Sollte man im Sommer eine Blogpause machen?

BlogpauseDie letzten Wochen über habe ich mir genau diese eine Frage gestellt: Sollte ich im Sommer eine Blogpause machen oder lieber munter weiterbloggen wie sonst auch?

Ich werde dir im Folgenden mal einige Vor- und Nachteile bezüglich Blogpause im Sommer vorstellen und dann darauf eingehen, wie ich selbst das Bloggen während der Sommermonate handhabe:

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Die Nachteile einer Blogpause im Sommer

Wir Blogger kennen das wahrscheinlich fast alle: Im Sommer geht der Traffic zurück, die Leser unserer Blogs sind etwas weniger bereit dazu, an bestimmten Aktionen wie zum Beispiel an Blogparaden und Gewinnspielen teilzunehmen. Und zu allem Überdruss sinkt auch die Neigung, Kommentare im Blog zu hinterlassen und Beiträge im Social Web zu teilen.

Aufgrund dessen würde wohl einiges dafür sprechen, im Sommer eine Blogpause einzulegen. Doch hat dies auch seine Nachteile:

  • Durch Inaktivität wird der Traffic noch weiter zurückgehen. Dadurch, dass du nicht bloggst, haben deine Feed- und Newsletterabonnenten keinen Grund, deinen Blog im Sommer zu besuchen.
  • Wenn du keine neuen Artikel veröffentlichst, dann bekommst du auch weniger Backlinks. Am häufigsten im Social Web und auch durch andere Blogs werden Artikel geteilt, die gerade frisch veröffentlicht wurden. Wenn du keine frischen Artikel veröffentlichst, dann bekommst du somit auch keine neuen Backlinks.
  • Jeder neue Artikel hat das Potential langfristigen Traffic von Google und anderen Suchmaschinen zu bekommen. Je mehr Artikel du schreibst, desto höher wird tendenziell dein langfristiger Traffic ausfallen.
  • Manche Leser – vor allem jene, die dich erst kürzlich abonniert haben – könnten dich nach einigen Wochen wieder vergessen. Vor allem wenn du ganze zwei Monate überhaupt nicht bloggen solltest, ist die Gefahr groß, dass sich Leser ihre Informationen von anderen Blogs holen, die ein ähnliches oder gleiches Thema wie du behandeln.
  • Google liebt Blogs, die regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Eine Blogpause nur im Sommer wird deine Googlerankings zwar nicht sonderlich beeinflussen denke ich. Wenn du das aber mehrmals im Jahr machst, dann könnte sich dies durchaus auswirken.
  • Auch Leser lieben Blogs, die regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Oftmals werden Blogs bevorzugt, wo man sich darauf verlassen kann, dass jede Woche neue Artikel erscheinen – auch im Sommer.


Die Vorteile einer Blogpause im Sommer

Eine Blogpause im Sommer birgt aber nicht nur Nachteile in sich. Es gibt durchaus auch Vorteile, die man erwähnen sollte:

  • Wie gesagt, kommentieren Leser im Sommer tendenziell weniger häufig als sonst. Jene, die kommentieren möchten, tun dies also womöglich bei älteren Artikeln, die dadurch eine Aufwertung erfahren. In diesem Hinblick wäre es vielleicht auch eine gute Strategie, nicht ganz auf das Bloggen zu verzichten, sondern ganz einfach weniger Beiträge während der Sommermonate zu veröffentlichen. Dann würden sich die Kommentare auf weniger Blogartikel verteilen und es würde der Eindruck von mehr Leseraktivität entstehen. Im Sinne des Social Proofs nicht verkehrt finde ich 😉
  • Gerade wenn die Temperaturen besonders hoch sind, ist man nicht so leistungsfähig wie sonst. Wenn man neben dem Bloggen also noch andere Dinge zu erledigen hat – beispielsweise seinem Job im Sommer genauso konzentriert wie im Winter nachzugehen – dann kann es sein, dass die Beiträge nicht dieselbe Qualität aufweisen wie sonst. Meiner Meinung nach ist es besser, lieber keine neuen Artikel zu schreiben als schlechte Artikel.
  • Du kannst dich etwas erholen und dann im Herbst umso motivierter ans Werk gehen. Dann hast du auch Zeit, mal näher darüber nachzudenken, welche Blogartikel du in Zukunft schreiben willst und ob die Ausrichtung deines Blogs noch stimmt. Oft erkennen wir nicht, dass wir etwas an unserem Blog ändern sollten, weil wir im täglichen Schreiben gefangen sind. Vielleicht ist es deshalb im Sommer mal an der Zeit, eine Blogpause einzulegen und sich zu überlegen, über was genau man in Zukunft schreiben soll – welche Themen und Blogartikel also den vermeintlich größten Nutzen versprechen.


Wie ich es handhabe..

Bislang konnte auf 1001erfolgsgeheimnisse.com keine Rede sein von einer Blogpause. Im Juli habe ich insgesamt 18 Blogartikel veröffentlicht. Somit war der Juli mein bisher zweitfleißigster Monat (im Februar habe ich einen Blogartikel mehr veröffentlicht).

Es laufen sogar derzeit zwei Blogparaden hier im Blog, nämlich

Meine Tipps für mehr Kommentare (bis 26. August)

und

Meine Tipps für mehr Selbstmotivation (bis 6. September).

Von einer zweimonatigen Blogpause halte ich deshalb nicht sehr viel – vor allem bei einem noch jungen Blog.

Eine Blogpause, die nur ein paar Wochen dauert, sollte meiner Meinung nach aber auf jeden Fall möglich sein. Ich werde daher die nächsten drei Wochen eine solche Blogpause einlegen. Bis Ende August werde ich somit keinen neuen Blogartikel veröffentlichen.

Anfang September melde ich mich frisch gestärkt und sicherlich voll motiviert wieder zurück 😉

Ich fühle ganz einfach, dass es an der Zeit ist, mir eine kleine Pause zu gönnen und meine Energiespeicher wieder aufzufüllen. Ich möchte nicht einfach irgendwelche Artikel hier im Blog ohne großen Mehrwert veröffentlichen, nur damit ich ja regelmäßig blogge. Ich möchte gute und für Leser möglichst nützliche Blogartikel posten. Somit wird es mal Zeit für eine kleine Blogpause.

Drei Wochen Pause sind meiner Ansicht nach auch nicht so viel, dass die oben genannten Nachteile groß schlagend werden. Über eine zweimonatige Pause würde ich mich allerdings nicht drüber trauen.


Was hältst du von einer Blogpause im Sommer?

Marcus Krahlisch veranstaltet zurzeit eine Blogparade mit dem Titel „Wie nutzt du das Sommerloch für deinen Blog?“. Teilnehmen kannst du noch bis 30. August 2013.


P.S.

Hier auf 1001erfolgsgeheimnisse.com sind bereits über 100 Blogartikel erschienen. Nur weil ich also die nächsten drei Wochen nichts Neues veröffentliche, heißt das nicht, dass es nichts zu Lesen gibt 😉

Ich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn du bei meinen Blogparaden, die ich vorhin vorgestellt habe, mitmachst. Ich bin nämlich schon sehr gespannt auf weitere Tipps, die ich dann ab September umsetzen kann 🙂


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: Juergen Jotzo / pixelio.de

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7 Kommentare

Eingeordnet unter Erfolgreich Bloggen, Persönliches

7 Antworten zu “Sollte man im Sommer eine Blogpause machen?

  1. Hi Martin,
    ich halte von einer Blogpause ebenso wenig wie du und man sollte vielleicht auch im Hochsommer versuchen, mehrmals die Woche Artikel zu publizieren. Es fällt einem nicht leicht, wenn drin 30° herrschen, aber versuchen kann man es auf jeden Fall. Ich lege spontan Blogpausen ein oder wenn es nicht anders geht. Daher verzichte ich im Sommer auf solche Pausen und möchte lieber weiterhn fleissig bloggen.

  2. Immer wieder schön deine Artikel zu lesen. Ich gönne mir auch immer mal wieder eine Pause. Man muss halt kreativ bleiben. Ich habe auch deine neue Blogparade gesehen – das Thema hört sich sehr interessant an – ich denke das ich wieder dabei bin. LG Marcus

  3. Als Blogger muss man auch Urlaub machen und von der Arbeit abschalten können. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass anschließend wieder mehr Motivation und Ideen vorhanden sind.

    Sofern man regelmäßig bloggt, finde ich einen Monat oder mehr ohne neue Artikel schon eine ziemlich lange Zeit. In Vorbereitung auf die Urlaubszeit lassen sich zum Beispiel zeitunkritische Themen vorschreiben, die zeitgesteuert veröffentlicht werden.

    Vor kurzem hatte ich bei mir für zehn Tage keinen neuen Artikel veröffentlicht, aber in dieser Zeit keinen Einbruch beim Traffic feststellen können. Wer viele eher zeitlose Themen behandelt, die selbst nach vielen Monaten oder einigen Jahren noch interessant sind, baut somit einen regelmäßigen Besucherstrom auf, der auch für eine Zeit ohne neue Artikel kaum nachlässt.

    VG und schönen Urlaub!
    Lars

  4. Hallo!

    Vielen Dank für eure Kommentare 🙂

    Ich spür einfach, dass ich mal eine kleine Pause brauche, da ich mich die letzten Monate doch recht intensiv mit dem Blog hier beschäftigt habe.

    @Marcus: Würde mich freuen, wenn du wieder mit dabei wärst. Da könnt ich selbst auch manchmal noch den einen oder anderen Tipp gebrauchen 🙂

    Liebe Grüße
    Martin

  5. Locker Weiterbloggen!

    Der Sommer in München ist schön und wirft auch einige Themen fürs Stadtteilblog ab (siehe http://maxvorstadtblog.de ). Trotzdem wäre Anfang August beinahe das Sommerloch ausgebrochen, aber der soziale Druck der IronBlogger hat das gerade noch verhindert 🙂

  6. Gerade weil im Sommer viele Menschen Urlaub machen bin ich auch der Ansicht, dass eine komplette Pause im Sommer keine sehr gute Idee ist. Einige Menschen machen natürlich auch Urlaub und wollen nichts vom Internet wissen aber es gibt nicht nur die andere Seite ich finde auch, dass es schöner aussieht und besser wirkt, wenn es keine so große Unterbrechung gibt.

  7. Hallo Martin,

    das ist eine sehr interessante und auch wichtige Frage, die du dir da stellst. Ich glaube tatsächlich, dass man es immer von seiner persönlichen Situation abhängig machen muss, ob man sich eine Blogpause „erlaubt“ oder nicht. Ich hatte dieses Jahr eigentlich vor, jetzt im August, wenn ich so oder so im Urlaub bin, auch meinen Blog ein wenig ruhen zu lassen. Da ich aber schon fast den ganzen Juli aufgrund verschiedener anderweitiger Verpflichtungen gezwungenermaßen eine Pause gemacht habe, habe ich mich spontan dazu entschlossen, auch aus dem Urlaub heraus weiter zu bloggen (auch deswegen, weil das Bloggen für mich keine anstrengende Sache ist, sondern eher Entspannung in sich :-)). Volle zwei Monate Blogpause wären auch viel zu lange gewesen 😉

    LG
    Matija

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