Love it, change it or leave it? Warum das fast nie funktioniert …

Gefangen im Ich?Von diesem Prinzip hast du mit Sicherheit schon gehört, nicht wahr? Es könnte alles so einfach sein auf dieser Welt, wenn wir uns daran halten würden!

Wir bräuchten eigentlich nur jene Sachen beizubehalten, die wir lieben (love it). Jene Dinge hingegen, die wir nicht lieben, sich aber verändern lassen, sollten wir ändern (change it). Wir könnten aber auch Dinge aufgeben, falls sie sich nicht oder nur mit großem Aufwand ändern lassen (leave it).

Doch warum halten wir uns nicht an dieses Prinzip?

Ich kann dir sagen wieso:

Die Befolgung dieses Prinzips ist mit Aufwand und Kosten verbunden.

Wenn dir beispielsweise dein Job keinen Spaß mehr macht und du dich Tag für Tag nur mehr mit Mühe in die Arbeit schleppst, dann solltest du zwar etwas tun. Doch dies ist unangenehm und mit Aufwand verbunden.

Du könntest zum Beispiel zu deinem Chef / deiner Chefin gehen und sagen, was dir nicht passt, um so vielleicht eine Veränderung herbeizuführen (change it). Du riskierst damit aber, dass diese(r) womöglich nicht erfreut ist darüber und dir das Leben noch schwerer macht – oder dich sogar feuert.

Du könntest aber auch gleich kündigen und dir einen neuen Job suchen (leave it) – einen, der dich mehr ausfüllt und dir Spaß bereitet. Doch diesen Job musst du erst mal finden. Noch dazu hast du eine fünfköpfige Familie zu ernähren und bist Alleinverdiener/in. Was tust du, falls du nicht innerhalb der nächsten Wochen und Monate den richtigen Job findest?

Privat ist eine Änderung ebenfalls mit Kosten verbunden – womöglich in der Form von sozialem Druck. Vielleicht hast du bemerkt, dass du in der Vergangenheit zu sehr deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt hast, und dabei immer genau das getan hast, was die anderen wollten – seien es Freunde oder dein Partner / deine Partnerin.

Auf einmal beschließt du, dich nicht mehr die ganze Zeit ausnützen zu lassen, auch mal NEIN zu sagen und selbstbestimmter zu leben. Deinem Umfeld wird dies wahrscheinlich nicht so ganz recht sein. Deine Freunde werden irritiert von deiner Verhaltensänderung sein und mit allen Mitteln versuchen, dich dazu zu bringen, dich genauso zu verhalten wie früher.


Was will ich damit aussagen?

Wenn du dich ändern und weiterentwickeln willst, dann musst du damit rechnen, dass es Schwierigkeiten geben wird. Eine Änderung ist i-m-m-e-r mit Aufwand und Kosten verbunden. Wenn dir das bewusst ist und du bereit dazu bist, dann könnte es aber klappen.

Nur dann kannst du das Prinzip „Love it, change it or leave it“ in deinem Leben umsetzen. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen 🙂 .


P.S.

Passend zu diesem Thema habe ich hier zwei Artikel, die dich ebenfalls interessieren könnten:

Warum es so verdammt schwer ist, sich zu verändern (Im Prinzip habe ich in diesem Artikel genau dasselbe angesprochen wie heute. Ich habe es nur aus einem etwas anderen Blickwinkel erklärt.)

Warum du dich mit den richtigen Leuten umgeben solltest (Die Menschen in deiner Umgebung üben oft großen Einfluss auf dich aus und können dich mitunter von der Erreichung deiner Ziele abhalten.)


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Love it, change it or leave it? Warum das fast nie funktioniert …

  1. Das Prinzip kannte ich so noch nicht, aber normalerweise handele ich genau so. Wenn mir etwas nicht passt, versuch ich es zu ändern. Was nicht heißt, dass ich versuche, andere Menschen zu ändern, aber wenn sie mir zu sehr auf den Strich gehen, lebt sich das wie von Zauberhand auseinander. Neue Leute trifft man schnell!
    Jobmäßig ist das natürlich eine etwas schwierigere Sache, weil man da doch direkter davon abhängig ist. Da hängt es einfach davon ab, was man für Ziele hat. Mein duales Studium ist auf 3 Jahre begrenzt, hat also ein greifbares Ende. Wenn es mir nicht gefallen würde, müsste ich mich da eben durchbeißen. 40 Jahre lang einen Job zu machen, der mir nicht passt, seh ich dagegen nicht ein und ich habe daher auch wenig Verständnis für die Menschen, die aus Bequemlichkeit bei ihrem Arbeitgeber bleiben, obwohl sie sich kein bisschen wohl fühlen. Angst vor Veränderung ist der erste Schritt in diese langweilige Belanglosigkeit, die dann spätestens in der ;Midlife-Crisis ihre Opfer fordert…

    • Hallo Pirmin,

      danke für deinen Kommentar 🙂 Mit diesem Artikel wollte ich auch Mut machen, sich zu ändern.

      Allerdings kann ich in manchen Situationen durchaus einsehen, dass es nicht leicht ist. Wenn man wie oben beschrieben eine fünfköpfige Familie zu ernähren hat, dann hängt es halt leider nicht nur von einem selbst ab. Dann ist der Druck, der auf dir lastet schon enorm. Aber halt alles zu belassen wie es ist – obwohl man unzufrieden ist – kann auch nicht die Lösung sein. Da hast du Recht

      Liebe Grüße
      Martin

      • Hallo Martin, gerne bereichere ich deinen Blog mit meinem Senf 🙂
        Ich kann auch durchaus verstehen, dass es nicht immer leicht ist, etwas zu ändern, aber der Weg des geringsten Widerstandes ist eben auf lange Sicht nicht immer der leichtere. Das hab ich auch schon am eigenen Leib erfahren!
        Trotzdem sollte man immer wieder inne halten und sich überlegen, ob man mit seinem Leben, so wie es ist, auch wirklich glücklich ist.
        Dazu kann ich übrigens das Buch „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter empfehlen, das eben diese Thematik sehr schön behandelt.

        Liebe Grüße,
        Pirmin

  2. Hallo Martin,
    love it, change it or leave it, das ist wirklich gut formuliert. Dinge, die einen beruflich oder privat stören, sollte man grundsätzlich versuchen zu ändern, es sei denn man besitzt die Gelassenheit es so hinzunehmen, weil man den Aufwand der Änderung scheut. Bei klärenden Gesprächen kommt es immer darauf an, konstruktiv zu bleiben, um ein offenes Gespräch und keine Konfrontation zu haben.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      es kommt meines Erachtens vor allem drauf an, wie groß der Aufwand der Änderung ist. Wenn man etwas unbedingt ändern will, man jedoch vor einem geringen Aufwand bereits zurückschreckt, dann ist das unklug. Bewusstwerden darüber sollte man sich halt mal und dann ebenso bewusst eine Entscheidung treffen.

      Liebe Grüße
      Martin

  3. Hallo Martin,
    „Love it, change it or leave“ ist mehr oder weniger zu meinem Lebenskonzept geworden. Aber ich betrachte es mehr als Modell und dieses Modell blendet – wenn auch absichtlich – die 4. Möglichkeit aus, die ich noch nennen will:
    – JAMMERN

    Und das ist die meist gewählte Option der Menschen. Und eine scheinbare Ausflucht, um keine der 3 anderen Optionen nehmen zu müssen.
    Die Folgen:
    a) entweder gewöhnt er sich so an das Jammern, dass er grantig und abgehärtet wird
    b) oder es geht ihm solange zunehmend schlechter, bis der Leidensdruck zu groß wird.

    Erst für die B-Gruppe gilt wirklich das Prinzip, denn sie sehen die Notwendigkeit zur Veränderung ein und sind zum Handeln bereit. Aber ich habe mir das Missionieren abgewöhnt und lasse die Leute auch jammern. Allerdings verabschiede ich mich dann von ihnen.

    VG David

    • Hallo David,

      ja ich denke auch, dass Jammern die häufigste Option ist. Ich glaube aber, die meisten von uns jammern von Zeit zu Zeit – da will ich mich selbst gar nicht ausnehmen. Sehr oft ist das halt die Alternative mit dem geringsten Aufwand 🙂

      Allerdings gibt es Menschen, die jammern nur und verändern nie etwas – leider gar nicht so wenige. Um die versuche ich auch einen Bogen zu machen.

      Liebe Grüße
      Martin

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