13 einfache Wege für mehr Zeit zum Denken – und wie du schlauer durchs Leben gehst

NachdenkenLass mich raten: Es könnte besser sein. Dein Leben könnte besser sein, dein Job, deine Familie, deine Fitness. Alles könnte besser sein – also arbeitest du daran.

Das Gehalt ist zu gering, also arbeitest du mehr. Deine Fitness ist schlecht, also schreibst du dich in ein Fitnessstudio ein. Das Familienleben muss belebt werden, also fährst du in einen teuren und für dich anstrengenden Urlaub.

Du merkst bereits: Das kann nicht die Lösung sein …

Dies ist ein Gastartikel von Walter Epp: schreibsuchti.de

Wenn wir Menschen Erfolg wollen, dann machen wir oft einfach mehr. Mehr Arbeit, mehr Sport, mehr Anstrengung.

Doch das wird nicht zum Erfolg führen. Erfolgreiche Menschen arbeiten nicht hart, sondern schlau.

„Don’t work harder. Work smarter.“

Das ist nicht nur ein Spruch. Es ist die Regel zu einem erfolgreichen Leben.

Doch warum arbeiten wir nicht smart? Weil wir keine Zeit zum Denken haben. Wir haben einfach nicht die Zeit aus dem Fenster zu gucken und uns Gedanken über Gott und die Welt zu machen.

„Wenn ich genug Geld habe, dann habe ich auch genug Zeit zum Nachdenken“, ist leider die falsche Einstellung.

Du musst nicht warten, bis die Zeit kommt, du musst sie dir nehmen.

Erfolgreiche Menschen sind erfolgreich, weil sie mehr denken, nicht weil sie mehr arbeiten.

Mit Denken meine ich jetzt nicht mit den Gedanken umherzuschweifen und vom Urlaub zu träumen. Sondern ich meine fokussiertes Denken. Die Art von Denken, die dich weiter bringt.


Hier sind 13 Wege, wie du dir mehr Zeit zum Denken schaffen kannst


#1 Eine Not-To-Do-Liste

Das ist vielleicht der wichtigste Rat bezüglich Selbstorganisation. Du musst nicht mehr erledigen, sondern weniger.

Schreibe auf, was bei dir am meisten Zeit frisst und kürze es weg.

Beispiele:

„E-Mails nicht mehr jede Stunde checken, sondern nur zweimal täglich.“

„Nicht ziellos in Youtube surfen.“

#2 Nein Sagen

Nicht jeder kann „Nein“ sagen. Noch weniger Menschen können es ohne Schuldgefühl. Wenn du keine Lust hast ins Kino zu gehen, dann sag es.

Du bist der Schmied deines Lebens. Wenn du es nicht formst, dann werden andere es für dich tun. Das Wörtchen „Nein“ ist die beste Möglichkeit das eigene Leben zu vereinfachen und sofort mehr Zeit zu haben.

#3 Vergiss die Erwartungen anderer

Die Erwartungen anderer, sind die Erwartungen anderer. Sollen sie doch erwarten, was sie wollen.

„Ich kenne keine Formel für Erfolg, aber ich kenne eine Formel für Misserfolg: Wenn man es allen recht machen möchte“, sagte bereits Platon.

Lebe deinen Traum, nicht den Traum der anderen.

Man erwartete von mir, dass ich einen „vernünftigen Beruf“ erlerne, also wurde ich Jurist. Es dauerte lange bis ich verstand, dass das nichts für mich ist. Ich hörte also auf. Zum Entsetzen meiner Bekannten. Na und? Dafür lebe ich jetzt erfüllt und mit Leidenschaft.

#4 Frühstücke

Das Frühstück ist meine Lieblingsmalzeit. Nicht nur, weil ich Kaffee und Nutella mag, sondern weil ich alleine bin. Ich liebe die Stille am Morgen und die Ruhe, wenn die Stadt noch schläft. Keiner ruft an, keiner will etwas von mir. Die perfekte Zeit, um nachzudenken.

Ich nehme mir etwa 45 Minuten für mein Frühstück, um den Tag zu planen, über mein Leben nachzudenken und um Ideen in meinen Kopf strömen zu lassen.

Wichtig: Lese E-Mails erst nach dem Frühstück, sonst lenken sie dich wieder ab.

#5 Stehe früher auf

Hand in Hand mit dem vorherigen Tipp geht dieser: Stehe früher auf.

Ich weiß, dass es für einige schwierig sein kann. Aber wenn du ein inspirierendes und kreatives Leben führen willst, dann kommst du daran nicht vorbei. Ernest Hemingway stand immer mit der Sonne auf.

Das beste Argument ist einfach: All deine anderen Verpflichtungen (Arbeit, Familie, Sport) schlafen noch.

Und wieder gilt: Keine E-Mails. Die können warten.

#6 Social-Media

Auch wenn es jeder schon selbst gemerkt hat, sage ich es noch einmal: Social-Media ist wohl der größte Zeitfresser unserer Zeit. Dazu gehören Twitter, Facebook, Youtube, Google+ und Instagram.

Checke einmal einen ganzen Tag lang Facebook nicht. Du wirst sehen: Die Welt dreht sich immer noch. Nutze die Zeit stattdessen, um nachzudenken. Sei kein Konsument, sei ein Schöpfer – ein Kreativer.

#7 Handy

Ja, auch das Handy stört uns oft beim Denken. Wie oft warst du mitten in einer kreativen Phase und hattest die beste Idee deines Lebens, als plötzlich Onkel Harry anrief, um zu fragen welche Biersorte er mitbringen solle.

Sei mal nicht erreichbar und sage es deinen Freunden auch. (Dann sind sie nicht sauer). Vieles löst sich von selbst.

Soll ich dir etwas verraten: Ich habe seit einer Woche mein Handy verloren. Eine wundervolle Zeit 😉

#8 Plane den Montag am Freitag

Verlasse nicht Hals über Kopf am Freitag deinen Arbeitsplatz. Stürme nicht einfach ins Wochenende.

Plane bereits am Freitagnachmittag den Montagmorgen. Der Freitagnachmittag ist eine tolle Zeit zum Denken. Die meisten haben schon Feierabend und niemand stört dich.

#9 Alleine essen

Es gibt eine Karriereregel, die lautet: „Never eat alone“. Beim Essen sollst du nämlich Kontakte knüpfen, schleimen und neue Menschen kennen lernen.

Die traurige Wahrheit ist aber auch, dass es immer langweilige und unsinnige Gespräche mit wenig Tiefe sind.

Gehe ab und zu mal alleine essen, um nachzudenken. Es wird deiner Karriere mindestens genauso gut helfen.

#10 Sei manchmal unsozial

Du musst nicht jeden Trend mitmachen. Trau dich ab und zu (nicht immer) mal alleine zu sein und abseits der Gruppe zu stehen. Genieße die Sonne, die Stille und atme tief durch. Du wirst merken wie die Ideen in deinen Kopf strömen.

Mache das aber nicht zu oft. Denn schließlich möchtest du auch Freunde haben.

#11 Vermeide Small-Talk

Nichts ist uninspirierender und langweiliger als Small-Talk. Vermeide ihn. Rede mit Menschen ehrlich und offen. Gehe tiefer und vermeide das oberflächliche Geplapper. Du wirst tiefere Freundschaften haben, die Menschen werden dich mögen und du wirst mehr Zeit haben.

Hier sind zahlreiche Ideen für inspirierende Gespräche!

#12 Mache einen Termin

Wenn du ein Kalender-Fan bist, dann ist dieser Tipp für dich. Schreibe in deinen Kalender einen Termin: „Nachdenken – von 12:00 Uhr bis 12:15 Uhr.“

Nimm diesen Termin ernst, so als ob du dich mit einem Kunden treffen würdest.

# 13 Trenne dich von Krabben

Zum Schluss der aller wichtigste Punkt: Trenne dich von den Krabben.

Was sind Krabben? Es sind Menschen, die dich herunterziehen mit ihrem negativen Gerede, Gejammer und Gemecker. Es sind die Menschen, die dir sagen, dass dein Traum nie wahr wird und dass du nie erfolgreich wirst. Ganz einfach. Trenne dich von ihnen. Lebt euch einfach auseinander.

Diesen Tipp habe ich von Tim Ferriss aus seinem Buch „The 4-Hour-Workweek“. Das Buch kann ich dir nur empfehlen.


Nimm dir die Zeit

Jetzt hast du ein paar Werkzeuge in die Hand bekommen, mit denen du dein Leben selbst formen kannst.

Warte nicht bis die richtige Zeit kommt – nimm sie dir. Niemand wird dir die Zeit geben, du musst sie dir selbst erkämpfen.

Suche dir von den oben genannten Punkten einen aus und setze ihn um. Einen nach dem anderen. Konzentriere dich auf einen Punkt pro Monat.

Du wirst sehen: Du wirst mehr Zeit zum Denken haben. Und überhaupt: Du wirst mehr Zeit zum Leben haben.

Arbeite nicht härter, sondern schlauer.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein schlaues Leben 😉


Über den Autor:

Walter Epp hatte es satt nach den Erwartungen anderer zu leben und machte sich als Blogger selbstständig. Nun schreibt er mit Leidenschaft und wird dafür auch noch bezahlt. Sein Wissen teilt er auf seinem Blog www.schreibsuchti.de.

Foto: aboutpixel.de – Lasse Kristensen

Advertisements

9 Kommentare

Eingeordnet unter Gastbeiträge, Weitere Themen

9 Antworten zu “13 einfache Wege für mehr Zeit zum Denken – und wie du schlauer durchs Leben gehst

  1. Klasse! Sei kein Konsument, sondern ein Schöpfer … wow das inspiriert mich und wird mein neues Credo! 🙂 Danke!

  2. Das ist eine gute Liste, teilweise mache ich das schon. Da ich kein Smartphone habe, bin ich auch nicht immer erreichbar.

  3. Alles juut, zwar nicht neu, aber toll zussammengefasst. Kleine Einschränkungen: Am Freitag nachmittag stürme ich nicht in mein Wochenende, das gibt es so in der Form gar nicht. Aber ich mache diesen Nachmittag zum Wochenende und genieße den schönsten Abend in der Woche. Casual Friday eben. Wochenplanung ist am Samstag dran! Und mein Smartphone habe ich oft Tage lang nicht an ohne es zu vermissen. Die regelmäßigen „Morgen-Seiten“ mit Tee und frischem Obst gehören schon seit 10 Jahren zu meinem Tagesanfang, verbunden mit Chi Gong, und wenn ich das nicht einhalte, wird der Tag nicht gut. Früh aufstehen – tja, das ist so eine Sache – ich arbeite gerne bis gegen 21/22 h, dann brauche ich noch mindestens 2 Stunden, um noch etwas vom fAbend zu haben, es ist schön friedlich und über allen Gipfeln ist dann Ruh … Mit der Sonne aufstehen? Seit langem versuche ich mein Leben zu verschlanken – Trends? Um Himmels willen. Am Punkt „Erwartungen anderer“ musste ich lange arbeiten, noch ist nicht alles gegessen :-))

    • Ja, der Punkt mit den „Erwartungen anderer“ ist echt schwer und kann auch schmerzhaft werden. So verstehen manche „Freunde“ nicht, warum ich „keine Zeit“ für „ihre“ Dinge habe. Sie nehmen es persönlich. Ich sage immer: Dringend geht nicht vor wichtig.

  4. Isabella

    Tolle Tipps, wobei ich manches noch verschärfen würde. Allerdings auf die Gefahr hin, dass es nicht umgesetzt wird.
    Z.B. die Sache mit Facebook. Früher bin ich immer mehrfach täglich auf Facebook gegangen, was mich unendlich viel Zeit gekostet hat. Irgendwann hab ich gemerkt, das kann so nicht weitergehen, und wollte mich von Facebook fernhalten und maximal einmal pro Tag die Neuigkeiten checken. Tja, das Ergebnis war, dass ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen gekriegt hab, wenn ich mich eingeloggt hab. Dann hab ich sämtliche Freunde gelöscht, mit denen ich auf Facebook noch nie kommuniziert hab, und alle Seiten entliket. Fünf Freunde sind übriggeblieben, mit denen ich aber genauso gut E-Mails schreiben kann. Das war für mich der Punkt, an dem ich endgültig gesagt hab: „Tschüss Facebook.“ Und jetzt kommt das Erstaunliche: Ich lebe noch. Ohne Facebook.

  5. Pingback: Der geheime Grund, warum ich schreibe – Das Manifest eines Autors

  6. ja, es macht Spaß wenn man erkennt, dass man selbst seines Glückes Schmied ist – wie ja schon unsere Altvorderen gesagt haben. Herrlich, diese Freiheit.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s