Google`s Panda und Penguin – Freund oder Feind?

Google Panda & Penguin

Die meisten Blogs würden ohne Google mehr als die Hälfte ihrer Besucher verlieren. Bei einigen Seiten ist dies sogar deutlich höher. Deshalb fürchten auch viele Blogger, dass Google den eigenen Blog durch periodische Updates (welche sich Panda und Penguin nennen) herabstufen könnte.

Doch muss man sich wirklich davor fürchten? Wann ist man anfällig dafür und was kann man tun, damit man die Wahrscheinlichkeit reduziert, von Google herabgestuft zu werden?

Schließlich ist ja auch der umgekehrte Fall denkbar: Man wird von Google weiter nach vorn gereiht in den Suchergebnissen.

Im Folgenden möchte ich euch meine eigenen Eindrücke zu diesem Thema schildern:

Tipp: Die besten Blogartikel zum Thema Bloggen gibt es jetzt auch in Buchform: Bloggen mit Erfolg

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade von Marcus Krahlisch teil. Er fragt, ob Google Updates fair oder ungerecht sind und ihn interessieren die Maßnahmen, die man ergreifen kann, um nicht herabgestuft zu werden. Wenn du regelmäßig über neue Blogparaden informiert werden willst, dann werde Follower auf Twitter.


Die Idee hinter  Google`s Panda- und Penguin-Updates

Google möchte die Suchergebnisse immer weiter verbessern. Man möchte dadurch sicherstellen, dass der User wirklich die besten Ergebnisse vorfindet und bei den qualitativ hochwertigsten Seiten im Netz landet.

Deshalb basteln die Jungs und Mädels bei Google auch immer wieder an ihrem Suchalgorithmus herum. Manche Webseiten und Blogs im Netz profitieren davon, andere versinken dadurch in der Bedeutungslosigkeit.

Die Google Panda Updates dienen dazu, Webseiten mit guten Inhalten höher zu reihen als Webseiten mit schwachen Inhalten (also Inhalte, die wenig Nutzen für Leser bieten).

Die Google Penguin Updates dienen eher dazu, Spam-Seiten im Netz herabzustufen und womöglich komplett aus dem Index zu streichen.


Die Gefahr hinter Google`s Panda- und Penguin-Updates

Die Gefahr ergibt sich aus dem einfachen Umstand, dass die meisten Webseiten und vor allem Blogs den Löwenanteil ihrer Besucher von Google beziehen.

Mir geht es da nicht viel anders. In meiner letzten Blogstatistik zum 2. Quartal 2013 habe ich euch verraten, dass ich im Juni 64 Prozent meines Traffics von Suchmaschinen bezogen habe – allen voran natürlich Google. In den ersten Tagen im Juli liegt der Anteil sogar bei 69 Prozent (allerdings glücklicherweise nicht, weil die anderen Besucheranteile gesunken sind, sondern weil erneut der Traffic von Google gestiegen ist).

Dieser Umstand ist einerseits erfreulich, andererseits aber auch bedenklich. Was ist, wenn mich Google herabstuft? Dann verliere ich viele Besucher.

Vielerorts argumentiert man ja, dass man eigentlich nichts zu befürchten hat, sofern man guten Content schreibt und auf eine natürliche Linkstruktur achtet.

Ein Beispiel beweist für mich aber irgendwie das Gegenteil…

Ana Hoffman von trafficgenerationcafe.com wurde im letzten Monat massiv herabgestuft, obwohl ich ihre Inhalte mehr als nützlich finde. Ich bin seit einigen Monaten begeisterter Leser ihres Blogs und habe mich über die Herabstufung sehr gewundert.

Traffic Generation Cafe

Bild anklicken um zu vergrößern

Ihre Zahlen verraten, dass sich ihr Suchmaschinentraffic massiv verschlechtert hat. Zwischen 21. April und 22 Mai 2013 kamen noch 29.133 Besucher über Suchmaschinen auf ihren Blog. Im Zeitraum zwischen 23. Mai und 23 Juni 2013 (was derselben Anzahl an Tagen entspricht) lag ihr Suchmaschinentraffic nur mehr bei 12.097 Besuchern. Dies entspricht einem Minus von fast 60 Prozent!!!

Alles in allem zeigt dies, dass Blogger doch allen Grund haben, um sich Sorgen zu machen – noch dazu, wo Google quasi eine monopolartige Stellung hat. Die Konkurrenz um Yahoo, Bing & Co. ist ganz einfach viel zu schwach um Google Paroli bieten zu können.


Was sollte man in Hinblick auf Google`s Panda und Penguin tun?

Nachfolgend habe ich einige Tipps für euch parat, wie man a) eine Herabstufung aufgrund von Panda- und Penguin-Updates vermeiden kann und sich b) unabhängiger von den Launen besagter Suchmaschine macht:

Unterlasse alles, was Google ärgern könnte!

Du solltest unbedingt auf jede Form von Tricks verzichten, um in den Suchergebnissen weiter nach vorne zu kommen.

Außerdem solltest du es nicht mit den Keywords in deinen Texten übertreiben, da dies ebenfalls nicht sehr gut ankommt (und zwar weder bei Google noch bei deinen Besuchern).

Schlussendlich solltest du auch für eine natürliche Linkstruktur sorgen, also keinesfalls Backlinks kaufen, dich nicht in hunderte Webverzeichnisse eintragen, wenn du sonst noch wenige Backlinks hast und generell für Ausgewogenheit sorgen bei deinem Bestreben an Backlinks zu kommen.

Liefere lächerlich guten Content!

Lächerlich guten Content habe ich definiert als Content, der so gut ist, dass dich andere Blogger für dumm halten, weil du so viel Aufwand betreibst und solch nützliche Informationen kostenlos preisgibst.

Genaueres kannst du hier nachlesen: Das Geheimnis der erfolgreichsten Blogger der Welt

Nutze soziale Netzwerke!

Wenn du aufmerksamer Leser hier im Blog bist, dann wird dich dieser Punkt sicherlich wundern. Ich bin nämlich nicht gerade ein großer Anhänger sozialer Netzwerke.

Ich glaube auch immer noch, dass das Wichtigste ist, gute Blogartikel zu schreiben. Erst in einem zweiten Schritt solltest du an die Vermarktung gehen.

Trotzdem: Aufgrund dieser Panda- und Penguin-Updates frage ich mich in letzter Zeit verstärkt, ob ich nicht einen Fehler mache, wenn ich auf die sozialen Netzwerke verzichte. Links von sozialen Netzwerken sorgen nämlich ebenso dafür, dass dich Google weiter nach vorne reiht.

Zudem liefern soziale Netzwerke auch direkt Traffic für deinen Blog – was dich etwas unabhängiger macht gegenüber besagten Updates.

In meinem Beitrag „Was i-c-h alles tun werde, um meinen Blog zu verbessern“ bin ich daher letzte Woche zu dem Entschluss gelangt, mich demnächst zumindest mal mit Google+ zu beschäftigen.

Übrigens: Mit genanntem Beitrag habe ich an meiner eigenen Blogparade „Was kann ich tun, damit mein Blog erfolgreicher wird?“ teilgenommen. Besagte Blogparade läuft noch bis 19. Juli 2013. Nimm doch auch daran teil 😉

Nutze Aktionen wie zum Beispiel Blogparaden!

Backlinks sind nicht nur deshalb gut, weil du dadurch in den Suchergebnissen von Google nach vorne gereiht wirst. Was viele zunehmend vergessen, ist, dass über solche Links auch direkt Besucher auf deinen Blog gelangen.

Eine mögliche Aktion mit sehr viel Potential wäre, selbst eine Blogparade zu veranstalten bzw. zumindest an welchen teilzunehmen. (Hier sind 7 Gründe für eine Teilnahme: Warum an Blogparaden teilnehmen?)

Erhöhe die Zahl deiner Abonnenten!

Je mehr Direktzugriffe du hast, umso weniger hoch ist deine Abhängigkeit von Google.

Doch darüber, wie man zu mehr Abonnenten kommt, könnte man wahrscheinlich ein ganzes Buch befüllen. Hier nur kurz ein paar Tipps:

  • Bleib fokussiert: Schreibe nicht über 1.000 verschiedene Themen in deinem Blog, sondern konzentriere dich auf eine bestimmte Nische. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass mehr Besucher deinen Blog abonnieren.
  • Positioniere deinen RSS-Feed an prominenter Stelle in deinem Blog.
  • Biete einen Newsletter an: Besonders empfehlenswert ist es, einen Gratis-Download für die Anmeldung zum Newsletter anzubieten (etwas, das ich auch noch umsetzen werde).
  • Schreibe lächerlich guten Content (siehe oben).
  • Weise deine Leser darauf hin, dass sie deinen Blog abonnieren sollen (zum Beispiel am Ende deiner Blogbeiträge).


Du willst noch mehr Tipps für erfolgreiches Bloggen?

Dann empfehle ich dir folgende zwei Schritte:

  • Lies die anderen Beiträge zum Thema hier im Blog
  • Abonniere diesen Blog via RSS oder E-Mail

Foto: Alexander Klaus / pixelio.de
Text: Martin Grünstäudl
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6 Kommentare

Eingeordnet unter Erfolgreich Bloggen

6 Antworten zu “Google`s Panda und Penguin – Freund oder Feind?

  1. Ana Hoffman

    I don’t understand much, but thanks for the shout!

  2. Ich schließe mich Ana Hoffman an 🙂 Nein im Ernst, ich finde Panda und Pinguin spielen echten Bloggern immer in die Karten. Nach den großen Updates 2013 sind meine Blogs weiter im Ranking nach vorne gerutscht weil überoptimierte SEO-0-Mehrwertseiten vor mir rausgeflogen sind. „Unterlasse alles, was Google ärgern könnte!“ Hier möchte ich widersprechen. Ich finde man sollte immer für die Leser schreiben/agieren und nicht für Google, denn Google ist nicht das Internet. Die Webmasterrichtlinien von denen haben mich noch nie interessiert (nie gelesen) und trotzdem noch nie Probleme gehabt. Dagegen sehr wichtig ist, wie du schon schreibst, Stammleser aufzubauen die einen weiterempfehlen und unabhängig von Suchmaschinen sind.

    • Hallo Vroni,

      vielen Dank für deinen Kommentar 🙂

      Dann sind wir beim Punkt „Unterlassse alles, was Google ärgern könnte!“ doch eh einer Meinung. Ich finde auch, dass man Blogposts in erster Linie für Leser schreiben sollte. Das wünscht sich auch Google. Ich wollte da eher auf diese grässlichen Texte mit großer Keyworddichte, exzessiven Linkkauf und dergleichen hinweisen.

      Liebe Grüße
      Martin

  3. Auch in Zukunft wird sich Google besser auf die „Linkräuber“ einstellen, die ihre Seiten und Blogs über-optimieren.
    Da ist es wirklich wichtig, wie du es richtig bemerkt hast, „lächerlich guten Content“ zu liefern. Ich nenne das qualitativ hochwertigen Content. Ist aber eigentlich dasselbe gemeint.

    In Zukunft wird das Ranking sicher von mehr als von Linksstrukturen abhängen. Verlinkung zu themenähnlichen oder themenrelevanten Blogbeiträgen sind sehr entscheidend. Allerdings auch nur dann, wenn deine Kommentare authentisch und mit den passenden Begriffen geschrieben werden.

    Content is King und wird sich auf lange Sicht durchsetzen. Hochwertige Blogs, die wirklich Mehrwert für den Leser bieten, werden eher von den Suchmaschinen „gerankt“, als reine SEO Platformen.

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