Hand aufs Herz: Wie oft hast du heuer bereits deine Komfortzone verlassen?

Mehr SelbstvertrauenDa bereits einige Wochen im neuen Jahr um sind, kann ich dir diese Frage ja stellen: Wie oft hast du im heurigen Jahr bereits deine Komfortzone verlassen?

Mit der Komfortzone meine ich genau jenen Bereich, in dem wir uns wohl fühlen. Damit sind Tätigkeiten und Situationen gemeint, die wir gewohnt sind, in denen wir uns nicht mehr anstrengen müssen und meist auch nicht mehr darüber nachdenken müssen, weil uns alles ganz automatisch von der Hand geht.

Für all jene Dinge aber, die außerhalb dieser Komfort- oder auch Wohlfühlzone liegen, müssen wir uns geistig und/oder körperlich überwinden. Manchmal gehört auch eine gehörige Portion Mut dazu, besonders wenn sich eine bestimmte Tätigkeit deutlich außerhalb unserer Komfortzone befindet.

Nimm dir ruhig ein paar Minuten Zeit und denk mal genauer über diese Frage nach. Wann hast du die letzten Wochen etwas getan, das nicht so ganz alltäglich für dich war und etwas Überwindung gekostet hat?

Sollte deine Antwort lauten, dass du in den letzten Wochen kein einziges Mal deine Komfortzone verlassen hast, dann kann dies zweierlei bedeuten:

  1. Du strotzt bereits vor Selbstvertrauen und egal was du auch tust, es liegt fast alles innerhalb deiner Komfortzone – weil du bereits so viele Dinge ausprobiert hast, dich bereits mit allen möglichen Menschen an allen Orten der Welt getroffen hast und nichts für dich unmöglich scheint.
  2. Die zweite Möglichkeit ist da wohl viel wahrscheinlicher: Du vermeidest nach Möglichkeit alles Neue und bleibst lieber tagein tagaus in deiner Komfortzone. Denn nur da fühlst du dich wohl.

Falls zweiteres auf dich zutrifft, solltest du unbedingt etwas unternehmen. Wenn du nämlich ständig danach trachtest, in deiner mickrigen Komfortzone zu verweilen, dann kannst du dich nicht mehr weiterentwickeln. Denn: Persönliche Entwicklung ist größtenteils nur außerhalb deines Wohlfühlbereichs möglich.

Wenn du beispielsweise danach trachtest, dein Selbstvertrauen zu erhöhen, dann solltest du von Zeit zu Zeit auch mal deine Komfortzone verlassen. Ein Aufbau von gesundem Selbstvertrauen ist nämlich langfristig zu einem großen Teil darauf angewiesen, dass du dies tust.


Ein paar Möglichkeiten zum Verlassen deiner Komfortzone …

Möglichkeiten um seine Komfortzone zu verlassen gibt es viele. Das hängt stark von dir selbst ab. Was sich für den einen noch innerhalb der persönlichen Komfortzone befindet, ist für jemand anderen schon weit außerhalb davon.

Hier aber ein paar Anregungen zum Verlassen deiner Komfortzone:

  • Geh alleine essen, ins Kino oder in die Disco.
  • Ruf Leute an, mit denen du schon Jahre lang keinen Kontakt mehr hattest.
  • Melde dich für einen Tanzkurs an.
  • Geh zu einem Singletreff.
  • Fang an, das Abitur / die Matura nachzuholen
  • Inskribiere an der Uni und studiere nebenher so ganz zum Spaß Geschichte, Philosophie oder Numismatik.
  • Mach einen Kopfsprung im Freibad vom Fünfmeterbrett.
  • Verzichte mal einen Tag lang auf dein Handy und deine Uhr.
  • Mach beim nächsten örtlichen Marathon mit.
  • Mach beim Boston-Marathon mit
  • Such dir endlich einen neuen Job, wenn du den alten nicht mehr leiden kannst.
  • Fordere endlich mehr Gehalt vom Chef.
  • Mach dich selbständig.
  • Ring dich endlich dazu durch, diese langersehnte Pilgerreise zu machen.
  • Gehe auffällig gekleidet außer Haus und ziehe so alle Blicke auf dich.
  • …….


Hast du selbst Ideen zum Verlassen deiner Komfortzone?

Nun sind wir bei der dieswöchigen Übung für mehr Selbstvertrauen angelangt: Überleg dir als erstes mal, was du tun könntest, um deine Komfortzone zu verlassen.

Setz dich am besten mal ein paar Minuten hin, nimm Papier und Bleistift zur Hand und beginne zu brainstormen. Schreib alles auf, was dir einfällt.

Zensiere erstmal nichts, sondern notier dir wirklich alles, was dir in den Sinn kommt – und mag es noch so verrückt erscheinen. Hör erst auf mit dem Brainstormen, wenn du über 50 Dinge gefunden hast, die außerhalb deines persönlichen Wohlfühlbereichs liegen.

Wähle nun 10 Dinge aus, die du die nächsten Wochen und Monate umsetzen kannst. Es sollten Dinge sein, die zwar in gewissem Maße unangenehm und schwierig sind, die du dir aber dennoch zutraust.

Setze eines dieser 10 Dinge unbedingt innerhalb der nächsten 7 Tage um. Und innerhalb der darauffolgenden 7 Tage trachte danach, das nächste umzusetzen und so weiter.

Fang zur Eingewöhnung ruhig mit dem leichtesten Punkt auf dieser Liste an und steigere dich von da an langsam aber stetig.

Glaubst du, dass dir das gelingen kann?

Wenn nicht, dann stell dir mal vor, irgendjemand hält dir einen Revolver gegen die Schläfe und zwingt dich, jede Woche irgendetwas davon umzusetzen. Glaubst du, dass du es tun würdest? Ich denke ja, oder?

Na siehst du. Wenn es mit dem Revolver geht, dann muss es auch ohne gehen. Oder etwa nicht?

Beweg deinen Hintern und verlass regelmäßig deine Komfortzone! Ein Mehr an Selbstvertrauen ist dir dann 100-prozentig sicher.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und auch jede Menge Spaß dabei! Du wirst sehen: Es wird mit der Zeit immer einfacher die eigene Komfortzone zu verlassen. Es ist reine Übungssache 😉


P.S.

Dies ist ein Beitrag zur Artikelserie „50 Übungen für mehr Selbstvertrauen“. Dort findest du zum heutigen Tag bereits 43 weitere Übungen zur Steigerung deiner Selbstakzeptanz, deiner Selbstachtung und deines Selbstvertrauens. Klick dich doch dort mal durch und probiere unterschiedliche Übungen aus 😉

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und vor allem nachhaltig stärken willst,
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Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: smilies.4-user.de

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

8 Antworten zu “Hand aufs Herz: Wie oft hast du heuer bereits deine Komfortzone verlassen?

  1. ein sehr guter Beitrag.
    Ich tue mir dieses Jahr schwer mit der Komfortzone.
    Allerdings hänge ich auch in sowas wie eine Graudepression wegen dem Winterwetter.
    So langsam steigen aber die mentalen Kräfte wieder.

    • Hallo Robert, ja diese kleinen Winterdepressionen kannte ich früher auch. Seit ich umgezogen bin in eine Weinbauregion und damit in etwas angenehmeres Klima, sowie eine Lichttherapielampe benutze, etwas zu meditieren begonnen habe etc. bleibe ich davon verschont.
      Vielleicht ist es aber gerade in so einer Situation doppelt vorteilhaft, wenn man seine Komfortzone verlässt und Neues probiert.

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Hallo Martin,
    guter Artikel. Viele bleiben lieber bei den alten und vertrauten Dingen, da sie auch eine Art Sicherheit bieten. Ich probiere zur Zeit ständig neue Dinge aus, weil es Spaß macht und bereichert.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      ja das kann ich auch bestätigen. Sobald man ein paar Mal seine Komfortzone bereits verlassen hat, fällt es immer leichter und es macht auch Spaß mit der Zeit. Der Anfang fällt halt vielen schwer, vor allem wenn man es sich längere Zeit zu gemütlich gemacht hat

      Liebe Grüße
      Martin

  3. Hallo Martin,
    ich nehme seit Beginn diesen Jahres Gesangsunterricht. Einfach nur so, singen, also Musik im Allgemeinen ist superwichtig für mich und ich habe immer gedacht, ich hätte eine schreckliche Stimme.
    Seit einigen Jahren weiß ich aber, dass man die Stimme sehr wohl trainieren kann, aber ich hatte eine immens große Scheu, dies vor anderen zu tun. Nun habe ich alle zwei Wochen eine kleine “Session” von 45 Minuten und es ist einfach nur toll.
    Ich treffe die Töne recht gut (dafür, dass ich vorher nie gesungen habe 🙂 ) und durch die Atemübungen profitiere ich auch in anderen Bereichen davon.
    Ich merke damit, dass es etwas gibt, dass ich bisher so sehr vorverurteilt habe und so schlecht bin ich doch nicht, nun kann ich also weitere Dinge angehen.
    Danke für den Tipp mit der Liste, das muss ich die Tage auch noch mal
    machen.

    • Hallo Ildiko,

      ja das ist ein schönes Beispiel. Ich denke, bei vielen Dingen ist es nur das Anfangen. Wenn man es dann mal probiert hat, stellt es sich als viel weniger schlimm oder wie in deinem Fall sogar als toll heraus. Nur weiß man es leider nicht, wenn man es nie probiert.

      Viel Spaß weiterhin beim Verlassen deiner Komfortzone!

      Liebe Grüße
      Martin

  4. Ich hab (mal wieder) in Form eines Blog-Posts geantwortet: http://www.pal-blog.de/lustige-entdeckungen/die-k-zone.html
    Unabhängig von aller Ironie verlasse ich schon gelegentlich meine Komfortzone. Gerade gehe ich sogar mit dem Gedanken schwanger, sie ganz gehörig zu verlassen. Mal schauen, was daraus wird.

  5. Hey Martin,

    ein schöner und hilfreicher Blogpost wie ich finde.

    Auf meinem Blog habe ich auch vor kurzem über das gleiche Thema geschrieben und dabei auch beleuchtet, was eigentlich in unseren Köpfen vorgeht, wenn wir in ungewohnte Situationen geraten.

    Hier ist der Beitrag für die Interessierten: http://anti-uni.com/komfortzone/

    Viele Grüße und weiter so!

    Ben

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