Übung Nr. 26 für mehr Selbstvertrauen: Innehalten und das Bewusstsein stärken…

Mehr SelbstvertrauenIn Übung Nr. 12 zur Stärkung des Selbstvertrauens ging es bereits darum, deine Gefühle und Gedanken wahrzunehmen. Die heutige Übung handelt ebenfalls davon.

Allerdings solltest du dich nicht wie damals an einen ruhigen Ort zurückziehen, wo du ganz für dich allein bist. Nein. Worum es heute geht, ist, bei ganz gewöhnlichen Tätigkeiten im Alltag einfach mal innezuhalten und sich ganz auf sich und die eigenen Gefühle und Gedanken zu konzentrieren.

Diese Übung kannst du ruhig 2, 3 Mal oder auch öfter am Tag wiederholen und in den Alltag einbauen. Du kannst die Übung in den unterschiedlichsten Situationen durchführen.

Zum Beispiel könntest du gleich in der Früh nach dem Aufstehen innehalten und dir deine Gefühle und Gedanken ins Bewusstsein rufen. Weitere Möglichkeiten wären der Weg zur Arbeit, im Büro während der Kaffeepause, in der Mittagspause oder einfach, wenn mal nicht so viel zu tun ist zwischendurch. Vielleicht auch gerade, weil soviel zu tun ist zwischendurch? Auch das kann das Bewusstsein deiner selbst enorm stärken.

Um dir deine Gefühle und Gedanken ins Bewusstsein zu rufen, solltest du deine Aufmerksamkeit für einen kurzen Moment voll nach innen richten. Du musst also die Tätigkeit, der du gerade nachgehst, für einen Moment unterbrechen. Für einen kurzen Augenblick bist du nicht mehr eine handelnde, sondern eine beobachtende Person.

Halte ein paar Mal am Tag für ein paar Sekunden inne, unterbrich die Tätigkeit, der du nachgehst und frage dich, was du gerade fühlst. Welche Gedanken gingen dir gerade durch den Kopf?

Zu deinen Gefühlen gehört auch dein körperliches Empfinden. Wie geht es dir körperlich im Moment? Bist du womöglich verspannt?

In einem ersten Schritt solltest du einfach nur wahrnehmen. Allein durch das Wahrnehmen und Akzeptieren von zum Beispiel Nervosität wird dieses Gefühl bereits ein wenig abgeschwächt.

Sobald du im Erkennen und klarem Benennen können von Gefühlen etwas Übung entwickelt hast, kannst du einen Schritt weitergehen und anfangen, schlechte Gefühle und Verspannungen zu hinterfragen.

Wenn du beim Innehalten feststellst, dass du etwas nervös und vielleicht verspannt bist, dann frage dich, was der Grund dafür ist. Warum fühle ich mich derzeit nervös? Was fehlt meinem Körper, damit er sich wohl fühlt? Was könnte ich unternehmen, damit es mir besser geht?

Ich weiß, diese Übung hört sich nach nichts Besonderem an, aber es ist ungeheuer nützlich, wenn man über seine Gefühle in unterschiedlichsten Situationen Bescheid weiß. Erst wenn man das Bewusstsein für seine Gefühle stärkt, hat man die Möglichkeit, sie zu beeinflussen und nicht einfach nur Sklave von ihnen zu sein.

Emotionen und Gefühle können nämlich ungeheuer nützlich sein, indem sie uns beispielsweise vor Gefahren schützen, uns zu Handlungen motivieren und uns zu unseren Zielen leiten. Zudem haben wir die Möglichkeit, durch unsere Gedanken schlechte Gefühle zu mildern und so auch unser Selbstvertrauen zu stärken. Dies alles funktioniert jedoch nur, wenn wir unsere Gefühle klar benennen können.

Es lohnt sich also wirklich, einfach mal innezuhalten und sein Bewusstsein zu stärken!


P.S.

Dies ist ein Beitrag zur Serie 50 Übungen für mehr Selbstvertrauen. Wenn dir die Serie gefällt und du keinen Beitrag mehr versäumen willst, dann abonniere doch meinen Blog per RSS oder E-Mail (rechts in der Seitenleiste).

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Foto: smilies.4-user.de
Text: Martin Grünstäudl
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4 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

4 Antworten zu “Übung Nr. 26 für mehr Selbstvertrauen: Innehalten und das Bewusstsein stärken…

  1. Angelika

    Was für ein Zufall! Ich lese grade das Buch Emotionale Intelligenz von Anja von Kanitz.. Teil 2 des Buches enthält Übungen um Gefühlen auf die Spur zu kommen und zu regulieren. Genau in diesem Moment schreibst du auch darüber.. Ein Wink mich näher damit zu beschäftigen? hmmm 😉

    • Hallo Angelika,

      ja das Buch hab ich auch gelesen. Da sind einige sehr schöne Übungen drinnen, die ich jedem ans Herz legen würde. Wirklich ein sehr schönes Buch und eine super Ergänzung zum Standardwerk über emotionale Intelligenz von Daniel Goleman. Beide Bücher wollte ich hier im Blog bereits vorstellen. Aber irgendwie hab ich ständig hundert Ideen gleichzeitig für neue Blogposts.. 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

  2. In diesem Zusammenhang ist mir spontan die One Moment Meditation eingefallen die mir in vielen Situation sehr gut hilft: http://youtu.be/tfetFVePqWo Oder auch einfach ein tiefes Ein- und Ausatmen. 🙂 Kann Wunder bewirken.

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