Setzt du wirklich auf Qualität – oder bildest du dir das nur ein?

QualitätAuf inpirat.de läuft gerade eine Blogparade. Das Thema dort lautet „Content is King – sagt mir Warum“. Da musste ich sofort an all die Blogger, Autoren, Unternehmer und Selbständige denken, die allesamt behaupten, auf größtmögliche Qualität zu setzen. Qualität in ihren Blogposts, Qualität beim Schreiben von eBooks, Qualität in ihren Produkten und Services.

Irgendwie komisch, dass man gleichzeitig von einigen dieser Qualitätsaposteln hört, dass etwas schief läuft, wenn man für das Schreiben eines Blogposts länger als eine halbe Stunde braucht. Auch komisch, dass man im Netz so viele Anleitungen á la „Wie du innerhalb von 3 Tagen ein eBook veröffentlichst“ stößt. Ebenfalls komisch, dass der Außenputz beim Haus schon nach einem Jahr zu bröckeln beginnt, wenn doch der Malermeister eine dermaßen qualitativ hochwertige Arbeit abliefert.

Setzen sie also wirklich auf Qualität oder behaupten sie es nur? Und was ist überhaupt Qualität?

Hand aufs Herz: Lieferst du selbst hochwertige Arbeit ab? Achtest du zu jeder Zeit darauf, dass deine Arbeit hohen qualitativen Standards genügt?

Ich glaube, dass wir allesamt von Zeit zu Zeit mal innehalten und uns fragen sollten, ob wir wirklich gute Arbeit abliefern:

Wenn du Blogger/in bist, dann frag dich, ob deine Blogposts wirklich so gut sind, wie du immer behauptest und dir selbst einzureden versuchst. Schreibst du wirklich über Dinge, die andere interessieren? Hebst du dich wirklich von anderen Bloggern ab? Liest du jeden Beitrag sorgfältig durch, bevor du ihn veröffentlichst? Gibst du dir auch wirklich Mühe bei der Überschrift? Beinhaltet jeder Beitrag wirklich die Inhalte, die man aufgrund der Überschrift erwarten kann?

Wenn du Autor/in bist, dann frag dich, ob du wirklich gut genug für dein Buch recherchiert hast, oder ob dein größtes Ziel darin besteht, dir möglichst wenig Arbeit zu machen und das Buch bzw. eBook möglichst rasch zu veröffentlichen. Liefert es dem Leser wirklich einen Nutzen? Oder enthält es nur BlaBla, das man in dutzenden anderen Büchern oder im Internet nachlesen kann?

Wenn du Unternehmer/in bist, dann frag dich mal, welchen Grund jemand haben sollte, ausgerechnet bei dir Produkte zu kaufen beziehungsweise Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Hebst du dich wirklich positiv von der Konkurrenz ab? Was ist dein Alleinstellungsmerkmal? Was machst du besser als die Konkurrenz? Steht wirklich Qualität im Vordergrund oder ist das alles nur ein Lippenbekenntnis?

Wenn du Angestellte/r bist, dann frag dich, ob du dich wirklich bemühst, oder ob du nicht eher eine Arbeitsvermeidungsstrategie verfolgst. Ist dein Chef / deine Chefin wirklich der Ansicht, dass du qualitative Arbeit ablieferst? Solltest du dich nicht doch etwas mehr anstrengen? Wie gut ist deine Arbeit wirklich? Ist am Ende vielleicht doch nicht Protektion sondern mangelnde Qualität deinerseits der Grund, warum jemand anders befördert wurde?

Was das Bloggen und das Schreiben von gutem – nein lächerlich gutem – Content betrifft, habe ich mich schon mal intensiv darüber ausgelassen: Das Geheimnis der erfolgreichsten Blogger der Welt

Ich glaube, dieser Artikel eignet sich prima dafür, mal über die eigene Situation nachzudenken, und darüber zu reflektieren, ob man nicht doch eine etwas bessere Qualität liefern könnte / sollte.

Denn: Wirklich nachhaltiger Erfolg ist nur möglich, wenn du wahre Qualität ablieferst. Egal ob du nun Blogger, Autor, Unternehmer oder Angestellter bist.


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: Florian Fierz / pixelio.de

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “Setzt du wirklich auf Qualität – oder bildest du dir das nur ein?

  1. Hallo Martin.

    Sicherlich ist es nicht verkehrt, sich ab und an auch mal vor den Spiegel zu stellen und über die geleistete Arbeit nachzudenken. Denn Blogpostings sollten für den Leser immer einen gewissen Mehrwert bieten.

    Doch manchmal reicht schließlich auch ein Hinweis, der nicht weiter ausgeführt werden braucht. Der Leser soll schließlich angeleitet werden und nicht mit Texten vollbombadiert werden.
    Beim Bloggen kommt es somit immer auf die Qualität drauf an. Solange die stimmt, darf der Beitrag auch mal kürzer sein.

    Ich jedenfalls habe die Gewohnheit, Blogbeiträge auszuweiten und umfangreich zu behandeln. Schreibe daher sehr gerne und viel über das Bloggen.
    Content is King!

    • Hallo Güngör,

      ja ich neige meist auch zu längeren Blogposts. Dieser hier ist ganz untypisch für mich sogar etwas kürzer geraten als sonst 🙂

      Ich wollte damit auch nur die Einstellung an sich ansprechen. Es ist ja auch kein Problem, wenn ein Blogpost in unter einer halben Stunde geschrieben wird, wenn dadurch alles gesagt wurde, was man sagen wollte.

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Hallo Martin,
    da hast Du ein paar interessante Fragen gestellt, die man sich mal stellen sollte.
    Viele Grüße
    Claudia

  3. Hallo Martin,

    was ist Qualität? Angesichts des augenblicklichen Social Media Booms lässt sich diese Frage kaum pauschal beantworten, was Qualität ist und nicht, liegt im Endeffekt im Auge des Betrachters;-)

    sicher bezeichne ich z.B. investigativen Journalismus in einem Blog als qualitativ, der andere, der auf Facebook chatted, was das Zeug hält, für den sind Gossip Blogs wertvoller als Blogger, die sich mit bierernsten Themen beschäftigen;-)

    eine essentielle Eigenschaft von Qualität ist besonders für Blogger nicht zu vernachlässigen: Romanverfassungen und wissenschaftliche Abhandlungen, die mitunter nicht zu Ende gelesen werden, sind im Endeffekt kaum geeignet, Meinungen und Botschaften zu vermitteln;-)

    Sicher, je nach Thema und Ereigniss lässt sich ein überlanger Beitrag nicht vermeiden, da muss man im Einzelfall genau abwägen, wie lang ein Artikel letztendlich sein darf, ohne den Leser zu nerven bzw zu übermüden. Die Kunst qualitativen Bloggens sehe ich auch darin, mit wenigen Sätzen die Essenz des Blogartikels zu vermitteln, also auf den Punkt kommen, so gesehen können auch „Short Cuts“ eine höhere Qualität erreichen als ellenlange Artikel, die vor allen Dingen auch wegen der zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu Ende gelesen werden.

    Scheisse, so viel wollt‘ ich gar nit schreiben;-)

    • Hallo Jürgen,

      ja da hast du vollkommen Recht. Ich wollte mit diesem Artikel auch nicht unbedingt aussagen, dass es schlecht ist, wenn man Artikel schreibt, für die man weniger als eine halbe Stunde aufwendet.

      Mir geht es da eher um die Einstellung. Wenn man durch einen Blogartikel eine bestimmte Aussage rüberbringen will, dann sollte der Beitrag meiner Meinung nach erst dann veröffentlicht werden, wenn man (subjektiv betrachtet) das auch geschafft hat. Und nicht den Artikel in einer Husch Pfusch Aktion zu Ende bringen und veröffentlichen, weil man der eigenen Meinung nach schon viel zu lange daran schreibt. Mit dem Ergebnis sollte man sich identifizieren können.

      Hin und wieder schadet es da auch nicht, mal zu reflektieren, ob dem wirklich so ist. Manchmal kann der Artikel auch mal kürzer ausfallen – auch kürzere Blogartikel können Lesern einen Nutzen bringen. Halbgare Artikel tun dies nicht. (Ein Zuviel wie du schreibst gibt es sicher auch, was ebenfalls ein Problem darstellen kann .. Damit hab ich das eine oder andere Mal zu kämpfen 🙂 )

      Liebe Grüße
      Martin

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