So wirst du schlechte Gewohnheiten los

Mehr SelbstvertrauenIm Prinzip sind Gewohnheiten ja eine feine Sache. Denn stell dir mal vor, du müsstest von jetzt an alles bewusst entscheiden – inklusive atmen, das Setzen eines Fußes vor den anderen beim Gehen, der Griff zur Türklinke etc..

Unvorstellbar, nicht wahr? Und genau deshalb gibt es Gewohnheiten. Sie befähigen unser Gehirn, eine Menge Energie zu sparen. Das Gehirn sucht nämlich ständig nach Möglichkeiten, um nur ja nicht zu viel Energie zu verbrauchen. Würde unser Gehirn das nicht machen, dann würde es uns bereits schwerfallen, die einfachsten Dinge zu verrichten. Wir wären dann nicht mehr in der Lage, kompliziertere Dinge zu unternehmen und uns weiterzuentwickeln.

Gewohnheiten sind also durchaus wichtig. Umgekehrt haben sie allerdings eine große Macht, die sich negativ auswirken könnte. Es gibt nämlich nicht nur gute Gewohnheiten, sondern auch schlechte. Es ist für unser Gehirn leider genauso einfach, sich negative Gewohnheiten anzugewöhnen wie gute.

Doch schlechte Gewohnheiten führen dazu, dass wir oftmals auf der Stelle treten und unfähig werden, auch nur die einfachsten Ziele im Leben zu erreichen. Zudem nagen schlechte Gewohnheiten mit der Zeit auch stark an unserem Selbstvertrauen. Vor allem, wenn du dir immer wieder Ziele setzt und diese aufgrund schlechter Gewohnheiten nicht und nicht erreichst, wirkt sich dies negativ auf unser Selbstvertrauen aus.

Dies alles führt zu einem Teufelskreis: Wenn dein Selbstvertrauen immer schlechter wird, dann traust du dir immer weniger zu. Dies führt dazu, dass es noch schwieriger wird, schlechte Gewohnheiten los zu werden.

Die Frage, die sich nun stellt, lautet also:

Wie kann man schlechte Gewohnheiten loswerden und damit dem Teufelskreis entrinnen?


So wirst du schlechte Gewohnheiten los

In meinem Beitrag am Montag habe ich dir bereits verraten, dass es verdammt schwer ist, sich kontinuierlich zum Positiven hin zu verändern. Der Hauptgrund dafür ist, dass wir Menschen allesamt Freude empfinden und Schmerz vermeiden wollen. Das Blöde dabei ist, dass der nahe kleine Schmerz und die nahe kleine Freude uns meist wichtiger sind als der weit entfernte große Schmerz beziehungsweise die weit in der Zukunft liegende große Freude.

Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Veränderung möglich ist. Es ist auch möglich, nach und nach seine schlechten Gewohnheiten los zu werden. Wie das geht, möchte ich dir nun verraten:

Schritt 1: Konzentriere dich auf die wichtigsten Gewohnheiten

Notiere dir als erstes all deine Gewohnheiten, die du ändern möchtest. Da du nicht alle deine Ziele auf einmal verfolgen solltest (siehe auch mein Artikel 3 Tipps, um alle Ziele im Leben zu erreichen), wäre es wohl auch angebracht, mit deinen Gewohnheiten genauso zu verfahren. Konzentriere dich also nur auf jene schlechten Gewohnheiten, die deinem wichtigsten Ziel gerade im Weg stehen. All die anderen Gewohnheiten kannst du später noch in Angriff nehmen.

Mach das Ganze wie immer schriftlich. Notier dir alle Gewohnheiten, die dich am meisten stören und dich vom Erfolg abhalten.

Schritt 2: Mach dir die Konsequenzen einer Beibehaltung bewusst

Als nächstes wird es Zeit, dass du dir klar machst, was die Beibehaltung deiner schlechten Gewohnheiten für dein weiteres Leben bedeuten würde.

Was hat die Beibehaltung für Konsequenzen? Welche Ziele wirst du dadurch nicht erreichen? Zu welchen Misserfolgen würde dies führen?

Was empfindest du bei der Vorstellung, dass du deine Ziele nicht erreichst und dein weiteres Leben von einer Reihe von Misserfolgen überschattet ist – nur, weil du an deinen schlechten Gewohnheiten weiterhin festhältst?

Ist diese Vorstellung schon Grund genug um etwas zu verändern?

Notiere deine Gedanken zu all diesen Fragen ebenfalls wieder schriftlich.

Schritt 3: Sorge für schlechte Gefühle

Nun mag es zwar sein, dass allein dieses Hinterfragen bereits dazu führt, dass du deine schlechten Gewohnheiten aufgibst. Meist müssen wir uns allerdings stärker anstrengen um etwas zu verändern. Denn schließlich haben sich diese Gewohnheiten auch über viele Jahre hindurch etabliert.

Deshalb solltest du dir nun bei jedem Mal, wo du in eine alte Gewohnheit verfällst, in Erinnerung rufen, was dies für deinen zukünftigen Erfolg im Leben bedeutet. Nimm bei jedem Mal, wo du in die alte Routine verfällst, deine Notizen aus den ersten beiden Schritten zur Hand und lies sie durch. Dies sollte schlechte Gefühle in dir auslösen.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du immer mehr diese schlechten Gefühle mit der Ausführung der Gewohnheit verbindest und mit der Zeit wie von selbst damit aufhörst. Du gewöhnst dir deine Handlungen somit durch Bestrafung ab.

Schritt 4: Etabliere gute Gewohnheiten

Um wirklich langfristig mit schlechten Gewohnheiten Schluss zu machen, solltest du an ihrer Stelle gute Gewohnheiten etablieren. Wie das geht, verrate ich dir nächste Woche. Eines vorweg: Statt auf Bestrafungen solltest du dann lieber auf Belohnungen setzen!

Update: Hier erfährst du, wie man neue Gewohnheiten entwickeln kann.


P.S.

Dies ist ein Beitrag im Rahmen der Artikelserie zur Stärkung des Selbstvertrauens. Wenn dir die Serie gefällt, dann abonniere doch meinen Blog per RSS oder E-Mail 🙂

——————————
Übrigens:
Wenn du dein Selbstvertrauen möglichst schnell
und vor allem nachhaltig stärken willst,
dann kann ich dir folgendes Buch empfehlen:

Buch Selbstvertrauen

Zum Öffnen bitte Bild anklicken

(Die paar Euro sind gut investiert – nämlich in dich selbst 🙂 )

——————————


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: smilies.4-user.de

Advertisements

10 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

10 Antworten zu “So wirst du schlechte Gewohnheiten los

  1. Hallo Martin,
    wieder mal ein guter Artikel. Das Kernproblem ist, die schlechten Gewohnheiten zu erkennen und dann die Frage, wie kann ich etwas dagegen unternehmen. Das sind ja oft Verhaltensweisen, die schon seit Jahren existieren.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      ja das stimmt. Wenn wir aber dafür sorgen, dass wir kurzfristig statt der guten Gefühle jetzt auf einmal schlechte Gefühle haben (siehe Schritt 3), dann ist Veränderung möglich. Dazu gehört aber sicherlich auch, dass wir stattdessen eine neue gute Gewohnheit etablieren. Dabei orientiere ich mich an der psychologischen Forschung von Charles Duhigg, dessen Einsichten ich sehr interessant finde. Aber das verrate ich dann nächste Woche 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Pingback: Gewohnheiten ändern - Angewohnheiten ablegen oder annehmen. | Karriere

  3. Hallo Martin,

    ich dachte Du bist noch in der Blogpause. Dank deines Besuches bin ich heute eines Besseren belehrt worden. 😉 Ich war so frei und habe einen älteren Artikel von uns zum gleichen Thema mit diesem hier verknüpft. Ich hoffe das geht für dich in Ordnung. Ich denke einen entsprechenden PB solltest du schon erhalten haben. Ein „Happy Blogging“ sendet dir Andy

  4. Sehr schön, noch mehr Dinge, an die ich mich nicht halten werde 😉

    Das ist aber ein guter Weg denke ich. Ich meine auch, irgendwo mal gelesen zu haben, dass man Gewohnheiten nach ca. 30 Tagen aufnimmt oder ablegt. Klingt ja dann eigentlich sehr machbar…

    Grüße von überm Teich und viel Spaß bei deiner inkonsequenten Blogpause 😉

    • Hallo Pirmin,

      ja in diversen Erfolgsbüchern liest man immer wieder mal was über 30 oder 21 Tage bis man eine neue Gewohnheit aufgenommen hat. Studien zufolge ist das aber unterschiedlich – je nachdem um welche Gewohnheit es sich handelt. Vor allem hängt es davon ab, ob es eine komplexe Gewohnheit ist und ob einem die jeweilige Handlung liegt oder nicht. Das können dann schon mal über 100 Tage sein bis man sich was neu angewöhnt hat. (Das kann man übirigens schön in Andy´s Blogbeitrag nachlesen – siehe Pingback)

      Wünsch dir viel Spaß in den USA 🙂

      lg Martin

      • Ich werde ab Oktober ein paar Schritte in eine neue Richtung wagen und dann wird sich herausstellen, wie gut oder schlecht ich Gewohnheiten ablegen kann.
        Da ist dann eine Menge Selbstdisziplin und -motivation gefragt. Les ich dann alles bei dir nach 😉

        Dankeschön!

  5. Hallo Martin. Was glaubst, kann man schlechte Gewohnheiten durch gute ersetzen, ohne dass, das Unbewusste akzeptiert. Oder wir können sie nur dann loswerden, wenn das Unbewusste uns „erlaubt“? Ich finde die Psychologie und Psychoanalyse Kenntnisse in diesem Bereich enorm wichtig.

    • Hallo Dennis,

      ja du hast Recht. Das Unterbewusstsein ist auch wichtig.

      Ich glaube aber, sich nur auf das Unbewusste und die eigenen Gedanken zu konzentrieren ist zwar gut, aber alleine vielleicht zu wenig. Ich setze da lieber auf eine Kombination. Ich finde, dass die bewusste Verhaltensänderung auch viel bewirken kann (siehe Schritt 4 und mein Artikel „So entwickelst du neue Gewohnheiten“).

      Das Problem, wenn man sich nur auf das Unterbewusste konzentriert, sehe ich darin, dass man bei allem, was man nicht schafft, dies eben auf sein Unterbewusstsein schiebt. Ich finde, man macht es sich dadurch oft etwas zu leicht. Manchmal ist es gut, wenn man die Dinge einfach anpackt, die Auslöser für sein Verhalten identifiziert und mit unterschiedlichen Belohungen experimentiert. (Und eben zusätzlich sein Unterbewusstsein erforscht, Glaubenssätze hinterfragt und versucht sie zu ändern – darüber hab ich mir auch schon mal Gedanken gemacht: https://1001erfolgsgeheimnisse.com/2013/03/25/negative-glaubenssaetze-aendern/ )

      Liebe Grüße
      Martin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s