Blogmonetarisierung: Werbung schalten oder lieber eigene Produkte verkaufen?

Passive IncomeIn meinem Beitrag „10 Möglichkeiten für passives Einkommen im Internet“ habe ich bereits die gängigsten Arten vorgestellt, wie man mit einem Blog Geld verdienen kann. Aufgrund der Fülle von Möglichkeiten stellt man sich natürlich bald mal die Frage, auf was genau man bei der Blogmonetarisierung achten sollte.

Ich finde, man sollte sich zuerst ganz grundsätzlich fragen, ob man lieber indirekt Geld verdienen möchte, indem man Werbung schaltet sowie Spendenbuttons und dergleichen einfügt. Oder möchte man nicht eher eigene Produkte verkaufen?

Tipp: Die besten Blogartikel zum Thema Bloggen gibt es jetzt auch in Buchform: Bloggen mit Erfolg

Meiner Meinung nach gibt es nicht d-i-e beste Art der Blogmonetarisierung. Egal wie man mit seinem Blog Geld verdient, jede der Möglichkeiten hat ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile:


Die Vor- und Nachteile von Werbeeinschaltungen und Co.

Die Vorteile:

Du kannst damit in der Regel ohne viel Aufwand deinen Blog monetarisieren: Affiliate-Banner, Google AdSense und Amazon-Partnerlinks sind schnell in die Seite eingebunden. Du kannst damit also noch am selben Tag Geld verdienen – sofern deine Leser auf die Links klicken und womöglich etwas kaufen. Verkaufst du hingegen eigene Produkte, dann musst du diese erst mal erstellen – was mitunter eine Menge Zeit kostet. Mit Werbung für andere Produkte kannst du viel früher mit der Blogmonetarisierung beginnen.

Du kannst Produkte bewerben, zu deren Erstellung dir das KnowHow, die Lust oder die Zeit fehlen: Womöglich gibt es bereits Produkte in Form von eBooks, Büchern und anderen Infoprodukten, die man in Form von Affiliate-Programmen weiterempfehlen kann und die du selbst in dieser Qualität nicht herstellen möchtest oder kannst. Dann bietet es sich natürlich an, Affiliate-Links zu diesen Produkten zu platzieren und einen Teil der Verkaufserlöse zu lukrieren.

Du bietest deinen Lesern einen Mehrwert: Wenn die Produkte, die du empfiehlst, wirklich gut sind und auch zur Zielgruppe passen, dann lieferst du deinen Lesern einen deutlichen Mehrwert.

Manche Werbeformen wie Google AdSense wählen die passende Werbung automatisch aus: Je nach den Inhalten deiner Webseite werden unterschiedliche AdSense-Anzeigen geschaltet. Somit steigt der mögliche Ertrag daraus.

Das Risiko für den Werbenden beträgt praktisch null: Es fallen dadurch in der Regel keine zusätzlichen Kosten an und der Aufwand hält sich in Grenzen. Wird dann nicht so viel verkauft als erwartet, stellt dies kein so großes Problem dar wie bei eigenen Produkten, für die man großen Aufwand bei der Erstellung betrieben hat.

Die Nachteile:

Werbung wird oft als störend empfunden: Dies trifft vor allem dann zu, wenn man es übertreibt und zu viele unterschiedliche Werbeformen einsetzt. Dadurch wirkt ein Blog schnell mal überladen, was Leser häufig abschreckt. Es kommt nicht selten vor, dass dadurch die Besucherzahlen sinken. Somit sollte man vorsichtig sein und es mit dieser Form der Blogmonetarisierung nicht übertreiben.

Es kann schon mal vorkommen, dass du Werbung für deine eigene Konkurrenz machst: Besonders bei Google AdSense ist es möglich, dass Links zu deinen Konkurrenten weisen und du dir dessen gar nicht bewusst bist.

Werbung stellt eine Konkurrenz zu eigenen Produkten dar: Solltest du auf deiner Seite eigene Produkte anbieten, dann kann es passieren, dass du dir mit Werbeanzeigen selbst Konkurrenz machst. Das Problem dabei ist, dass du mit dem Verkauf deines eigenen Produktes in der Regel mehr verdienst als wenn fremde Produkte gekauft werden.

Werbung für die falschen Produkte kann deinen Ruf ruinieren: Wenn du andere Produkte empfiehlst, dann solltest du dir dabei absolut sicher sein, dass das Produkt auch von entsprechender Qualität und für deine Zielgruppe relevant ist. Trifft dies nicht zu, dann könntest du damit deinem mühselig aufgebauten Ruf schaden.

Natürlich hast du immer wieder das Risiko, dass dein Partner nicht zahlt: Deshalb solltest du nach Möglichkeit nicht alles auf eine Karte – sprich einen einzigen Werbepartner – setzen. Diversifizieren heißt das Zauberwort!

Werbeplätze im Blog zu verkaufen kann mitunter schwierig sein: Vor allem wenn dein Blog noch unbekannt ist und keine klare Positionierung aufweist, könntest du dir relativ schwer damit tun, Werbeflächen in deinem Blog zu verkaufen.

Du hast keine Kontrolle: Wenn du nur die Produkte anderer anpreist, dann hast du selbst keine Kontrolle. Unter anderem hast du keinen Einfluss auf den Preis und darauf, ob der Anbieter das Produkt auch in Zukunft noch über Affliates verkaufen wird oder nicht.


Die Vor- und Nachteile eigener Produkte

Die Vorteile:

Der Erlös pro verkaufter Einheit ist in der Regel größer: Das ist auch irgendwie logisch. Wenn du das Produkt eines anderen bewirbst, dann teilt ihr euch die Einnahmen. Wenn du dich für ein Affiliate Netzwerk entscheidest, dann nascht sogar noch ein Dritter dabei mit. Bei einem eBook beispielsweise, das du in deinem Blog verkaufst, gehören die gesamten Einnahmen dir (sofern es nicht ebenfalls von einem Affiliate empfohlen wurde).

Du kannst via Affiliate-Marketing das Absatzpotential drastisch erhöhen: Natürlich kannst du selbst auch den Absatz deiner eigenen Produkte per Affiliate-Marketing ankurbeln. Dadurch teilst du dir zwar die Einnahmen mit einem Affiliate. Allerdings hättest du den Verkauf ohne ihn wahrscheinlich nicht vollzogen. Insofern ist das Affiliate-Marketing eine prima Möglichkeit, um das Absatzpotential deiner Produkte deutlich zu steigern.

Du weißt ganz genau was drinnen steckt: Bei einem eigenen Produkt weißt du ganz genau, wie es ist und welche Inhalte es umfasst. Natürlich solltest du das auch bei fremden Produkten wissen, bevor du es bewirbst. Bei einem eigenen Produkt hast du die Inhaltserstellung allerdings selbst in der Hand. Es repräsentiert somit zu 100 Prozent deine Meinung und Ansichten. Bei fremden Produkten könntest du dir mitunter schwer tun, das passende zu finden.

Eigene Produkte sorgen für ein besseres Image: Ich denke, es ist für dein Image und für deine Glaubwürdigkeit besser, wenn du eigene Produkte verkaufst, anstatt nur die Produkte anderer zu verkaufen. Vor allem wenn das Produkt wie zum Beispiel ein Buch / eBook umfangreicher ist,  unterstreichst du dadurch dein Know How.

Du hast alles selbst in der Hand: Wenn du selbst Produkte anbietest, dann kannst du alles selbst entscheiden – zum Beispiel auch die Preisgestaltung. Du hast dann das Recht, den Preis beliebig zu ändern und auch die Verkaufswege nach Belieben zu bestimmen.

Eigene Produkte haben auch eine Werbewirkung: Eigene Produkte können unter Umständen dafür sorgen, dass dein Blog mehr Traffic abbekommt. Unter Umständen könnten andere Blogger und Websitebetreiber auf deine Produkte verlinken. Auch könntest du eine Menge Empfehlungen aus dem Social-Web bekommen. Zudem hast du die Möglichkeit, in deinem Infoprodukt selbst Werbung für deinen Blog zu machen. Somit kannst du mit dieser Art der Blogmonetarisierung nicht nur unmittelbar Geld verdienen, sondern darüber hinaus sogar noch deinen Blogtraffic steigern.

Cross Selling wird möglich: Sofern du nicht nur ein Produkt dein eigen nennst, könntest du auch auf Cross Selling setzen um das Potential vollends auszuschöpfen. Cross Selling bedeutet, dass du durch deine Produkte andere Produkte von dir bewirbst und diese in der Folge ebenso gekauft werden. Vor allem funktioniert das prima bei Infoprodukten, die sich thematisch gegenseitig ergänzen.

Die Nachteile:

Hoher Zeit- und Arbeitsaufwand: Ein Infoprodukt erstellt sich nicht von selbst. Wenn das Produkt richtig gut werden soll, dann kann die Erstellung schon mal jede Menge Zeit in Anspruch nehmen. Die Zeit, die du damit verbringst, hast du natürlich nicht mehr zur Verfügung, um etwas anderes zu machen, mit dem du womöglich ebenso Geld verdient hättest.

Es dauert länger, bis du etwas verdienst: Dies hängt unmittelbar mit vorigem Nachteil zusammen. Da es länger dauert, ein eigenes Produkt zu erstellen als fremde Produkte zu bewerben, dauert es mit der Blogmonetarisierung deutlich länger.

Ein schlecht gemachtes Produkt kann deinem Image schaden: Egal ob du nun ein Produkt eines anderen oder dein eigenes empfiehlst: Wenn es schlecht ist, dann schadet das deinem Image. Ich denke, es schadet deinem Image sogar noch mehr, wenn es dein eigenes Produkt ist.

Du solltest überhaupt mal im Stande sein, ein solches Infoprodukt zu erstellen: Kein Wunder also, dass es zum Beispiel für viele ewig ein Traum bleibt, ein Buch zu veröffentlichen. Es ist nämlich nicht so leicht, wie man oft annimmt. Das merkt man häufig erst, wenn man selbst eines schreiben will.


Mein Fazit zur Blogmonetarisierung

Ich glaube, es gibt in dieser Frage keine eindeutige Antwort. Manche finden es besser, eigene Produkte zu verkaufen, andere wiederum setzen ausschließlich auf Werbung in ihren Blogs. Wieder andere setzen auf eine Kombination aus beidem.

Um für dich selbst eine passende Entscheidung zu treffen, solltest du dir mal genau die Vor- und Nachteile ansehen und je nach Blogthema und persönlicher Einstellung entscheiden, was für dich am ehesten in Frage kommt.

Zudem bedeutet eine Entscheidung ja nicht, dass du dich auf ewig festlegst. Zum Beispiel könntest du den Vorsatz gefasst haben, hauptsächlich eigene Produkte zu bewerben. Bis es so weit ist, und du mit der Erstellung fertig bist, setzt du aber womöglich auf Werbung für fremde Produkte.

Welche Art der Blogmonetarisierung es auch ist, du musst dich damit wohlfühlen!

Ach ja: Eine Art der Blogmonetarisierung habe ich gar nicht angesprochen. Es ist natürlich auch möglich, weder Werbung zu schalten noch eigene Produkte zu verkaufen und dennoch mit dem Bloggen Geld zu verdienen: indem du die Leistungen deines Unternehmens beziehungsweise deine eigenen Dienstleistungen bewirbst, wie zum Beispiel deine Leistungen als Coach. Auch das kann eine Menge Potential bieten. Da es sich dabei allerdings nicht um eine Form passiven Einkommens handelt, bin ich darauf nicht näher eingegangen (und dies ist schließlich ein Beitrag zur Artikelserie über passives Einkommen 🙂 ).


P.S.

Mit diesem Beitrag möchte ich an der Blogparade von Marcus Krahlisch zum Thema „Hilfe! Wie soll ich meinen Blog monetarisieren?“ teilnehmen. Schau doch dort mal vorbei! Vielleicht hast du sogar Lust, selbst daran teilzunehmen.

Wenn du noch mehr über die Themen Blogmonetarisierung und Passives Einkommen erfahren möchtest, dann empfehle ich dir außerdem, diese Artikel hier zu lesen:

Neue Artikelserie: Passives Einkommen

Passive Income – die Herausforderungen

7 Gründe, warum du vom Bücher schreiben allein nicht leben kannst


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: aboutpixel.de – Jürgen Treiber

Advertisements

10 Kommentare

Eingeordnet unter Passives Einkommen

10 Antworten zu “Blogmonetarisierung: Werbung schalten oder lieber eigene Produkte verkaufen?

  1. Danke Martin für deinen hilfreichen Artikel. Die Vor- und Nachtteile, die du aufführst sind wirklich zutreffend. Es gibt nicht die Strategie, tatsächlich muss jeder Blog für sich selbst herausfinden was funktioniert und was nicht. Auf einigen Blogs kann man mit Affiliate und Adsense viel Geld verdienen, andere haben hier keinen Erfolg. Selbst richtige Könner wie Micheal Firnkes von Blogprofis hat in seinem Buch geschrieben, dass er nicht alle Blogs mit Adsense erfolgreich monetarisieren konnte. Ich finde einen Aspekt, aber noch wichtig der in deinem Artikel nicht so stark vorkommt. Nahezu alle passiven Einnahmen hängen vom Traffic bzw. der Conversion ab. Jedoch muss das bei selbst erstellten Produkten nicht so sein, da z.B. ein E-Book bei Amazon angeboten werden kann und damit unabhängig von deinen Besucherzahlen Geld ein spielen kann. Dennoch ein sehr hilfreicher Artikel. Vielen Dank! LG Marcus

    • Hallo Marcus,

      ja das stimmt natürlich. Ich habe mich dabei nur auf den Blog selbst bezogen und alles weitere ausgeblendet. Natürlich kann man sein Buch bzw. eBook auch anderweitig vertreiben, was zusätzliches Potential bietet. Genau diese Strategie verfolge ich gerade und bin fleißig am Schreiben 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Hi Martin,
    ein sehr informativer Artikel wie ich finde und es ist nicht immer so einfach, das eigene Blog zu monetarisieren. Ich setze dabei auf Werbung und Sponsored Posts. Das macht bei mir das Meiste an Einnahmen aus und ich würde es gerne auch weiter ausbauen. Mit Google Adsense kann man ohne den nötigen Traffic kaum etwas einnehmen. Aber bei Reichweiten-starken und traffic-reichen Blogs lohnt sich Adsense wahrscheinlich eher. Ich werde dieses Thema nicht aus dem Auge lasse und suche stets nach neuen Partnern/Anbietern, die es ermöglichen, mit den eigenen Blog, etwas Geld zu verdienen.

  3. Pingback: Die besten Artikel der Woche aus der BlogospähreINPirat.de – Geld verdienen im Internet

  4. hi Martin ich bin mit meine Einnhamen von http://www.zazzle.de/kleckerlabor eigentlich ganz zufrieden das tolle ist das man bei Zazzle sowohl als designer (Erstellen von Produkte) oder als Blogger (Partnerprogramm) die möglicheit hat seinen Blog zu monetarisieren

  5. Pingback: Blog monetarisieren / Blogparade von Marcus Krahlisch

  6. Ein sehr umfassender Bericht. Gefällt mir. Bin auch auf der Suche im Internet Geld zu verdienen. Also wenn jemand das liest, nur her mit weiteren Ideen.

  7. Persönlich habe ich für mich entschieden, dass ich hauptsächlich eigene Produkte in meiner Vermarktung beziehungsweise Blog-Monetarisierung einsetze.

    Werbung auf Blogs finde ich nicht sehr schön, das stört mich genauso wie Werbung im Fernsehen.

    Außerdem ist der Erlös bei eigenen Produkten, auch wenn man sie als Affiliate Produkte anbietet, wesentlich größer.

    Gruß René

  8. Blogwerber

    Wer Werbeplätze verkaufen möchte, bitte bei mir melden ( sabbi_2001 (at) gmx.de ).
    Zielgruppe/Themenbereich: Geschäftsleute, Internet, Marketing, PR (bitte einfach mal Blogs anbieten).
    Vielen Dank und viele Grüße

  9. Pingback: Erfolgreich Bloggen – Jugenduni FHV 2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s