Zu viel Stress? Hier sind 12 Maßnahmen zum Stressabbau

StressHeutzutage klagt fast jeder über zu viel Stress. Und das ist auch kein Wunder bei unserer Konsumgesellschaft. Da wir ständig das neueste Smartphone, alle paar Jahre ein neues Auto und natürlich den größten Fernseher in der ganzen Straße brauchen, müssen wir auch viele Stunden arbeiten um dies bezahlen zu können.

Und nicht nur das: Auch in unserer Freizeit nehmen wir uns oft viel zu viel vor. Selbst da haben wir häufige fixe Termine, die wir unbebingt einhalten müssen. Vielleicht sind da auch noch kleine Kinder zu versorgen und und und …

Doch es gibt zum Glück gewisse Maßnahmen, die du setzen kannst, um diesen permanenten Stress etwas zu reduzieren …


#1 Sport und Bewegung 

Sport ist ein sehr gutes Mittel für den Stressabbau. Doch dabei sollte man es keinesfalls übertreiben. Wenn man zu große Ambitionen hat und sich womöglich auch beim Sport permanent mit anderen vergleicht, dann kann die Wirkung allerdings ins Gegenteil umschlagen und ebenfalls Stress verursachen. Deshalb sollte man es eher langsam angehen.

Am meisten nutzt Sport in puncto Stressreduktion, wenn die Bewegungen zwar ein wenig anstrengend und herausfordernd sind, jedoch noch nicht überfordern.

Zum Stressabbau geeignet sind moderates Krafttraining, Ausdauersport in moderater Intensität wie zum Beispiel Joggen oder Radfahren. Sehr gut geeignet sind auch Yoga, QiGong, ChiKung und Pilates. Probier doch einfach unterschiedliche Dinge aus und entscheide, was sich für dich am besten eignet!


#2 Räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit

Vor allem wenn du selbständig bist und im Home Office arbeitest, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du nie richtig abschalten kannst, sondern ständig an die Arbeit denkst und an all das, was noch zu erledigen wäre.

Dies solltest du aber unbedingt vermeiden. Denn dann hast du keinerlei wertvolle Freizeit mehr zur Verfügung, in der du deine Batterien aufladen kannst. Dein Stresspegel steigt dann unaufhörlich immer weiter an.

Selbst wenn du im Home Office arbeitest, so gibt es dennoch Möglichkeiten, um für eine räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu sorgen.

Richte dir beispielsweise ein Büro ein, das nur für die Arbeit reserviert ist. Und selbst wenn dies platzmäßig nicht möglich sein sollte, so achte wenigstens darauf, dass du immer gleich alles in Ordner ablegst und diese Ordner an Stellen aufbewahrst, wo du sie nicht ständig im Blickfeld hast.

Dir fallen sicher noch viele weitere Maßnahmen ein, um eine räumliche Trennung herbeizuführen, nicht wahr? Denk doch mal darüber nach.


#3 Die richtige Einstellung

Deine Einstellung ist vielleicht das Wichtigste überhaupt. Leute mit der richtigen Einstellung lassen erst gar keinen Stress aufkommen.

Natürlich ist es schwer, genau abzuklären, was denn die richtige Einstellung ausmacht. Ich denke da vor allem an zwei Dinge, die deinen Stresspegel bereits deutlich reduzieren können:

  • Lerne Nein zu sagen: Das ständige JA-Sagen sorgt für eine Menge Stress. Da wir gern von allen gemocht und respektiert werden, trauen wir uns häufig nicht, Nein zu sagen. Doch das führt dazu, dass wir Arbeit annehmen, die wir eigentlich gar nicht machen wollten. Da auch noch viele andere Dinge zu erledigen sind, führt dies oft zur Überforderung.
  • Mach Schluss mit deinen Erwartungen: Denn weißt du, was dich in Wahrheit unzufrieden macht? Es sind deine Erwartungen, die sich am Ende doch nicht bewahrheiten. Außerdem führen hohe Erwartungen zu einer Menge Stress, da man ständig Angst hat, dass sie sich am Ende doch nicht realisieren lassen. Versuche doch mal, einen Tag lang ohne Erwartungen zu leben. Gelingt dir das?


#4 Meditation

Meditation ist perfekt dazu geeignet um Stress abzubauen. Doch keine Angst: Du musst nicht stundenlang meditieren, um in den Genuss dieser stressreduzierenden Wirkung zu kommen.

Jede Minute,  die du mit Meditation verbringst, hat einen Nutzen.

Fang also besser klein an und steigere dich erst, wenn sich das Meditieren gut anfühlt.

Fang zum Beispiel mit der 1-Minuten-Mediation an, die wie der Name schon sagt, genau eine Minute dauert. Mach sie am besten gleich nach dem Aufstehen und immer dann, wenn dir der Sinn danach steht.


#5 Organisation am Arbeitsplatz

Wenn du so bist wie ich, dann neigst du dazu, alles am Schreibtisch rumliegen zu lassen und im Chaos zu versinken.

Wenn es allerdings dein Ziel ist, Stress los zu werden, dann solltest du für geeignete Rahmenbedingungen sorgen. Und eine dieser Rahmenbedingungen ist ein aufgeräumter Schreibtisch.

Es führt nämlich zu zusätzlichem Stress, wenn man nach allem ständig suchen muss oder manche Dinge einfach nicht mehr findet. Außerdem bringt es auch ein viel besseres Gefühl, wenn der Schreibtisch aufgeräumt ist und man viel effizienter ans Werk gehen kann.


#6 Passendes Zeitmanagement

In puncto Zeitmanagement scheiden sich die Geister. Die einen empfehlen beispielsweise detaillierte To-Do-Listen, andere wiederum lehnen sie ab, oder propagieren sogar Not-To-Do-Listen.

Doch wie auch immer, die Hauptsache ist, du findest heraus, welche Art von Zeitmanagement zu dir passt. Denn jeder tickt da anders. Wie ich es handhabe, habe ich hier beschrieben: Zeitmanagement – Mein 8-Schritte-Plan

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#7 Achtsamkeit während des Tages

Achtsamkeit bedeutet im Grunde nichts anderes, als im Hier und Jetzt zu sein. Die Gedanken schwirren also nicht um die Zukunft und man trauert auch nicht Vergangenem nach, sondern ist voll und ganz in der Gegenwart. Dabei wird alles bewusst beobachtet und wahrgenommen ohne es zu bewerten. Und dies führt mit der Zeit zu guten Gefühlen und zu einer Reduktion von Stress.

Und das Schöne dabei: Achtsamkeit kann man lernen.

Beginne doch am besten mal mit ganz einfachen Übungen. Nimm zum Beispiel deine Gefühle und Gedanken für einen Augenblick ganz bewusst wahr. Oder halte ein paar Mal am Tag für einige Sekunden ganz bewusst inne, unterbrich die Tätigkeit, der du gerade nachgegangen bist und frage dich, was du gerade fühlst. Frage dich auch, wie es dir körperlich im Moment geht.


#8 Ein guter Start in den Tag

Ein guter Start in den Tag kann dafür sorgen, dass du ganz anderer Stimmung bist als sonst und dich erst gar nicht stressen lässt von den Umständen und deinen Mitmenschen um dich herum.

Leg dir doch vielleicht mal ein morgendliches Begrüßungsritual zurecht, das in Windeseile für gute Stimmung sorgen kann. Wär das nicht etwas für dich?

Du könntest den Tag aber auch mit Gymnastik- oder Entspannungsübungen starten oder ein wenig meditieren. Ein gesundes Frühstück (für das du dir natürlich ausreichend Zeit lassen solltest) ist ebenso eine sehr gute Idee, um den Tag entspannt und ohne Stressgefühle zu starten.


#9 Notiere dir alles noch zu Erledigende

Ich bin zwar kein wirklicher Fan von To-Do-Listen – aber das meine ich in diesem Fall auch gar nicht. Was ich damit meine ist, dir alles aufzuschreiben, was du irgendwann tun musst oder zumindest noch tun willst.

Damit hast du es notiert und bewahrst dich somit vor dem Vergessen.

Dies bewirkt oft bereits, dass dir die Gedanken an die verschiedensten Aufgaben nicht ständig durch den Kopf schwirren und somit erst gar keinen Stress verursachen können.

Dieses Aufschreiben allein heißt noch nicht, dass du dir vornimmst, diese Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt anzugehen. Es bedeutet nur, dass du sie dir notiert hast und somit nicht mehr vergessen kannst. Das beruhigt ungemein.


#10 Für genügend Schlaf sorgen

Du solltest unbedingt für genügend Schlaf sorgen. Leiden wir nämlich an Schlafmangel, dann sind wir nicht mehr wirklich leistungsfähig und auch viel anfälliger für Stress.

Eine gute Idee wäre ein kurzer Mittagsschlaf.

Die Schlafforschung sagt nämlich, dass ein solches Mittagsschläfchen dem Körper eine Pause gibt, um Stress abzubauen.

Du kennst doch sicher das so genannte Mittagstief nach dem Essen? Wie wäre es mal damit: Kämpfe die nächsten Tage nicht dagegen an, sondern mach bewusst einen Mittagsschlaf. Dieses Mittagstief signalisiert dir ja bereits, dass du eine kurze Pause brauchst und eben nicht gleich weiterarbeiten solltest. Hör also auf deinen Körper und ignoriere nicht ständig dessen Signale.


#11 Downgrading

Überleg dir mal, was du alles besitzt, aber eigentlich gar nicht brauchst.

Sind vielleicht sogar Dinge dabei, die dich sogar in irgendeiner Art und Weise belasten? Vielleicht wird es Zeit, sich von manchen Dingen in deinem Leben zu trennen. Wenn du manches nämlich nicht benutzt und es nur rumsteht, dann verursacht dies ungute Gefühle, da man dann ein schlechtes Gewissen hat.

Und außerdem bedeutet ein Mehr an materiellen Dingen auch gleichzeitig mehr Aufwand. Die 150 m² Wohnung zu putzen dauert nun mal länger als bei einer Wohnung, die nur halb so groß ist.


#12 Downshifting

Downshifting hängt unmittelbar mit dem Downgrading zusammen. Wenn du auf manche Dinge verzichtest, dann hast du auch nicht mehr so viel Druck, eine Menge Geld zu verdienen, um dir das leisten zu können. Denn: Materielle Dinge erfordern nicht nur unsere Aufmerksamkeit und Pflege. Sie kosten auch in der Erhaltung – und sei es nur Platz, den sie uns in der Wohnung wegnehmen (wodurch wir eine größere Wohnung brauchen und das geht ganz schön ins Geld).

Überleg dir doch mal, was du alles unternehmen könntest, um in Zukunft wieder mehr Freizeit zu haben.

Du musst ja nicht gleich alles hinschmeißen, doch ein leichtes Abbremsen tut dir sicher gut und sorgt für Stressabbau. Und Karriere ist schließlich nicht alles 🙂 .


Fallen dir noch weitere Maßnahmen zum Stressabbau ein?


Über den Autor

Hallo! Ich heiße Martin Grünstäudl, ich bin aus Österreich und ein leidenschaftlicher Blogger.

Letzteres mag dir vielleicht komisch anmuten, da ich hier nur mehr selten etwas veröffentliche. Doch es ist nicht mein einziger Blog: Mein Hauptblog ist unter der Adresse http://kampfkunstblog.com  zu finden. Dort blogge ich über Themen wie Selbstverteidigung und Kampfkunst.

Außerdem findest du mich auf Google+, Facebook und Youtube.

Foto: aboutpixel.de – Mark Chambers

 

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8 Kommentare

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8 Antworten zu “Zu viel Stress? Hier sind 12 Maßnahmen zum Stressabbau

  1. Hi Martin,
    schöne Liste.
    Zuwenig Schlaf – da achten irgendwie viele Menschen nicht drauf, dabei ist man mit ausgeruhtem Hirn viel entspannter, kreativer & auch produktiver 🙂

    Sonnige Grüße
    Heike

  2. Danke für den Artikel, gerade für die Fitness ist es wichtig, dass man sein Stresslevel im Griff hat. Bei einem Stressigen Job kann ich aber jedem ein gutes Fitness oder Muskellaufbautraining ans Herz legen. Viel Sport hilft enorm bei der Stressbewältigung!

  3. Hallo Martin,
    für mich sind Sport und lesen zum Ausgleich wichtig. Die anderen Punkte sind auch gute Maßnahmen zum Stressabbau.
    Viele Grüße
    Claudia

  4. Stresstipps finde ich immer gut! Gerade wenn man im Stress ist, vergisst man allzu häufig etwas dagegen zu tun! Vielen Dank für die Erinnerung. Als Stressbewältigung hilft mir auch mein Blog, auf den ich einfach das poste, was ich schön und interessant finde:
    http://www.dismoitout.de

  5. Danke für die tolle Liste! Das werde ich doch gleich mal teilen!

  6. Pingback: Fundstücke – Links und Blogposts 18.05.-24.05.2014 | Dis-moi tout!

  7. Stefan Schimming

    Hallo Martin,

    sehr schöner Artikel!

    Vor allem genügend Schlaf, eine gute Organisation und ein gutes Morgenritual finde ich wichtig um nicht in Stress auszuarten.

    Persönlich greife ich ebenfalls gern auf Meditation und Achtsamkeitsübungen zurück.

    Du hast das alles sehr schön zusammengefasst. 🙂

  8. Gute Tipps die auch umzusetzen sind! Danke für den interessanten Artikel!

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