttherapeuten Arnold R. Beisser geschieht Veränderung dann, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.

Damit bin ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen: Wir spielen ständig Rollen in unserem Leben und versuchen uns ständig zu verstellen und anderen zu gefallen. Dieses Streben führt dazu, dass wir nicht das Leben führen, das wir eigentlich führen möchten. Eine Psychotherapie kann dir dabei helfen, aus diesem Teufelskreis auszubrechen und das nötige Selbstvertrauen aufzubauen, um endlich das zu tun, was du wirklich tun willst im Leben.


Meine eigene Erfahrung mit Psychotherapie

Ich selbst war auch ein paar Monate lang bei einer Psychotherapeutin. Wie ihr euch auf Grund dieses Artikels denken könnt, war die Therapieform die Gestalttherapie.

Kurz gesagt hat mir die Therapie eine Menge gebracht. Ich war zu der Zeit leicht depressiv und unzufrieden mit meinem Leben. Auch um mein Selbstvertrauen war es nicht sehr gut bestellt.

Das geniale an den Sitzungen war, dass man einfach über alles reden und neue Gedanken spinnen konnte, die einem vorher nicht so wirklich bewusst waren. Vor allem war das alles möglich, ohne sich vor jedem Wort zu fragen, ob man das jetzt wirklich über sich preisgeben sollte.

Ich kann es daher nur jedem empfehlen, der mit seinem Leben nicht so ganz zufrieden ist und noch nicht das erreicht hat, was er im Leben erreichen möchte.


P.S.

Dies ist ein Teil der Serie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“. Bis Jahresende veröffentliche ich jede Woche eine neue Übung / Anregung um mehr Selbstvertrauen aufzubauen. Wenn du in Zukunft keinen Teil mehr versäumen möchtest, dann abonniere doch meinen E-Mail-Newsletter bzw. meinen RSS-Feed (beides findest du rechts in der Seitenleiste). Du kannst dich auch jederzeit wieder davon abmelden.

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Übrigens:
Wenn du dein Selbstvertrauen möglichst schnell
und vor allem nachhaltig stärken willst,
dann kann ich dir folgendes Buch empfehlen:

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(Die paar Euro sind gut investiert – nämlich in dich selbst 🙂 )

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Quellen: Gerrig/Zimbardo: Psychologie
         Staemmler: Was ist eigentlich Gestalttherapie?
Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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2 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

2 Antworten zu “Wie dir Psychotherapie dabei helfen kann, dein Selbstvertrauen wieder aufzubauen

  1. Marcel Schönefeld

    Ein Kompliment für den Blog. Viele Grüße

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