Deine einzige Chance auf Veränderung …

unglücklichLetzten Montag habe ich hier im Blog einen Artikel veröffentlicht, der wohl beim Großteil meiner Leser nicht so gut angekommen ist.  Aufgrund bisheriger Erfahrungen habe ich ehrlich gesagt auch ein wenig damit gerechnet. Vor allem die Überschrift dürfte viele abgeschreckt haben: „Du glaubst, du hast die Freiheit alles zu tun was du willst? Na wenn du dich da mal nicht täuschst …“

Zum einen wurde er deutlich weniger angeklickt als beispielsweise jener Artikel, der eine Woche zuvor erschienen ist (Er wies sogar nur etwa ein Drittel der Klicks auf). Und zu allem Überdruss habe ich am Tag des Erscheinens auch noch einige E-Mail-Follower verloren. Der Grund wird wohl der sein, dass die meisten meiner Leser Positives von mir hören wollen.

Doch wie wir bereits von den alten Chinesen gelernt haben: Es gibt sowohl Yin als auch Yang. Und deine einzige Chance auf Veränderung – auf eine Verbesserung deiner Lebensumstände – ist ….

Akzeptanz

 

Vielleicht hast du schon einmal etwas von der paradoxen Theorie der Veränderung von Arnold R. Beisser gehört. (Ich habe glaub ich auch schon ein oder zweimal hier im Blog darüber geschrieben) Diese Theorie ist vor allem in der Gestalttherapie in aller Munde und besagt, dass der Klient / Patient – zumindest für einen Moment – aufgibt, anders werden zu wollen, und stattdessen versucht zu sein, was er ist.

Akzeptiert man nämlich nicht, wer man im Moment ist, dann wird Veränderung ein ständiger K(r)ampf und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man sich und sein gegenwärtiges Leben nie zu etwas Besserem verändern wird.

Doch Akzeptanz wiederum erfordert, dass man sich seine eigenen Unzulänglichkeiten erst einmal bewusst macht – und sie eben nicht ständig verleugnet. Deshalb finde ich es auch schade, dass so viele Leser immer wieder nur nach Blogartikeln Ausschau halten, die in die Kategorie „Positives Denken“ fallen. (Aber versteh mich bitte nicht falsch: Ich bin beileibe kein Pessimist. Im Gegenteil: Ich glaube sogar, dass ich ein lebensfroher Mensch bin. Ich finde halt nur, dass man sich auch dann und wann mit den eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten auseinandersetzen sollte.)

Um zum Artikel vorige Woche zurückzukommen: Ich habe darin einige Experimente genannt, die ganz klar zeigen, dass wir Menschen in der Regel in unseren Entscheidungen und in unserem Verhalten eben nicht so frei sind wie gedacht. Doch erst wenn dir das bewusst ist, kannst du dein eigenes Verhalten reflektieren, sobald du selbst in solchen Situationen bist.

Und nur wenn du dein Verhalten reflektierst, kannst du entscheiden, ob du dich in Zukunft anders verhalten willst oder nicht. Wenn du diese Dinge aber verleugnest und du sie dir somit nie bewusst machst, dann hast du auch nie eine Chance, dich anders zu verhalten.

Du hast die Wahl: Willst du wirklich an dir arbeiten und dich weiterentwickeln? Oder rennst du lieber mit Scheuklappen durch die Welt und veränderst nichts?


Über den Autor

Hallo! Ich heiße Martin Grünstäudl, ich bin aus Österreich und ein leidenschaftlicher Blogger.

Letzteres mag dir vielleicht komisch anmuten, da ich hier nur mehr selten etwas veröffentliche. Doch es ist nicht mein einziger Blog: Mein Hauptblog ist unter der Adresse http://kampfkunstblog.com  zu finden. Dort blogge ich über Themen wie Selbstverteidigung und Kampfkunst.

Außerdem findest du mich auf Google+, Facebook und Youtube.

Foto: aboutpixel.de / Mark Chambers

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Deine einzige Chance auf Veränderung …

  1. Richtig erkannt. Mann sollte immer beide Seiten betrachten, sich aber nur von der Beeinflussen lassen, die einen auch im Leben weiterbringt.

  2. Lass Dich nicht in deinen Statements beirren. Es ist wichtig zu seiner Meinung zu stehen. Mach weiter so 🙂

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