Hörst du auch innere Stimmen? Ja? Dann lass sie nicht ungenutzt!

Mehr SelbstvertrauenGeht es dir auch so, dass du dann und wann unterschiedliche innere Stimmen wahrnimmst? Besonders wenn du eine wichtige Entscheidung treffen sollst oder in wenigen Minuten einen Vortrag vor Publikum halten wirst und mal wieder hypernervös bist?

Keine Sorge: das ist vollkommen normal. Wir nehmen ständig unterschiedliche innere Stimmen wahr. Die einen sind uns wohlgesonnen und sorgen dafür, dass wir die Dinge anpacken und unsere Ziele im Leben erreichen. Die anderen hinterfragen ständig alles und bringen uns auf den Boden der Tatsachen zurück.

Wieder andere bremsen uns allerdings ständig aus und sorgen dafür, dass wir uns entmutigt fühlen und, dass mit der Zeit auch unser Selbstvertrauen darunter leidet. Und genau das ist das Problem: Bei vielen von uns überwiegen ganz klar die negativen Stimmen. Stimmen, die uns klein halten und uns unseres Selbstvertrauens berauben.

Und dagegen solltest du unbedingt etwas tun!

Das Blöde dabei ist, dass diese Prozesse in der Regel unbemerkt ablaufen. Wir hinterfragen also diese inneren Stimmen in der Regel nicht weiter. Doch genau das solltest du dir in Zukunft angewöhnen. Denn: Unser Wohlbefinden und langfristig auch unser Selbstvertrauen hängen zu einem guten Teil davon ab, inwieweit unsere inneren Stimmen eher positiv oder negativ sind.

Sind deine inneren Stimmen zumeist negativ, dann hast du ein Problem. Doch um erstmal herauszufinden, wie dein inneres Team sich verhält und welche Stimmen immer wieder laut werden, musst du mal bewusst darauf achten.

Lass also alle Mitglieder deines inneren Teams zu Wort kommen. Hör in dich hinein. Welche Stimmen gibt es da?

Ziehe dich mal für ein paar Minuten an einen Ort zurück, an dem dich niemand stört. Denke an irgendein Ereignis in der näheren Vergangenheit, in dem du hin und hergerissen wurdest. Musstest du vielleicht kürzlich eine Entscheidung treffen, hast dir dabei aber richtig schwer getan? Dann könnten deine unterschiedlichen inneren Stimmen daran schuld sein.

Womöglich hast du nicht jedem Teil in dir die ihm angedachte Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Vielleicht wusstest du aber auch, dass es eigentlich nur eine richtige Entscheidung in einer bestimmten Sache geben kann – trotzdem hattest du ein schlechtes Gefühl und es kamen arge Selbstzweifel auf.

Schultz von Thun (welcher übrigens das Modell dieses inneren Teams ursprünglich ersonnen hat) empfiehlt, eine Art Ringrichter oder Oberhaupt zu visualisieren, welcher alle Meinungen anhört und die Teamsitzung koordiniert.

Aufgabe dieses Oberhauptes ist es, zwar alle diese Stimmen anzuhören und zu einem gewissen Grad auch ernst zu nehmen. Seine Aufgabe ist es aber auch, gewisse negative Stimmen zu relativieren und ihnen ab einem bestimmten Punkt auch einfach mal das Wort zu verbieten.

Schlussendlich ist es auch Aufgabe des Oberhauptes dieser Teamsitzung, negative innere Anteile – wie zum Beispiel unseren inneren Kritiker – zu fragen, was denn nun zu tun wäre, damit dieser endlich zufriedengestellt ist. Womöglich lassen sich nämlich Handlungen setzen, die alle Teammitglieder zufrieden stellen.


Deine Aufgabe für die nächsten 7 Tage:

Da dies eine Übung für mehr Selbstvertrauen sein soll, gibt es auch eine kleine Aufgabe für dich. Ich würde dir wirklich empfehlen, die folgende Übung auszuprobieren. Es lohnt sich 😉

Bemühe dich mindestens eine Woche lang, immer dann eine innere Teamsitzung einzuberufen, wenn du das Gefühl hast, dass du in einer bestimmten Situation wieder einmal hin und hergerissen bist und nicht weißt, wie du konkret handeln solltest.

Stell dir deine inneren Anteile als wirkliche Personen vor, die an einer solchen Teamsitzung teilnehmen. Und einer/eine führt den Vorsitz – das Oberhaupt.

Höre in einem ersten Schritt alle Argumente von all deinen inneren Anteilen an – und zwar ohne diese zu bewerten.

Hierzu musst du natürlich mal all deine inneren Anteile identifizieren. Gib  ihnen Namen – beispielsweise könnten unter anderem ein Draufgänger, ein Stratege, ein Kritiker, ein Sparsamer und ein Ängstlicher an dieser Sitzung beteiligt sein.

Frage deine inneren Anteile sodann, was zu tun wäre, damit diese mit der Entscheidung zufrieden sind (und zwar jeden einzelnen).

Sollten einige Stimmen darunter sein, die zutiefst negativ sind und auch nicht von ihrem Standpunkt abweichen, dann stell dir einfach vor, dass dein Oberhaupt ihnen das Wort verbietet bzw. sie von der Teamsitzung ausschließt und sodann nur die verbleibenden Teammitglieder eine Entscheidung treffen.

Dies mag sich auf den ersten Blick alles komisch anhören. Doch probiere es einfach mal aus. Es funktioniert wirklich wunderbar.

Wenn du solche inneren Teamsitzungen öfter machst, dann wirst du immer mehr erkennen, dass du es selbst in der Hand hast, wie du dich fühlst und ob du ständig Selbstzweifel hast oder nicht. Durch solche Teamsitzungen erreichst du mit der Zeit, dass du negative Gedanken sofort in Frage stellst und so Schritt für Schritt auch etwas für dein Selbstvertrauen tust.

Zudem weiß man oft erst durch solche Teamsitzungen, was man wirklich erreichen will im Leben und welche Ziele es wert sind, verfolgt zu werden. Und dann erreicht man diese Ziele auch leichter, da man sie nicht ständig hinterfragt.


P.S.

Dies ist ein Beitrag im Rahmen der Serie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“. Dies ist bereits Übung Nr. 43.

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Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: smilies.4-user.de

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

2 Antworten zu “Hörst du auch innere Stimmen? Ja? Dann lass sie nicht ungenutzt!

  1. Hallo Martin,
    guter Artikel. Es gibt aber auch eine nützliche negative Stimme, das sogenannte Bauchgefühl, das einen manchmal warnt, etwas nicht zu tun.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      ja das stimmt, manchmal werden wir einfach auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In solchen Fällen kann eine kritische innere Stimme recht nützlich sein.

      Doch bei vielen wird das regelrecht chronisch und sie trauen sich nichts mehr zu, weil sich ständig ein innerer Kritiker zu Wort meldet. In einem solchen Fall besteht meines Erachtens akuter Handlungsbedarf. Ansonsten traut man sich bald gar nichts mehr zu und verbleibt ständig in der eigenen Komfortzone.

      Liebe Grüße
      Martin

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