Buchtipp: Die Macht der Gewohnheit

Die Macht der GewohnheitDas Buch, das ich euch heute vorstellen werde, stammt von Charles Duhigg und trägt den Namen „Die Macht der Gewohnheit. Warum wir tun was wir tun.

Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen und es öffnete mir die Augen dafür, was für eine Macht unsere Gewohnheiten haben. Sie haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit, auf unsere Produktivität und unser Wohlbefinden. Und nicht zuletzt auf unseren beruflichen und privaten Erfolg im Leben.

Ein Forscher fand nämlich im Jahr 2006 heraus, dass über 40 Prozent unserer täglichen Handlungen nicht aus willentlichen Entscheidungen herrühren, sondern das Ergebnis unserer Gewohnheiten sind. Wir denken also ziemlich oft am Tag nicht mal nach darüber, was wir so alles tun.

Sofern du hauptsächlich positive Gewohnheiten hast, ist dies auch weiter kein Problem – im Gegenteil: Gewohnheiten haben ja durchaus einen wichtigen Zweck. Da unser Gehirn nur 2 Prozent unseres Körpergewichts ausmacht, aber 20 Prozent unserer Energie verschlingt, ist es gut, wenn es sich mal ausrasten kann und Handlungen gewohnheitsmäßig ausführt. Dazu wird nämlich nur ein Bruchteil der Energie benötigt!

Blöd wird es nur, wenn wir uns jede Menge negative Sachen angewöhnt haben, die wir nicht mehr loswerden – so sehr wir uns bisher auch angestrengt haben (doch keine Angst: Das Buch verrät natürlich, wie man vorgehen kann, um sich schlechte Gewohnheiten ab- und gute anzugewöhnen. Übrigens hab ich hier im Blog auch schon darüber geschrieben, und zwar hier, hier und hier 😉 )

Besonders schön finde ich an diesem Buch von Charles Duhigg, dass er die Inhalte anhand zahlreicher Beispiele von realen Menschen erläutert. Dies ermöglichte mir, mich wunderbar in deren Situation hineinzuversetzen und erleichterte mir dann die eigene Anwendung des dargebotenen Wissens.

Hier ein kurzer Überblick über die Inhalte:


Erster Teil: Die Gewohnheiten von Individuen

Duhigg verrät uns hier, dass es einer dreistufigen Schleife bedarf, um sich neue Dinge anzugewöhnen. Es braucht einen Auslösereiz, eine Routine und eine darauffolgende Belohnung.

Auch erfahren wir, dass wir eine schlechte Gewohnheit niemals ganz verbannen können. Wir können sie meist nur verändern bzw. durch eine bessere Gewohnheit ersetzen.

Anhand eines konkreten Beispiels erfahren wir außerdem, wie das mit der Gewohnheitsschleife konkret funktioniert. Wir sehen, dass sogar jemand, der sich ein paar Minuten später nicht mehr erinnert, was er gerade getan hat, unvorstellbar komplexe Gewohnheiten entwickeln kann, die sein Handeln Tag für Tag enorm leiten.


Zweiter Teil: Die Gewohnheiten erfolgreicher Organisationen

Nicht nur Individuen entwickeln Gewohnheiten, sondern auch Organisationen. Duhigg erklärt uns hier, dass manche Gewohnheiten sogar dazu in der Lage sind, eine Kettenreaktion bei uns auszulösen. Eine solche Kettenreaktion verändert uns grundlegend, indem sie auch andere Gewohnheiten verändert.

Solche Schlüsselgewohnheiten können beeinflussen, wie Menschen arbeiten, essen und leben. Diese Gewohnheiten sind also in der Lage, andere negative Muster zu verdrängen bzw. zu erneuern.

Dieses Wissen können nicht nur Individuen sondern auch ganze Organisationen wunderbar nutzen. Denn: Schlüsselgewohnheiten können weitreichende Veränderungen ermöglichen, indem sie zum Beispiel Unternehmenskulturen schaffen, in denen neue Werte verankert werden. (Natürlich trifft dies auch für jeden einzelnen zu: Wenn man lernt, sich selbst zu zwingen, ins Fitnessstudio zu gehen oder als Kind seine Hausaufgaben zu machen, dann verändert sich oft gleichzeitig die Denkweise.)


Dritter Teil: Die Gewohnheiten von Gesellschaften

Duhigg meint, dass sich auch soziale Bewegungen mit Gewohnheiten erklären lassen. Eine Bewegung entstehe somit aufgrund von sozialen Gewohnheiten innerhalb von Freundeskreisen und expandiert von da aufgrund der Gewohnheiten einer Gemeinschaft und der losen Bindungen, die Nachbarschaften und Sippen zusammenhalten. Und sie habe Bestand, da die Anführer einer Bewegung (wie in dem Buch beschrieben Martin Luther King) den Teilnehmern neue Gewohnheiten näher bringen, die ihnen ein neues Identitätsbewusstsein vermitteln und das Gefühl geben, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Außerdem wirft Duhigg in diesem Kapitel die Frage auf, ob wir für unsere Gewohnheiten verantwortlich sind und ob wir somit auch zur Verantwortung gezogen werden können, denn immerhin laufen solche Gewohnheiten ja ohne willentliche Anstrengung – also zu einem großen Teil unbewusst – ab.


Mein Fazit zum Buch „Die Macht der Gewohnheit“

Beim Lesen des Buches hatte ich so manchen Aha-Effekt – vor allem was die Veränderung von Gewohnheiten von Individuen betraf.

Die Gedanken zu den Gewohnheiten was Organisationen und Gesellschaften betrifft, finde ich ebenfalls recht interessant – aber eben nicht so gut umsetzbar für den Einzelnen. Zumindest aber erklären sie so manches (oder bieten zumindest eine Theorie zur Erklärung).

Alles in allem kann ich dir das Buch also empfehlen. Vor allem auch, weil es durch die zahlreichen Beispiele immer wieder wunderbar aufgelockert wird und es schön zu lesen ist. Obwohl es also auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut, ist es keineswegs in wissenschaftlicher Sprache geschrieben 🙂


P.S.

Das Buch ist auch als eBook erhältlich


Weitere interessante Bücher:

Die Macht der Disziplin

Wie man Freunde gewinnt


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

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