14 Eigenschaften, die einen guten Chef ausmachen

EigenschaftenAuf das-unternehmerhandbuch.de stellt Heike Lorenz momentan die Frage, was einen guten Chef auszeichnet.

Wenn du selbst Chef bist oder mal einer werden möchtest (egal ob im eigenen Unternehmen oder in einem fremden Unternehmen), dann ist es sicher von Vorteil, sich mal darüber Gedanken zu machen, was einen guten Chef ausmacht.

Ich zumindest habe mir diese Frage gestellt und stelle dir nun jene 14 Eigenschaften vor, von denen ich glaube, dass sie einen guten Chef ausmachen…


Ein guter Chef besitzt emotionale Intelligenz

Laut dem amerikanischen Psychologen Salovey gibt es 5 Bereiche, die emotionale Intelligenz ausmachen. Seit dem Buch über emotionale Intelligenz von Daniel Goleman haben sich diese 5 Bereiche auch allgemein durchgesetzt:

Selbstwahrnehmung (1)

Selbstwahrnehmung ist die grundlegende Voraussetzung für emotionale Intelligenz. Jeder Chef sollte diese unbedingt aufweisen.

Chefs sollten also ihre eigenen Emotionen wahrnehmen. Nur wenn man seine Emotionen kennt und benennen kann, ist man in weiterer Folge in der Lage, angemessen darauf zu reagieren.

Denn: Ein cholerischer Chef, der sich nie im Griff hat, ist mit Sicherheit nicht jener Chef, den Mitarbeiter sich wünschen.

Selbststeuerung (2)

Der nächste Schritt ist demnach die Selbststeuerung, also seine Gefühle je nach Situation angemessen zu äußern.

Angemessen heißt, nicht aus der Haut zu fahren, wenn man mal wütend ist und auch nicht vor den Mitarbeitern in Tränen auszubrechen, sollte man traurig sein.

Angemessen heißt aber auch, nicht ständig jegliche Emotion zu unterdrücken.

Selbstmotivation (3)

Zum Thema Selbstmotivation lief bis vorigen Freitag eine Blogparade hier im Blog. Ich halte dieses Thema für sehr wichtig. Gerade die Selbstmotivation bestimmt maßgeblich darüber, ob wir Erfolg im Leben haben oder nicht.

Zur emotionalen Intelligenz zählt die Selbstmotivation deshalb, weil man seine Emotionen wie Wut und Freude auch dazu nutzen kann, sich selbst zu motivieren bestimmte Dinge zu tun.

Ein guter Chef / eine gute Chefin benötigt diese Eigenschaft zum einen, damit er/sie selbst im Leben mehr erreicht. Zudem werden Mitarbeiter kaum zu etwas zu motivieren sein, wenn man als Chef selbst auch nicht sonderlich motiviert ist.

Empathie (4)

Empathie baut ebenfalls auf der eigenen Selbstwahrnehmung auf. Wenn man seine eigenen Emotionen schon nicht wahrnimmt, wie soll das dann bei anderen Menschen gelingen?

Die Empathie ist glaube ich eine Schlüsselkompetenz für alle Chefs. Chef ist man ja nur dann, wenn man Mitarbeiter hat. Und wenn man Mitarbeiter hat, dann kommuniziert man unweigerlich mit ihnen. Laut Wazlawik kann man ja schließlich nicht nicht kommunizieren. Das heißt: Selbst wenn man mal nichts sagt, kommuniziert man dadurch etwas.

Ohne Empathie wird man sich als Chef schwer tun, bei seinen Mitarbeitern gut anzukommen. Und man wird dann auch kaum dazu fähig sein, andere zu motivieren, wenn man ihre Emotionen nicht richtig deuten kann.

Soziale Kompetenz (5)

Dies ist sozusagen die Königsdisziplin emotionaler Intelligenz. Soziale Kompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang die Einflussnahme auf andere Menschen.

Es umfasst die gekonnte Führung von Mitarbeitern, sowie deren Motivation und Überzeugung von bestimmten Dingen und Ansichten.

Chefs, die eine hohe soziale Kompetenz aufweisen, sind vor allem Vorbild für andere. Das ist ein unglaublicher Vorteil bei der Führung von Mitarbeitern.


Ein guter Chef besitzt Selbstdisziplin

Laut dem Psychologen Roy Baumeister sind es unsere Disziplin und Willenskraft, die vor allem zum Erfolg führen (siehe Buchtipp: Die Macht der Disziplin)

Bewusste Selbstdisziplin (6)

Unter bewusster Selbstdisziplin versteht man Tätigkeiten, für deren Ausführung man Willenskraft aufwenden muss.

Wenn man beispielsweise ein Unternehmen gründet (und man dies nicht alle paar Monate mal macht wie Seriengründer vom Schlage eines Richard Branson), dann braucht man Willenskraft um sich über rechtliche Rahmenbedingungen, über Marktpotentiale, Konkurrenzverhältnisse, Lieferanten und dergleichen zu erkundigen sowie einen Businessplan zu verfassen.

Selbstverständlich hängt diese Willenskraft davon ab, wie sehr man sein Ziel einer erfolgreichen Unternehmung verwirklichen will (und damit von der Selbstmotivation siehe Punkt 3). Doch sehr oft müssen wir hierfür auch Dinge tun, die uns so gar nicht liegen und die wir am liebsten immer wieder vor uns herschieben möchten.

Doch irgendwann wird es Zeit, diese Dinge zu erledigen und somit in den sauren Apfel zu beißen – vielleicht sogar über mehrere Wochen und Monate hinweg.

Und dafür braucht man eine Menge Willenskraft, welche leider begrenzt ist. Doch zum Glück kann man sie trainieren, wie man in Baumeisters‘ Buch erfährt.

Unbewusste Selbstdisziplin (7)

Unbewusste Selbstdisziplin erfordert keine willentliche Anstrengung mehr. Diese Art von Selbstdisziplin geht ja wie der Name schon sagt unbewusst von statten. Es handelt sich dabei um unsere Gewohnheiten.

Gute Chefs zeichnen sich meiner Meinung nach unter anderem dadurch aus, dass sie einige positive Gewohnheiten pflegen, die sie deutlich von weniger erfolgreichen Chefs unterscheiden.

Und damit nicht genug: Sie versuchen sogar, sich nicht nur selbst positive Dinge anzugewöhnen, sondern auch gleich den Mitarbeitern beziehungsweise der gesamten Organisation.

Wie so etwas funktionieren kann, beschreibt Charles Duhigg sehr schön in seinem Buch „Die Macht der Gewohnheit“.


Weitere Eigenschaften, die einen guten Chef ausmachen

Egal ob du angestellter Chef in einem Unternehmen, Gründer oder langjähriger Unternehmer mit vielen Mitarbeitern bist: Die folgenden Eigenschaften sollte meiner Meinung nach jeder Chef mitbringen – oder zumindest entwickeln. (Darüber, ob man bestimmte Eigenschaften von Beginn an haben oder ob man diese noch entwickeln kann, geht es in meiner aktuellen Blogparade, die letzten Montag an den Start gegangen ist: Muss man zum Unternehmer geboren sein?)

Es sind allesamt Eigenschaften, die unabhängig davon wichtig sind, ob man nun Mitarbeiter hat oder nicht:

Freude an der Arbeit (8)

Durchhaltevermögen (9)

Lernfähigkeit und Lernwille (10)

Unternehmerisches Denken (11)

Glaube an den Erfolg (12)

Nutzenstreben (13)

Kostenbewusstsein (14)

Da ich darüber schon mal geschrieben habe, werde ich diese Punkte hier nicht näher ausführen. Details kannst du gerne hier nachlesen: 7 Eigenschaften erfolgreicher Gründer


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “14 Eigenschaften, die einen guten Chef ausmachen

  1. Hallo Martin,
    ich stimme Dir zu, die menschliche Seite und der Charakter sind sehr wichtig. Ein Chef darf ruhig mal über seine Familie oder Hobbys sprechen und nicht nur Chef sein. Und er muss auch selbstkritisch sein.
    Viele Grüße
    Claudia

  2. Hallo Martin,
    vielen Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade.
    Wie immer ein Super-Artikel von Dir!

    Sonnige Grüße aus Köln
    Heike

  3. Hallo Martin,

    ein schöner Artikel.
    Ein Chef (oder besser Führungspersönlichkeit) sollte nicht nur das Unternehmen oder die Mitarbeiter managen, sondern die Mitarbeiter durch Motivation und glaubwürdigen Optimismus (durchaus mit Visionen) zu hohen Leistungen bringen. Wenn die Mehrheit der Mitarbeiter nicht motiviert ist, dann könnte dies mit recht hoher Wahrscheinlichkeit an der „Führungskraft“ liegen.
    Im Idealfall merkt ein „Chef“ diesen Erfolg daran, dass er sich fast nur um seine wesentlichen Aufgaben (wie strategische Überlegungen für die Zukunft) kümmern kann und das Tagesgeschäft andere für ihn erledigen. Er prüft nur von Zeit zu Zeit, ob „der Laden läuft“ und trifft die dafür notwendigen Entscheidungen.

    Viele Grüße
    Lars

  4. Hallo!

    Vielen Dank für euer Feedback 🙂

    Ich glaube von den oben genannten Eigenschaften profitieren nicht nur Chefs, sondern wir alle. Vor allem mit emotionaler Intelligenz habe ich mich deshalb in letzter Zeit viel beschäftigt. Dieses Thema werd ich hier im Blog jetzt öfter mal ansprechen.

    Liebe Grüße
    Martin

  5. Pingback: Finale - Blogparade „Zur Sache, Chef!“

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