3 negative Gedanken, die mich bisher vom Erfolg abhielten …

negative Gedanken beim Schreiben

Kerstin Hoffmann vom PR-Doktor-Blog veranstaltet grade eine Blogparade zum Thema Schreibblockade. Unter anderem stellt sie darin die Frage, wie man damit umgehen kann.

Ich bin der Meinung, dass es vor allem darauf ankommt, wieso man grade eine Schreibblockade hat. Es macht einen gehörigen Unterschied, ob sich gerade der innere Schweinehund meldet oder ob man nach Jahren des Schreibens langsam aber sicher nicht mehr so recht weiß, über was man schreiben soll.

Ein spezielles Problem wird zudem aus meiner Sicht oft vernachlässigt: Sehr oft sind negative Gedanken daran schuld, wenn man wieder mal in einer Schreibblockade feststeckt – egal ob als Autor oder als Blogger. Häufig betroffen davon sind Menschen, die über ein schwach ausgeprägtes Selbstvertrauen verfügen.

Ich möchte deshalb mal drei negative Gedanken vorstellen, die ich früher sehr sehr häufig hatte (und leider auch jetzt noch von Zeit zu Zeit) – inklusive Anregungen, wie man sie umgehen kann:


„Andere sind besser als ich.“

Egal was du auch tust, es wird immer jemanden geben, der dieses und jenes besser kann als du.

Andere können vielleicht bessere und dramatischere Geschichten erzählen. Oder sie schaffen es, ellenlange Texte in nur 30 Minuten zu schreiben – und das noch dazu in guter Qualität. Du aber brauchst dafür regelmäßig mehrere Stunden.

Du hast womöglich auch das Gefühl, dass es da draußen Experten gibt, die viel mehr Ahnung von dem haben, über das du grade schreibst.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche Gedanken dazu in der Lage sind, mir jeden Mut zu rauben und mich innerlich zu blockieren. Im schlimmsten Fall halten sie einen davon ab, weiterzumachen und an seinem Buch/Blogprojekt weiterzuschreiben.

Die gute Nachricht ist, dass man dagegen etwas tun kann:

Du musst einfach akzeptieren, dass es da draußen Leute gibt, die in vielen Dingen besser sind als du.

Das mag komisch klingen, doch es ist die einzige sinnvolle Möglichkeit, um befreit weitermachen zu können.

Wenn du akzeptierst, dass es in jedem Bereich jemanden gibt, der besser ist als du, dann kannst du auf einmal konstruktiv damit umgehen.

Trete lieber in Konkurrenz mit dir und nicht mit anderen!

Gib einfach dein bestes und schreibe Blogartikel, die deine Leser vom Sessel reißen – eben Blogartikel von großem Nutzen für deine Leser. Auch wenn irgendwo jemand ist, der noch einen besseren Blogartikel geschrieben hat – was juckt es dich?


„Was ist, wenn das Geschriebene niemandem gefällt?“

Mich würde mal interessieren, wie viele Buchkonzepte und Manuskripte irgendwo in Schreibtischschubladen vergammeln, nur weil der Autor / die Autorin Selbstzweifel bekommen hat.

Grade Leute mit geringem Selbstvertrauen versuchen ja oft, „perfekte“ Arbeit abzuliefern, um nur ja keine negative Kritik abzubekommen. Es gibt nichts auf der Welt, vor dem sie sich mehr fürchten.

Ich war lange Zeit auch so. Egal in welchem Bereich, es war immer dasselbe: Ich habe womöglich für meine Arbeit neun positive Rückmeldungen bekommen. Und dann kam eine negative. Was meinst du, an was ich von da an nur noch gedacht habe?

Es war diese eine negative Reaktion eines anderen, die mich oft stunden- und tagelang beschäftigt hat.

Eigentlich ist das völlig irre. Die positiven Rückmeldungen sind genauso wertvoll wie die negativen. Wieso sollte man sich also darüber den Kopf zerbrechen? Die Geschmäcker sind verschieden. Nicht jedem wird gefallen, was du so schreibst.

Was ist aber, wenn es wirklich niemandem gefällt, was du da schreibst?

Auch das ist kein Malheur. Dann musst du deine Schreibe eben erst noch verbessern. Das kannst du aber nur, wenn du mit deinen Texten an die Öffentlichkeit gehst, auch mal Fehler machst und bereit dazu bist, zu lernen.

Ohne Fehler kein Erfolg.


„Was ist, wenn es kein Erfolg wird?“

Speziell beim Schreiben von Büchern träumen sicher viele davon, über Nacht berühmt und vor allem reich zu werden.

Fakt ist aber, dass vom Bücher schreiben alleine selten jemand reich geworden ist.

Das wissen die meisten natürlich unbewusst. Und dennoch träumen sie davon und setzen sich Ziele, die sie unmöglich realisieren können.

Da man aber tief im Inneren nicht so recht daran glauben kann, sträubt man sich dagegen und ist versucht, alle Anstrengungen zu sabotieren. Denn ein Scheitern nach monatelangen Anstrengungen würde unser Selbstkonzept gefährden. Besser also, gleich aufzugeben, als sich lange zu quälen.

Natürlich ist ein solches Denken völliger Quatsch.

Vielleicht solltest du mal deine Ziele hinterfragen und sie nach unten revidieren.

Ist es nicht schon ein Erfolg, wenn auch nur eine Person von den Inhalten profitieren kann? Und ich garantiere dir: Mindestens eine Person wird vom Schreiben eines Buches bzw. von gut geschriebenen Blogposts profitieren. Nämlich du.

Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich bereits vom Schreiben dieses Blogs hier profitiert habe, seit ich ihn Ende 2012 aus der Taufe gehoben habe.

Wenn du dich bemühst, richtig gute Inhalte zu veröffentlichen, dann hast du zwangsläufig Erfolg. Denn du entwickelst dich dadurch selbst enorm weiter – egal um welches Fachgebiet es sich auch handeln mag.

Und noch etwas:

Wer sagt denn, dass dein Buch oder dein Blog nicht ohnehin ein Riesenerfolg wird – auch was die Absatz-/Besucherzahlen betrifft? Wenn die Chancen dazu auch noch so schlecht sein mögen, möglich ist es allemal.

Man sagt, dass Steven King seinen ersten Roman in den Mülleimer geworfen hat, weil er Selbstzweifel hatte und ihn für nicht gut genug hielt. Seine Frau hat den Roman aus dem Mülleimer gefischt und mit Erfolg einen Verlag dafür gesucht. Es handelte sich um seinen Erfolgsroman Carrie, der Steven King den Durchbruch verschaffte.

Ein ebenfalls wissenswertes Detail am Rande: Es soll sich dabei eigentlich um Kings sechsten Roman gehandelt haben. Allerdings war es der erste, der auch veröffentlicht wurde. Steven King hat zuvor also nur Romane geschrieben, sich dafür aber keinen Verlag gesucht. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren, aber mich würde es nicht wundern, wenn dies mit den in diesem Artikel beschriebenen negativen Gedanken zusammenhing.


Tu etwas für dein angeschlagenes Selbstvertrauen!

Wie ich eingangs bereits beschrieben habe, hängen diese negativen Gedanken sehr oft mit einem gering ausgeprägten Selbstvertrauen zusammen.

Ich rate dir deshalb, mal etwas Zeit in dich selbst und deine Persönlichkeit zu investieren. Zum Beispiel könntest du von meinen Übungen für mehr Selbstvertrauen profitieren. Schau sie dir am besten mal an – vielleicht ist das genau das Richtige für dich 🙂 .


P.S.

Da ich mit diesem Beitrag an einer Blogparade teilgenommen habe, habe ich mich bei meinen Ausführungen nur auf das Schreiben von Büchern und auf`s Bloggen konzentriert. Doch eigentlich können diese negativen Gedanken in allen möglichen Situationen auftreten und sind nicht auf`s Schreiben begrenzt.


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

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7 Kommentare

Eingeordnet unter Bücher & eBooks schreiben, Persönliches

7 Antworten zu “3 negative Gedanken, die mich bisher vom Erfolg abhielten …

  1. Hallo Martin,
    Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Eine negative Kritik und Selbstzweifel sind oft verantwortlich für Schreibblockaden.
    Viele Grüße
    Claudia

  2. Hallo Martin,
    da sind wieder ein paar Gedanken dabei, die ich bis jetzt noch nicht hatte. Obwohl ich das ein oder andere Mal über das gleiche Thema nachgedacht habe.
    Gruß
    Henry

  3. Toller Beitrag.

    Zu Punkt 1: Ich vergleiche mich zum Beispiel gar nicht, ich denke gar nicht daran, das es Menschen gibt, die etwas besser oder schlechter machen als ich.
    Zu Punkt 2: Ein richtig gutes Buch/Text wird auch Kritiker haben. Es beudetet man sagt etwas neues, interessantes, was nicht jeder akzeptieren wird.
    Zu Punkt 3: Niemand ist heute mehr davon abhängig, dass ein Verlagshaus sein Buch pulizieren möchte. Dank dem Internet ist „Self Publishing“ der neue Trend 🙂

    • Hallo!

      Danke dir für deinen Kommentar!

      Bei Punkt 3 wollte ich eher den Umstand ansprechen, dass man beim Schreiben eines Buches mächtig in Vorleistung geht ohne zu wissen, ob es überhaupt gekauft wird. Ich finde das schon recht belastend, über Monate zu recherchieren, sich einen roten Faden auszudenken und es schlussendlich zu schreiben, zu korrigieren und was sonst noch alles dabei anfällt.

      Aber in dem Punkt hast du natürlich Recht: Man ist heutzutage glücklicherweise nicht mehr auf einen Verlag angewiesen. Viele probieren es schon gar nicht mehr dort unterzukommen. Ich werde es auch nicht mehr. Mir gefällt der Gedanke vollkommen frei zu sein und schreiben zu können was ich will ohne das Einverständnis eines Verlages zu brauchen. Obwohl auch ein Verlag sicher seine Vorteile hat.

      Liebe Grüße
      Martin

  4. Pingback: BeGEISTerung der Woche – KW-04-2014 | L e b e n s r a d w e g

  5. Pingback: Schreibblockade? Auswärts schreiben! #BloCKparade | Systematisch KaffeetrinkenSystematisch Kaffeetrinken

  6. Alex

    Hallo Martin,

    Das was wir als Schreibblokade kennen, ist doch nur eine Ausrede dafür, dass man keine Ideen zur Zeit hat. Also so sehe ich dass, seit einiger Zeit.
    Ich denke, ich werde mich auch öfters mal zu Wort melden, da ich viele für mich interessante Themen entdeckt habe.

    Mach weiter so und einen schönen Sonntag wünsche ich dir.
    Gruß Alex

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