Das Experiment: Ein Tag ohne Erwartungen

Mehr SelbstvertrauenWeißt du, was uns in Wahrheit unzufrieden macht? Es sind unsere Erwartungen, die sich am Ende doch nicht bewahrheitet haben.

In vielen Regionen in Afrika ist es beispielsweise üblich, dass ein Bus, der laut Fahrplan um 10 Uhr bereits abfahren sollte, um 11 Uhr erst eintrifft. Wenn du als Europäer pünktlich um 10 dort auf den Bus wartest, dann tust du dies für mindestens eine Stunde lang – und zwar allein. Denn niemand der Bewohner dort rechnet damit, dass der Bus um 10 Uhr bereits da ist.

Doch wenn du nun glaubst, dass der Bus um 11 abfährt, dann irrst du dich erneut…

Anmerkung: Dies ist ein Beitrag im Rahmen der Artikelserie für mehr Selbstvertrauen.

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Zwischen 11 und 12 Uhr treffen die ersten einheimischen Fahrgäste ein. Mit viel Glück fährt der Bus irgendwann um 13 Uhr los. Die Menschen sind aber keineswegs darüber verärgert. Sie erwarten es nämlich nicht anders.

Wir Europäer sind hingegen schon sauer, wenn der Autofahrer vor uns übersieht, dass die Ampel bereits auf Grün ist und hupen wie verrückt, wenn sich sein Auto innerhalb von drei Sekunden nicht bewegen sollte. Wenn das Auto vor uns vor lauter Schreck des Fahrers auch noch abstirbt, dann ist der Wutausbruch perfekt.

Und die Moral von der Geschichte? Die ist ganz einfach: Erwarte nicht ständig, dass alles perfekt nach Plan verläuft. Das Leben ist unvorhersehbar. Denn andere scheren sich meist keinen Deut um unsere Erwartungen. Sie tun das, was sie wollen (bzw. ihrer Meinung nach tun sollen). Du tust es im Übrigen ja auch. Doch bei anderen regst du dich fürchterlich darüber auf. Irgendwie verrückt, oder?

Wie wär`s also mal mit folgendem Experiment:

Lebe einen Tag lang ohne Erwartungen.

Bemühe dich, mal einen Tag lang keine Erwartungen dahingehend zu haben, was andere Menschen tun sollen, wie der Tag so ablaufen wird, wie freundlich die Verkäufer im Supermarkt sein sollen, ob der Bus pünktlich eintrifft oder dein Computer so funktioniert, wie du es dir vorstellst.

Wenn du dich während dieses Tages mal dabei ertappen solltest, dass du dich über irgendetwas oder irgendjemand ärgerst, dann ruf dir sofort ins Gedächtnis, dass dies nur an deinen Erwartungen liegt, du dir aber für heute vorgenommen hast, keine Erwartungen zu haben. Und schon verfliegt in der Regel dieser Ärger wieder.

Mach dieses Experiment gleich morgen. Bemühe dich, 24 Stunden lang keinerlei Erwartungen zu haben! Glaubst du es wird dir gelingen?


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Über den Autor

Mein Name ist Martin Grünstäudl und ich blogge hier mit großer Begeisterung.

Wie es der Name des Blogs vermuten lässt, geht es um das Thema Erfolg. Vor allem schreibe ich über das Setzen und Erreichen von Zielen und über den Aufbau von mehr Selbstvertrauen. Auch Themen wie erfolgreiches Bloggen und die Erzielung von passivem Einkommen kommen nicht zu kurz.

Du findest mich auch auf Google+ und auf Twitter.

Foto: smilies.4-user.de

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein & Selbstakzeptanz

4 Antworten zu “Das Experiment: Ein Tag ohne Erwartungen

  1. Hallo Martin,
    das ist ein wichtiger Punkt mit den Erwartungen. Sind die Erwartungen sehr hoch (an andere und sich selbst), ist die Gefahr von Enttäuschungen größer. Sind die Erwartungen sehr niedrig, wird man eher positiv überrascht. Man muss immer flexibel sein für unvorhergesehene Dinge. Ich kann mich ärgern, wenn an der Kasse im Supermarkt eine lange Schlange steht, ich kann aber auch ein nettes Gespräch anfangen, mir über etwas Gedanken machen, etc. und die Zeit sinnvoll nutzen.
    Viele Grüße
    Claudia

  2. Hallo Martin,
    es stimmt schon, je höher die Erwartung, desto größer die Enttäuschung. Mann sollte Einiges schon lockerer mehmen. Wie heisst es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt…. 🙂

    Viele Grüße
    Kristina

  3. Hey Martin!

    Starkes Stück! =)

    Mir fällt es unglaublich schwer keine Erwartungen zu haben. Und das tut manchmal ganz schön weh. Ich versuche mich so oft es geht daran zu erinnnern keine spezifischen Erwartungen (vor allem an andere Menschen) zu haben. Ist nicht einfach – aber gesünder.

    Beste Grüße,

    Ben

    • Hallo Ben, mir fällt es natürlich ebenso schwer. Wenn ich mich aber wieder einmal über etwas ärgere, dann läuft bei mir mittlerweile eine gewohnheitsmäßige Routine ab, indem ich mir klar mache, dass es nur an meinen enttäuschten Erwartungen liegt, dass ich mich soeben geärgert habe. Dadurch verfliegt ein großer Teil des Zorns, denn ich hätte ja nicht verärgert sein müssen, wenn ich andere – oder keine – Erwartungen gehabt hätte. Das funktioniert für mich mittlerweile ganz gut. (Zwar nicht immer aber immer öfter 🙂 )

      Liebe Grüße
      Martin

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