Leben im Hier und Jetzt? Oder doch lieber in der Zukunft?

Leben im Hier und JetztMir fällt in letzter Zeit auf, dass die Meinungen zu diesem Thema unter Bloggern stark auseinandergehen. Die einen sind der festen Überzeugung, dassZiele setzen man vor allem im Hier und Jetzt leben sollte, den Augenblick genießen sollte und sich nicht zu viele Gedanken um Künftiges machen braucht.

Die anderen sind der festen Überzeugung, dass dieses Geschwafel um das Leben im Hier und Jetzt vollkommener Mist und nur etwas für Schwächlinge ist, die einfach nicht bereit dazu sind, sich anzustrengen und etwas für ihren Erfolg zu tun.

Doch wer hat nun Recht?


Beide haben Recht – und gleichzeitig auch nicht

Manche Erfolgsblogs haben absolut Recht, wenn sie behaupten, dass der Erfolg garantiert ausbleibt, wenn man nicht an die Zukunft denkt, sich keine Ziele setzt und keine entsprechenden Maßnahmen setzt, um diese schlussendlich auch zu erreichen.

Und die meist esoterisch angehauchten Blogs haben ebenfalls Recht, wenn sie darlegen, dass es mitnichten glücklich macht, wenn man sich ständig Ziele setzt, von einem Termin zum nächsten hetzt und nie mit dem zufrieden ist, was man derzeit hat.

Doch gleichzeitig sind die Annahmen der Erfolgsblogger wie auch der Esoteriker vollkommen falsch.

Es stimmt einerseits nicht, dass es im Leben nur darum geht, dieses und jenes zu erreichen, Wohlstand anzuhäufen und nach Anerkennung und größtmöglichen Einfluss auf dieser Welt zu streben.

Andererseits stimmt es auch nicht, dass nur der gegenwärtige Moment zu zählen habe. Wir wären wohl nicht lebensfähig, wenn wir immer nur im aktuellen Augenblick leben und nie auch nur eine Minute nach vorne denken würden.


Die Lösung: Der goldene Mittelweg

Doch was ist dann der richtige Weg? Ich denke, die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo in der Mitte.

Wir brauchen Ziele, die uns nach etwas streben lassen und vorantreiben. Denn nur wenn wir uns mit der Zukunft befassen, können wir uns eine angenehme Gegenwart erschaffen und uns weiterentwickeln.

Wenn du ein glückliches Leben willst, verbinde es mit einem Ziel, nicht aber mit Menschen oder Dingen. Alles sollte so einfach wie möglich gemacht sein, aber nicht einfacher.
Albert Einstein

Doch gleichzeitig sollten wir auch immer wieder einen Gang zurückschalten, den Augenblick genießen und im Hier und Jetzt leben.

Da wir es in unserer westlichen Gesellschaft gewohnt sind, ständig dieses und jenes erreichen zu müssen und immerzu gehetzt sind, vernachlässigen die meisten von uns wohl diesen zweiten Weg. Vielleicht solltest du dir also mal Mahatma Gandhis Worte zu Herzen nehmen:

Es gibt wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

Doch wie gesagt: Dem Gerede vom ständigen Leben im Hier und Jetzt solltest du genauso wenig Beachtung schenken wie dem ständigen Streben nach größtmöglichem Erfolg …

Zumindest ist das meine Meinung. Vielleicht hast du ja eine andere? 🙂


P.S.:

Dieser Artikel könnte dich auch interessieren: Kennst du bereits die zwei Wege zur Zufriedenheit?


Über den Autor

Hallo! Ich heiße Martin Grünstäudl, ich bin aus Österreich und ein leidenschaftlicher Blogger.

Letzteres mag dir vielleicht komisch anmuten, da ich hier nur mehr selten etwas veröffentliche. Doch es ist nicht mein einziger Blog: Mein Hauptblog ist unter der Adresse http://kampfkunstblog.com  zu finden. Dort blogge ich über Themen wie Selbstverteidigung und Kampfkunst.

Außerdem findest du mich auf Google+, Facebook und Youtube.

Foto: www.yogan-om.de & Thomas Schlott / pixelio.de

Advertisements

8 Kommentare

Eingeordnet unter Weitere Themen

8 Antworten zu “Leben im Hier und Jetzt? Oder doch lieber in der Zukunft?

  1. Ich halte es mit einer gesunden Abwechslung. Ziele planen und dann bei Erreichen genießen. Im Jetzt Leben, wenn künftige Sorgen das Leben schwer machen. Warum nicht immer das tun, was gerade gut tut?

  2. Hallo Martin,
    wie du so treffend sagst, ist der Mittelweg auch hier das Mittel der Wahl(wie so oft). Extreme sind nie gut, wage ich mal zu behaupten. Um im Leben weiter zu kommen, braucht es Ziele, aber ich brauche genauso meine Zeit, in der ich mir keine Gedanken über die Zukunft machen muss. Wobei ich doch recht oft dazu neige, mehr zur „Hier-und-jetzt“-Einstellung zu tendieren. Das ist aber wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich und auch völlig in Ordnung 🙂

    Liebe Grüße,
    Pirmin

    P.S.:Wann kommt denn eigentlich die nächste Blogparade? 😉

  3. Hallo Martin,
    Wie du schon schreibst, ist der Mittelweg wohl der beste Weg. Nicht umsonst sagt man, dass der Weg zur Mitte dem Wohlbefinden tut gut.
    Ziele sind meiner Meinung nach sehr wichtig, wie der Weg dorthin allerdings aussieht, das lässt sich nicht planen, sondern ergibt sich aus den Taten des Hier und Jetzt. Jede Aktion ergibt eine Reaktion der Umwelt und diese ist schlichtweg nicht planbar.

    LG aus Salzburg
    Stefan

  4. Nicht zu viel denken und
    einfach mehr auf den kurzen Impuls
    vom Bauch hören.

  5. Damit eine Investition Früchte tragen kann ist nun mal Zeit nötig. Andererseits ist die Message dieses bekannten Spruchs auch nicht von der Hand zu weisen : „Life is what happens while you’re busy making other plans.“

    LG
    Jonas von Gedankennahrung

  6. Zukunft und Vergangenheit sind zwei miserable Ewigkeiten.
    Die Vergangenheit ist so wie sie ist – wir haben keinen Zugriff mehr darauf. Das einzige was wir an unserer Vergangenheit ändern können ist die Sichtweise darauf. Auf die Zukunft haben wir ebenso wenig Zugriff. Erst wenn die Zukunft Gegenwart ist, können wir tatsächlich aktiv werden.

    Je mehr wir uns geistig von der Gegenwart entfernen, desto unsicherer und ängstlicher werden wir.

    Natürlich ist es wichtig Ziele im Leben zu haben und zu verfolgen. Ziele geben dem Leben ja erst seinen Sinn. Letztlich können wir jedoch nur im Hier und Jetzt und Heute etwas für unsere Zukunft und die gesetzten Ziele tun.

    Viele Menschen verschieben ihr gesamtes Leben auf die Zukunft. Wenn ich erst mal schlank bin, dann werde ich … Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann werde ich … Wenn ich erst mal Rentner bin, dann werde ich …

    Manche Leute bereiten sich ein ganzes Leben auf das Leben vor – so als sei das Leben eine Generalprobe. Sie sind auf die Zukunft ausgerichtet und merken nicht, dass das Leben an ihnen vorbei zieht. Ganz am Ende merken sie dann, dass sie keine Chance auf Wiederholung haben. Zukunft und Vergangenheit sind aus meiner persönlichen Sicht zwei Zeitdiebe.

    Die Gegenwart ist die einzige Möglichkeit etwas aus seinem Leben zu machen. Wer sie nicht nutzt und nur in der Zukunft oder ständig in der Vergangenheit unterwegs ist, verschenkt sein Leben. Nutze die Gegenwart – es gibt keine Zeit, die der Gegenwart gleicht.

    In diesem Sinne

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s