7 Gründe dafür, dein Selbstvertrauen zu stärken

Seit etwa einem Jahr läuft hier im Blog eine Artikelserie mit 50 Übungen für mehr Selbstvertrauen. 43 solcher Übungen habe ich dir bereits vorgestellt.

Doch vielleicht stellst du dir ja die Frage, was ein starkes Selbstvertrauen für Vorteile bringt – bzw. was die Folgen mangelnden Selbstvertrauens sein können?

Schüchternheit

Deshalb habe ich mal eingehend darüber nachgedacht und insgesamt 7 gute Gründe gefunden, warum du dein Selbstvertrauen noch heute stärken solltest …


Grund #1: Gefühle der Angst und Panik

Kennst du das auch? Du stehst vor einem Publikum von sagen wir mal 20 bis 30 Leuten und sollst einen kurzen Vortrag halten. Eigentlich gar nichts Dramatisches – der Vortrag dauert nur wenige Minuten. Dennoch bist du hypernervös, fängst an zu schwitzen und musst dich mächtig konzentrieren, dass du nicht auch noch zu stottern anfängst.

Oder noch viel simpler: Du sitzt in einem Meeting / in einer Vorlesung an der Uni oder in der Schule und hättest zu einem bestimmten Aspekt etwas zu sagen. Doch wie immer traust du dich nicht so recht, weil du dir nicht hundertprozentig sicher bist, ob die anderen deine Ideen gut finden oder aber für den größten Mist halten werden. Allein schon durch den Vorsatz eine Wortmeldung zu machen, steigt dein Pulsschlag auf 150.

Menschen mit geringem Selbstvertrauen befällt in solchen Situationen, in denen andere Personen anwesend sind, oft das Gefühl der Angst oder sogar der Panik. „Wie mögen die wohl über mich denken? Hoffentlich sage ich nichts Dummes über das sich dann alle lustig machen.“ Diese und ähnliche Gedanken kommen auf und produzieren Angst.

Meiner Meinung nach reicht dieser erste Grund schon völlig aus um dein Selbstvertrauen endlich zu stärken – meinst du nicht auch?


Grund #2: Unzufriedenheit und Selbstzweifel

Gefühle der Angst und Panik sind eher kurzfristige Erscheinungen. Sie treten auf, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet, die außerhalb der Norm ist und als beängstigend empfunden wird – vor allem, wenn man sich inmitten einer größeren Gruppe von Menschen befindet.

Doch mit der Zeit kann mangelndes Selbstvertrauen auch dazu führen, dass man ständig Gefühle der Unzufriedenheit und des Selbstzweifels hat – auch wenn man ganz für sich alleine ist. Diese Gefühle sind zwar nicht so intensiv wie Angst und Panik, da sie aber langanhaltend auftreten, sind sie mindestens ebenso belastend. Im Extrem kann dies sogar zu Depressionen führen, was besonders schlimm ist.

Vor allem treten solche Gefühle dann auf, wenn man sich selbst nicht mehr richtig leiden kann und auch keine Möglichkeit mehr sieht, sich irgendwann zu verändern (weil man schließlich schon seit Jahrzehnten so ist und sich aller Bemühungen zum Trotz nicht wirklich geändert hat).

Das besonders Schlimme daran ist, dass dies ein selbstverstärkender Prozess ist. Umso niedergeschlagener man ist und sich einredet, sowieso nichts ändern zu können, desto unzufriedener oder gar depressiver wird man. Dies wiederum verstärkt die negativen Gefühle noch mehr usw…


Grund #3: Schüchternheit

Menschen mit geringem Selbstvertrauen sind sich in Gegenwart anderer unsicher. Das muss nicht unbedingt eine Gruppe von anderen Leuten sein – es reicht schon ein einziger. Besonders schlimm ist es für viele, wenn diese Person vom anderen Geschlecht ist.

Doch auch wenn es sich einfach um irgend jemand Fremden handelt, tun sich Menschen mit mangelndem Selbstvertrauen oft schwer ins Gespräch zu kommen bzw. dieses aufrecht zu erhalten. Was ja auch kein großes Problem wäre, wenn man im Moment lieber für sich sein und im Moment gar nicht reden möchte. Doch das Tragische ist oft, dass man mit dem/der anderen was reden möchte, aber nicht kann. Man hat ständig Bedenken, dass man abgelehnt werden könnte und sagt somit meist gar nichts. Und wenn man mal was sagt, dann kommt dies so gar nicht selbstbewusst rüber.

Schüchterne Menschen schlucken auch oft ihren Ärger über sich und andere Menschen hinunter und bleiben die ganze Zeit im Hintergrund. Niemals trauen sie sich die Stimme zu erheben und ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen. Somit verändert auch niemand sein Verhalten gegenüber dem Schüchternen – wenn er/sie nichts sagt, dann wird es ihm/ihr auch nicht stören. Und so bleibt die unschöne Situation für den Schüchternen immer dieselbe – bis irgendwann der Kragen platzt.


Grund #4: Verharren in der Komfortzone

Weil alles Neue mit schlechten Gefühlen und sogar mit Angst und Panik verbunden ist, vermeidet man mit der Zeit alles, was nicht alltäglich ist. Doch leider schränkt man sich auch massiv ein, wenn man nie etwas Neues ausprobiert.

Kein Wunder also, dass Menschen mit geringem Selbstvertrauen immer auf der Stelle treten, da sie ihre Komfortzone aufgrund negativer Gefühle nie verlassen wollen. So verändert sich auch nie etwas zum Guten.

Man bekommt dadurch keinen besseren Job. Man traut sich nie im Leben sich selbständig zu machen. Man tritt diesem einen Verein nicht bei, weil man sich nicht hintraut. etc. etc. …

Das kann`s doch nicht sein, oder?


Grund #5: Arroganz als Selbstschutz

Du hast solche Leute sicher schon mal getroffen: Sie reden nicht viel und sind sehr verschlossen. Doch wenn sie nicht anders können und mal reden müssen, dann geben sie sich überaus cool. Manchmal wirken sie auch etwas arrogant.

Personen im Umfeld glauben dann oft, dass ihnen nicht viel an anderen liege und sie eben lieber allein sind. Doch das Gegenteil ist oft der Fall: Diese Coolness und Arroganz, die sie an den Tag legen, dient häufig einzig und allein dem Selbstschutz.

Sie möchten sich möglichst cool geben, damit niemand mitbekommt, dass sie in Wahrheit extrem schüchtern und verschlossen sind. Sie möchten, dass die anderen glauben, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Zudem kommen sie sich durch dieses Verhalten auch selbst viel besser und sogar anderen gegenüber überlegen vor. Das brauchen sie, um ihren eigenen Selbstwert zu schützen.

Doch natürlich ist das ebenfalls wieder ein Teufelskreis: Durch die Arroganz kommt man bei anderen nicht besonders gut an. Dies wiederum verhindert, dass man neue Freunde findet und schöne Bekanntschaften schließt. Da man sich aber selbst nicht eingestehen möchte, dass die anderen nichts von einem wollen, verstärkt man sein Verhalten noch weiter – um sich eben selbst einzureden, dass man die anderen nicht braucht und man ohnehin viel cooler und besser ist als die anderen.

(Solches Verhalten wir in der Regel nicht ständig gezeigt, sondern nur in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel am Arbeitsplatz oder an der Uni. Zuhause bei der Familie ist man häufig überaus umgänglich. Es dient eben als Selbstschutz um von anderen nicht verletzt und gedemütigt zu werden. Wenn ich niemand Fremden an mich ranlasse, dann kann mich dieser/diese auch nicht verletzen.)


Grund #6: Mangelnde Kritikfähigkeit

Mangelndes Selbstvertrauen führt auch oft dazu, dass man sich selbst nicht mehr verbessern kann – egal in welchem Bereich.

Denn: Als Selbstschutz lässt man jegliche Kritik von sich abprallen. Dies führt dazu, dass man auch konstruktiver Kritik keine Beachtung schenkt und sich somit nicht mehr weiterentwickeln kann.

Dieser Umstand kann zu vielfältigen Problemen führen und sich sowohl beruflich als auch privat negativ auswirken.


Grund #7: Gesundheitliche Probleme durch anhaltenden Stress

Langanhaltende Gefühle der Unzufriedenheit und periodisch auftretende Angst- und Panikattacken verursachen jede Menge Stress. Übersteigt dieser einen gewissen Level, dann wird es ungesund. Unter Umständen führt dies sogar zu massiven gesundheitlichen Problemen.

Vor allem kann anhaltender Stress zu hohem Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magenbeschwerden führen. Der Grund hierfür ist einleuchtend: Unsere Vorfahren konnten die Stresshormone durch Kampf oder Flucht wieder leicht abbauen. Wir können das hingegen meist nicht.

Denn wie willst du Stresshormone abbauen, wenn du bereits zwei Tage im Vorfeld eines Vorstellungsgespräches nervös bist? (Du könntest natürlich nicht hingehen. Aber es verbessert sich dann halt nie etwas in deinem Leben, wenn du ständig in deiner Komfortzone verweilst – siehe auch Grund #4.) Dann kannst du diese Stresshormone eben nicht gleich abbauen – du stehst vielmehr die nächsten 48 Stunden unter Strom. Und das führt – sofern dieser Stress chronisch wird – mit der Zeit unweigerlich zu gesundheitlichen Problemen.

Na? Überzeugt, dass du etwas für dein angeschlagenes Selbstvertrauen tun solltest? Dann beginne am besten noch heute mit den Übungen für mehr Selbstvertrauen 😉 .


Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: aboutpixel.de – woody 6 © Jeffrey Le_Blond

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

2 Antworten zu “7 Gründe dafür, dein Selbstvertrauen zu stärken

  1. Das grösste Geschenk ist, wenn man die eigene Unzufriedenheit vergessen kann. Ich habe das bei mir bemerkt. Seitdem ich mit mir zufrieden bin, geht es mir einfach besser.

  2. Pingback: Die beste Selbstverteidigung überhaupt ...

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