Die No-Gos der Autosuggestion

AutosuggestionIm heutigen dritten Teil zum Thema Autosuggestion verrate ich dir einige No-Gos – also Dinge, die du unbedingt unterlassen solltest, wenn Autosuggestion eine positive Wirkung hinterlassen soll.

Bevor du dich allerdings daran machst, es mal mit dem Aufsagen von Affirmationen zu versuchen, lies lieber mal die ersten beiden Beiträge zum Thema (diese findest du hier und hier).

Denn: Autosuggestion hat so ihre Schwächen, die man nicht unterschätzen sollte. Und genau die spreche ich in den ersten beiden Beiträgen an.

Doch nun zu den absoluten No-Gos der Autosuggestion:


No-Go Nr. 1: Du überlegst dir 100 Affirmationen gleichzeitig, die du jeden Tag aufsagen willst

Es ist wie bei fast allem im Leben. Wenn man sich zu viel vornimmt, ist das Scheitern schon so gut wie vorprogrammiert. Genauso wie du dir nicht zu viele Ziele auf einmal setzen solltest, ist es wichtig, nicht zu viele Affirmationen auf einmal verinnerlichen zu wollen. Konzentriere dich lieber auf einige wenige.

Denn auch beim Thema Autosuggestion solltest du gezielt vorgehen und dir genau überlegen, was du damit erreichen willst. Suche dir am besten nur ein konkretes Ziel. Das kann im Bereich der Verhaltensänderung liegen (zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören) oder in der Veränderung bestimmter Einstellungen (zum Beispiel positiver durch die Welt zu gehen). Natürlich kann ein mögliches Ziel auch sein, dein Selbstvertrauen zu steigern.

Wichtig ist wie gesagt, nicht alle Ziele gleichzeitig zu verfolgen. Wenn du beispielsweise dein Selbstvertrauen damit steigern willst, dann konzentrier dich vorerst nur darauf.


No-Go Nr. 2: Du formulierst verneinende Affirmationen

Davon hast du sicher schon mal gehört: Wenn zum Beispiel ein Kind einen Baum raufklettert und die Mutter ruft ihm zu, es solle nur ja nicht vom Baum runterfallen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es genau das tut. Das Kind fällt dann wahrscheinlich wirklich vom Baum runter. Hätte die Mutter dem Kind nichts zugerufen, dann wäre wahrscheinlich alles gut gegangen und das Kind wäre einfach wieder runtergeklettert.

Das Wörtchen „nicht“ überhört nämlich unser Unterbewusstsein nur all zu gern.

Wenn wir uns ständig einzureden versuchen, dass wir nicht schüchtern sind, dann glaubt unser Unterbewusstsein, dass wir schüchtern sind. Denn es überhört das Wörtchen „nicht“.

Formulierst du also Affirmationen, dann musst du unbedingt darauf achten, dass sie positiv formuliert sind. Also nicht: „Ich bin nicht schüchtern“ sondern „Ich bin offen für neue Erfahrungen und gehe auf andere zu“.


No-Go Nr. 3: Du formulierst Affirmationen, an die du nie im Leben glauben kannst

Dieses Problem habe ich in den ersten beiden Teilen zum Thema Autosuggestion bereits angesprochen. Affirmationen müssen so formuliert werden, dass wir daran glauben können und wir nicht ständig alles hinterfragen.

Deshalb solltest du vor allem zu Beginn kleinere Brötchen backen und Affirmationen entwickeln, die du dir jetzt schon abnimmst.

Zudem ist es sinnvoll, Affirmationen zu nutzen, die eine positive Entwicklung ansprechen, wie z.B. „Ich komme jeden Tag meinen Zielen einen kleinen Schritt näher“ oder „Es geht mir von Tag zu Tag besser und besser“.


No-Go Nr. 4: Du übernimmst bloß Beispielaffirmationen, überlegst dir aber selbst keine

Wenn du Affirmationen entwickelst, dann sollten diese auch zu dir passen. Beispielaffirmationen tun dies oftmals nicht.

Doch keine Angst: Es gilt nicht, gleich von Anfang an die perfekte Affirmation zu finden. Du kannst ruhig etwas herum experimentieren und die Leitsätze so lange abändern, bis du dich wohl damit fühlst.

Denn das ist das Wichtigste: Du musst dich unbedingt wohl fühlen mit deinen Affirmationen. Wenn ein Leitsatz ungute Gefühle bei dir auslöst, dann ist irgendetwas falsch daran und du solltest nach einer neuen Affirmation suchen.


No-Go Nr. 5: Du gibst schon nach ein paar Tagen auf

Autosuggestion entfaltet ihre volle Wirkung erst über einen längeren Zeitraum. Es nützt relativ wenig, wenn du dich zwei oder drei Tage voller Enthusiasmus daran setzt und dir stundenlang bestimmte Leitsätze mental vorsagst um kurz darauf das Handtuch zu werfen, weil es offenbar keinen Nutzen liefert.

Es ist weitaus besser, wenn du jeden Tag nur ein paar Minuten darauf verwendest – zum Beispiel bei der Fahrt mit dem Zug zur Arbeit – als wenn du ein paar Tage lang nichts anderes tust.

Wenn du dich dazu entschließt, Autosuggestion zu nutzen, dann musst du dafür ausreichend Zeit einplanen. Wenn du dafür nicht bereit sein solltest, dann mach lieber etwas anderes. Halbe Sachen führen zu nichts.


No-Go Nr. 6: Du machst zu viel Druck

Im Grunde hängt dies mit dem No-Go Nr. 5 zusammen. Wenn du dir zu viel Druck machst – also viel zu viel in zu kurzer Zeit erreichen willst – neigst du wahrscheinlich dazu, schnell das Handtuch zu werfen.

Wie bei vielem im Leben gilt: Grade dann, wenn wir anfangen, uns unnötigen Druck zu machen, blockieren wir und es geht gar nichts mehr. Druck erzeugt also genau das Gegenteil: Wir kommen noch langsamer vorwärts.

Deshalb ist es von Vorteil, an die Sache entspannt heranzugehen. Am besten beginnst du die Autosuggestion mit der Einstellung, dass sie lediglich eine Technik ist, die dich etwas dabei unterstützt, deinen Zielen (wie zum Beispiel der Stärkung deines Selbstvertrauens ) näherzukommen. Die Betonung liegt auf „unterstützt“.


P.S.: Das könnte dich außerdem interessieren:

7 Gründe, weshalb du deine Ziele nicht erreichst

50 Übungen für mehr Selbstvertrauen


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: Ilse Dunkel (Ille) / pixelio.de

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz, Ziele setzen und verfolgen

6 Antworten zu “Die No-Gos der Autosuggestion

  1. Hallo Martin,
    wieder sehr gut geschrieben und beschrieben. Den wichtigsten Punkt bei der Autosuggestion finde ich die Formulierung von dem, was man erreichen möchte, keine Verneinungen oder negativ belegte Worte zu verwenden. Ein gutes Beispiel finde ich gelöst oder gelassen statt entspannt zu sagen, da dann das negative Wort Spannung weg fällt.
    Viele Grüße
    Claudia

  2. Hallo Martin,
    danke für den guten Beitrag! Gestern erst habe ich etwas über Autosuggestion gelesen, dass möchte ich an dieser Stelle zitieren, weil ich finde es passt ganz gut.
    Es ist aus dem Buch von Robert Betz „Willst du normal sein oder glücklich?“
    „Es bringt nichts, sich vorzubeten: „Das Leben ist schön! (…) Das Leben ist wunderbar!“ Solche Affirmationen tausendmal zu wiederholen macht keinen Sinn, denn in dir ist jemand, der weiterhin sagt: „Das glaube ich nicht. Das sehe ich anders“. (…) Die „Wünscheritis“, die unter uns grassiert, wird – wie das Positive Denken – viele Enttäuschte zurücklassen, weil diese die unangenehmen Zustände ihres Lebens sowie ihre Emotionen nicht als eigene Werke begreifen und deshalb keine Verantwortung übernehmen.“

    Ich denke wie- Robert Betz – man kann sich nichts durch Affirmationen „wegwünschen“, sondern erst einmal aktzeptieren dass es da ist (ob eine Krankheit, eine unangenehme Emotion etc.) und auch überlegen WARUM es da ist. Erst danach kennt man seine für sich richtigen Affirmationen und weiß auch welche man glauben kann, anstatt sich von Beispielen anderer zu bedienen oder Sätze aufzusagen, die man eh nicht glaubt ( so wie du oben schreibst „Es geht mir von Tag zu Tag besser und besser“).

    Und darf ich dich fragen, ob du selbst schon positive Erfahrungen mit Affirmationen gemacht hast? Und falls ja, wie du sie aufsagst? In Gedanken, laut, auf Tonband aufgenommen… Würde mich alles sehr interessieren, entschuldige bitte meine Neugier 🙂

    Viele liebe Grüße,

    Julia

    • Hallo Julia,

      die letzten Monate habe ich nicht mehr mit Affirmationen gearbeitet, da ich das Gefühl hatte, sie nicht mehr so richtig zu brauchen. Sie haben mir aber schon einiges gebracht. Aber erst als ich oben genannte Fehler nicht mehr gemacht habe. Bis auf die Nr. 2 in obiger Liste habe ich nämlich jeden dieser Fehler selbst gemacht. Dann habe ich mich aber näher damit befasst und bin draufgekommen, dass manche Affirmation eben nicht zu mir gepasst hat und, dass es viel zu viele waren. Zu viel Druck habe ich mir außerdem gemacht. Als ich das dann aber alles geändert habe, hat es mich unterstützt in meinem Bestreben, mehr Selbstvertrauen zu bekommen.

      Nur auf Autosuggestion allein verlassen würd ich mich aber nicht. Anders als viele Erfolgsgurus sehe ich Autosuggestion nicht ganz so rosig. Es kann zwar was bringen – wenn man´s richtig macht – aber eine 180° Wendung ist damit nicht möglich glaub ich.

      Ich hab übrigens alles mögliche probiert, also auch es auf Tonband aufzunehmen, die Affirmationen aufzuhängen auf die Pinnwand, sie laut zu sagen. Am besten haben für mich einfache Kärtchen gewirkt, die ich überall hin mitgenommen hab – also zb im Zug. Sie mir in Gedanken zu sagen war für mich am lohnendsten. Womöglich ist das aber bei jedem anders.

      PS: Freut mich, wieder mal von dir zu lesen. Seh grad, dass du nach längerer Zeit wieder einen Blogpost veröffentlicht hast. Werd ich gleich mal lesen 🙂

      Liebe Grüße
      Martin

      • Vielen lieben Dank für deine Antworten!
        Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du, würde es aber dennoch gerne mal wieder ausprobieren mit den Affirmationen.
        Am besten suche ich mir bloß 2-3 heraus und schreibe sie mir auch auf Kärtchen.
        Auf Band (bzw. Handy) gesprochen hatte ich sie nämlich auch, war dann aber recht schnell zu faul sie mir ständig anzuhören und das ganze ist dann wieder im Sande verlaufen.
        Also noch einmal vielen Dank für die Tipps, vielleicht klappt es damit diesmal besser.
        Und ja… auch ich bin wieder aktiv gewesen 🙂
        Alles Liebe Dir!

  3. An COUÉs konkretem praktischem Beispiel könnten wir abschauen, a) worum es geht und b) warum und wie es fgunktioniert. Schließlich wurde die AUTOSUGGESTION durch COUÉs praktische Erfolge in wenigen Jahren eine weltberühmte Selbsthilfe-Methode.
    COUÉ zeigtem dass es dabei bei weitem nicht bloß um eine Mentaltechnik geht. AUTOSUGGESTION ist eine ANGEBORENE KRAFT, die wir schon bei der Geburt besitzen und mit der wir ein Leben lang sehr gute oder auch sehr schlechte Wirkungen hervorbringen – je nach unserem Umgang damit.
    Folglich kann es gar nichts Wichtigeres für jeden Menschen geben, als BESSERE AUTOSUGGESTION zu lernen.
    Dann erstaunt es mich doch nach bald 40 Jahren (Auto-)Suggestionsforschung, wie wir weltweit a) Coués praktische Erfolge ignorieren (wie man uns das vorgibt) und b) wenn überhaupt, Autosuggestion auf einem sehr viel primitiveren und eingeschränkteren Niveau mit deutlich schlechteren Ergebnissen betreiben als Coué.
    Lat. „affirmare = verstärken“; nicht einmal das scheint vielen bewusst zu sein, wenn sie sich über Affirmationen den Kopf zerbrechen und nicht achtgeben, was sie damit verstärken.
    Es ist kein Zufall dass die AUTOSUGGESTION durch COUÉ und nicht durch seine schon damals zahlreichen Konkurrenten berühmt wurde. Coué war der mit Abstand sorgfältigste und genaueste von allen.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  4. Vielen Dank zunächst für die vielen Gedanken und auch Anregungen. Dem meisten kann ich zustimmen.
    COUÉ`s Erfolg lag darin begründet, dass er eine Vertrauensperson war und man ihm wirklich glaubte. Das ist der Schlüssel.
    Selbst in den Heiligen Schriften und anderen alten Überlieferungen wird immer wieder der Glaube als Schlüssel zum Erfolg genannt. „Der Glaube versetzt Berge“.
    Wie sieht das jetzt aber aus, wenn wir eigene Affirmationen verwenden, also kein Herrn COUÉ an der Seite haben. Glauben wir dem, was wir da sagen, uns als Audioaufnahme ständig wiederholend anhören, oder uns die vielen Kärtchen mit tollen Affirmationen ansehen? Hier liegt das Problem.
    Wenn jemand Affirmationen verwendet, möchte er ja etwas in seinem Leben zum Positiven verändern, was toll ist. Offensichtlich kann er das nicht, indem er sich einfach entscheidet, eine gewisse Angewohnheit oder Eigenart „abzuschalten“. Dann wäre es ja auch einfach.
    Nein, die Herausforderung ist, eine der negativen unbewussten Verhaltensmuster welches im Unterbewussten angelegt ist, zu verändern.
    Dazu muss man aber das Unterbewusste erst einmal erreichen! Das ist halt nicht so einfach.
    Robert Williams sagt:
    „Ihre Überzeugungen sind die Bausteine Ihrer Persönlichkeit. Sie bestimmen, ob Sie wertvoll oder wertlos sind, … kompetent oder unfähig, voller Vertrauen oder misstrauisch, zugehörig oder einsam … flexibel oder starrsinnig, ob Sie fair oder ungerecht behandelt, geliebt oder gehasst werden. Ihre Überzeugungen haben in jedem Bereich Ihres Lebens weitreichende Konsequenzen. Überzeugungen wirken sich auf das Selbstbewusstsein, auf Ihren Wohlstand, Ihre Beziehung, Ihre Leistungen und sogar auf Ihre mentale und körperliche Gesundheit aus.“

    Die meisten Überzeugungen sind unbewusst und in den ersten sieben Lebensjahren entstanden. Ganz selbstverständlich übernehmen wir die Einstellungen unserer Bezugspersonen.
    Deshalb sind wir häufig in erlernten Verhaltensweisen, Überzeugungen und Mustern gefangen. Es sind Programme, die uns in gewisser Hinsicht automatisch steuern.
    Man kann – wie bei einem Autopiloten – zwar willentlich und bewusst eingreifen, aber sobald man abgelenkt ist, geht es wieder auf Autopilot.
    Es ist also wichtig, den im Unterbewussten falsch programmierten Kurs zu verändern.
    Die Frage ist, ob man das mit Affirmationen hinbekommen kann. Dazu eine klare Bejahung, aber man muss wissen WIE.
    Es ist zwingend notwendig, dass die Affirmation das Unterbewusste erreicht, also die sozusagen die Steuerzentrale.
    Dabei spielt die sogenannte „Kritische Fakultät“ oder auch kritischer Wächter genannt eine entscheidende Rolle.
    Der ist daran schuld, dass unser Gefühl und unser Verstand den neuen herbeigesehnten Zustand (formuliert mit Hilfe der Affirmation) nicht akzeptieren. Hier liegt der Schlüssel.

    Nun möchte ich keine seitenlange Abhandlung schreiben. Alle die mehr dazu wissen möchten, sei das Buch „Ihr Erfolg mit Affirmationen“ (über Amazon) ans Herz gelegt. Alternativ und kostenlos es gibt auch ein sehr spannendes Webinar, in dem auf alle diese Bereiche auch mit Beispielen eingegangen wird. Für alle, die mit Affirmationen arbeiten möchten, ein absolutes MUSS.
    Hier gibt es den Link dazu:
    bit.do/6d-affirmationen
    Möglicherweise gibt es auch eine Aufzeichnung. Einfach mal unter dem Stichwort „6d-Affirmationen“ googeln.

    Wünsche jedem viel Erfolg mit guten Affirmationen.
    Liebe Grüße
    Michael

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