Wie du negative Gedanken wieder los wirst

Mehr SelbstvertrauenTagtäglich hören wir eine innere Stimme, die zu uns redet. Diese Stimme ist unser innerer Kritiker, mit dem wir die meiste Zeit des Tages in einen Monolog verstrickt sind. Das ist auch weiter kein Problem, da uns unser innerer Kritiker auch dabei hilft, Gefahren und Schmerzen zu vermeiden und Entscheidungen zu treffen.

Ein Problem wird diese Stimme erst dann, wenn sie Tag für Tag größtenteils negative Gedanken für uns bereithält. Das schwächt nämlich unser Selbstvertrauen. Und dies solltest du auf jeden Fall verhindern!

Wenn du die bisherigen Übungen der Artikelserie für mehr Selbstvertrauen gemacht hast, dann dürften die negativen Gedanken bereits weniger geworden sein. Doch dann und wann werden sie immer mal wieder auftauchen. Die Frage ist nun, wie du mit diesen negativen Gedanken umgehst.

Ich stelle dir deshalb 5 Schritte vor, um deine negativen Gedanken zu hinterfragen, sie Schritt für Schritt aufzulösen und somit ein Stück weg dein Selbstvertrauen wieder aufzubauen.


Schritt 1: Führe eine Strichliste über negative Gedanken

Achte mal ein paar Tage lang darauf, ob dir wieder negative Gedanken in den Sinn kommen. Jedes Mal, wenn das passieren sollte, dann notiere dies kurz in einem Notizbüchlein. Wenn es möglich ist, könntest du gleich auch notieren, welche Gedanken dies waren (denn dann hättest du gleichzeitig auch Schritt Nr. 2 erfüllt).

Das ist aber zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt notwendig. Es genügt, wenn du mal ein paar Tage aufmerksam durch`s Leben gehst und eine einfache Strichliste über negative Gedanken führst. Das allein wird bereits dazu führen, dass dir dein innerer Kritiker dann und wann ein bisschen lächerlich vorkommt und du somit seine Objektivität ein Stück weg in Frage stellst.


Schritt 2: Notiere die wichtigsten negativen Gedanken

Wenn du das nicht schon gleichzeitig mit Schritt Nr. 1 gemacht hast, dann solltest du einmal am Tag die wichtigsten negativen Gedanken der letzten 24 Stunden aufschreiben.

Wenn du dich nur mehr an ein oder zwei erinnern kannst, dann ist das auch ok. Es sollen ja nur die wichtigsten sein, mit denen du dich beschäftigst. Und das sind für gewöhnlich genau die, die dir spontan einfallen.


Schritt 3: Mach dich lustig über deinen inneren Kritiker

Am Abend kannst du dann nachzählen, wie viele negative Gedanken du während des Tages hattest und dich ein wenig lustig machen über deinen inneren Kritiker.

Du kennst sicher Personen, die dir ständig was vorjammern, von wegen sie haben ja so viel zu tun und sind sooo im Stress. Meist sind das genau die Personen, die nicht wirklich viel zu tun haben. Sie möchten aber, dass sie vom Umfeld als jemand betrachtet werden, der/die viel zu tun hat, überall gebraucht wird und recht fleißig ist.

Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber ich muss über solche Personen meist schmunzeln. Und genau so solltest du auch über deinen inneren Kritiker denken. Stelle dir deinen inneren Kritiker als eine Person vor, die man einfach nicht ernst nehmen kann – die man einfach nur bemitleidenswert findet.


Schritt 4: Ergründe die Motive deines inneren Kritikers

Nun hast du die wichtigsten negativen Gedanken notiert und sie vor dir schwarz auf weiß stehen. Frage dich nun, was dein innerer Kritiker mit diesen Gedanken bezweckt. Was will er dir damit sagen?

Womöglich möchte dein innerer Kritiker versuchen, so weiter zu leben, wie es dir deine Eltern bzw. dein sonstiges Umfeld als Kind vorgemacht haben.

Vielleicht vergleicht sich dein innerer Kritiker immer mit anderen,  um sich irgendwann mal überlegen fühlen zu können (siehe die letzte Übung zur Serie: Hör auf, dich ständig mit anderen zu vergleichen!)

Es gibt sicherlich unzählige mögliche Gründe, aber zu diesem Zeitpunkt vermutest du wahrscheinlich ohnehin schon, was die Hauptgründe dafür sind, weshalb sich dein innerer Kritiker immer wieder negativ zu Wort meldet.


Schritt 5: Liefere deinem inneren Kritiker Gegenargumente

Nun ist es an der Zeit, stichhaltige Gegenargumente zu liefern, damit dein innerer Kritiker endlich damit aufhört, dir negative Gedanken zu bescheren und somit dein Selbstvertrauen zu untergraben.

Am besten funktioniert das, indem du deinen Kritiker an die mit diesen Gedanken verbundenen Kosten erinnerst.

Erstelle also am besten eine Liste mit allen Kosten, die entstehen, wenn du weiterhin negativ über dich denkst.

Beim Erstellen dieser Liste könntest du dich an den 5 Säulen der Identität orientieren. Notiere dir also die möglichen Kosten durch negative Gedanken in folgenden Bereichen:

  • Gesundheit, Körper und Psyche
  • Freunde, Lebenspartner und weitere soziale Beziehungen
  • Arbeit, Status und Leistung
  • Materieller Besitz und Einkommen
  • Persönliche Werte

Das wird deinem Unterbewusstsein zeigen, dass es besser damit aufhören sollte, dein Selbstvertrauen mit negativen Gedanken zu vergiften. Auf diese Weise wirst du sie irgendwann auch los 🙂 .


P.S.

Dies ist ein Beitrag zur Serie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“ (hier klicken). Um keinen Teil dieser Serie zu versäumen, kannst du gerne meinen RSS-Feed bzw. meinen E-Mail-Newsletter abonnieren (rechts in der Seitenleiste). Damit stärkst du garantiert dein Selbstvertrauen 😉

——————————
Übrigens:
Wenn du dein Selbstvertrauen möglichst schnell
und vor allem nachhaltig stärken willst,
dann kann ich dir folgendes Buch empfehlen:

Buch Selbstvertrauen

Zum Öffnen bitte Bild anklicken

(Die paar Euro sind gut investiert – nämlich in dich selbst 🙂 )

——————————

 
Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

Eine Antwort zu “Wie du negative Gedanken wieder los wirst

  1. Sabine

    Hallo Martin!

    Eine Strichliste zu führen ist wirklich eine nette Idee. Das werd ich ausprobieren! Vor allem weil man dadurch schön Abstand zum Problem gewinnen kann

    LG Sabine

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s