Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen

time for actionDieser Spruch stammt von Georg Christoph Lichtenberg aus dem 18ten Jahrhundert. Obwohl dieses Zitat so alt ist, ist es so wahr wie niemals zuvor. Trotz unzähliger Möglichkeiten den Tag zu verbringen, Dinge zu unternehmen und Neues zu lernen, neue Leute zu treffen und auch Neues auszuprobieren, bleiben wir meist beim Alten, beim Gewohnten verhaftet.

Versteh mich nicht falsch: Gewohnheiten können eine super Sache sein (was ich hier im Blog ja bereits das eine oder andere Mal erwähnt habe). Doch gleichzeitig halten uns Gewohnheiten davon ab, neue Erfahrungen zu machen und uns weiterzuentwickeln.

Dabei ist es gar nicht schwer, in unserer heutigen Zeit Neues auszuprobieren und andere Leute kennenzulernen. Eigentlich ist es so leicht wie niemals zuvor. Dennoch glauben viele, dass sie in ihrem Tagesablauf gefangen sind und nicht anders können als tagein tagaus dasselbe zu machen. Die Ausreden und Ausflüchte sind vielfältig. Die gängigste Ausrede ist wohl die, keine Zeit zu haben.

Was ich aber echt sehr schade finde ist, dass die meisten Leute bestimmte Dinge nur deshalb nicht starten, weil sie denken, dass man (oder frau) das in ihrer Lage eben nicht tut.

Ein paar Beispiele gefällig?

Person A ist schon deutlich über 30 und denkt sich, wie schön es doch wäre Medizin zu studieren und Arzt zu werden. Doch er / sie wird nie mit dem Studium beginnen. Warum nicht? Na ganz einfach: Man beginnt mit einem Medizinstudium schließlich schon mit 18 oder 19, aber doch nicht mit über 30. Da hält einen doch jeder für bekloppt.

Person B hat im Internet recherchiert und herausgefunden, dass es in der Stadt dieses einen Verein gibt, der eine bestimmte Sportart anbietet, die man immer schon mal ausüben wollte, die es aber leider nur dort und nirgends sonst gibt. Der Haken dabei ist, dass Person B am Land und somit 1 ½ Stunden von besagter Stadt entfernt wohnt. Person B würde sich nichts sehnlicher wünschen als diesen Sport endlich mal selbst auszuprobieren. Doch sie macht es nie. Denn 1 ½ Stunden Anreise? Da halten sie ja alle für bekloppt.

Was ich ebenfalls sehr schade finde ist, wenn man (oder frau) etwas nur deshalb nicht beginnt, weil man Angst hat zu versagen bzw. Angst hat, dass es doch nicht das Richtige für einen ist. So a lá „der gewohnte Tagesablauf ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin erträglich – wieso also das Risiko eingehen?“

Ein Beispiel gefällig?

Person C ist seit vielen Jahren im selben Job „gefangen“, der ihr aber alles andere als Spaß macht. Schon länger denkt sie sich, dass es Angestellte in der Firma XY viel besser haben, da das Betriebsklima dort besser ist und auch die Tätigkeit an sich viel interessanter ist. Auf einmal erfährt besagte Person von einem Freund / einer Freundin, dass sie in der Firma XY eine Fachkraft mit genau den Fähigkeiten brauchen, die Person C hat. Obwohl sie schon seit Jahren herumjammert, wie schlecht es ihr nicht in ihrem Job geht und wieviel Stress sie hat, kommen ihr nun Zweifel. Soll sie es wirklich versuchen und sich bewerben? Sie wartet erstmal ab. Denn solche Entscheidungen sollte man nicht unüberlegt treffen. Es vergehen 4 Wochen bis sie endlich die Bewerbung abschickt. Doch leider gibt es den Job nicht mehr. Den hat bereits jemand anderes.

Was würdest du mal gerne machen? Es gibt doch sicher etwas, das du immer schon mal gerne machen wolltest, aber nie getan hast, oder?


Mein Tipp: Tu´s einfach

Aufhören kannst du jederzeit wieder.

Und wenn du dir wieder einmal den Kopf darüber zerbrichst, was andere Leute darüber denken mögen, dann hab ich ein schönes Zitat von Vernon Howard für dich:

“A truly strong person does not need the approval of others any more than a lion needs the approval of sheep.”


Über den Autor

Hallo! Ich heiße Martin Grünstäudl, ich bin aus Österreich und ein leidenschaftlicher Blogger.

Letzteres mag dir vielleicht komisch anmuten, da ich hier nur mehr selten etwas veröffentliche. Doch es ist nicht mein einziger Blog: Mein Hauptblog ist unter der Adresse http://kampfkunstblog.com  zu finden. Dort blogge ich über Themen wie Selbstverteidigung und Kampfkunst.

Außerdem findest du mich auf Google+, Facebook und Youtube.

Foto: aboutpixel.de – time for Action (c) Mustafa Almir mahmoud

Advertisements

16 Kommentare

Eingeordnet unter Weitere Themen

16 Antworten zu “Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen

  1. Hallo Martin,
    guter Artikel, in dem viel Wahres steckt.

    Immer wieder das Selbe zu tun ist eine seltsame Art der Faulheit. Besonders das Beispiel mit Person C betrifft wohl sehr viele Menschen. Die meisten haben nicht den Mumm sich aufzuraffen und etwas Neues anzufangen. Erst wenn starke Veränderungen auftreten, die neue Entscheidungen erzwingen, beenden die Leute „notgedrungen“ ihre Unentschiedenheit, was besonders für den täglichen Job zutrifft.

    Ich würde ein Zitat von Bertrand Russell hinzufügen:
    “Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.”

    In diesem Sinne …

    Herzliche Grüße
    Anja Maschlanka

  2. Hallo Martin,

    schön mal wieder von Dir zu lesen. Da fällt mir sofort das Zitat von Henry Ford ein „Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.“, das ich zu meinem Motto gemacht habe. Deshalb versuche ich es erst einmal, bevor ich vorschnell aufgebe.

    Viele Grüße
    Claudia

  3. Du hast vollkomemn recht, den Horizont zu erweitern und sich immer neuen Eindrucken zu stellen, und vor Allem seine Komfortzone zu verlassen ist der einzige Weg um immer wieder neuen Schwung in seine eigenen Denkvorgänge zu bringen.
    LG
    Katrin

  4. Mir gefällt das Zitat von Brian Tracy sehr gut: „Mit guten Gewohnheiten kann man leicht leben, jedoch ist es schwer, sie aufzubauen. Mit schlechten Gewohnheiten kann man schwer leben, jedoch ist es leicht, sie aufzubauen.“

    Gewohnheiten beeinflussen unseren Erfolg mehr als jede andere Sache.

  5. Sehr schön geschrieben. Genau dort fängt der Erfolg an: Wo man aufhört darüber nachzudenken, ob man startet, sondern einfach startet. Viele hält es davon ab etwas zu beginnen, weil sie auf das Endergebnis fixiert sind, oder andere Vorbilder sehen und die Distanz zwischen ihnen. Aber jeder hat klein angefangen, das ist ganz wichtig.

  6. Du muss ich dir vollkommen Recht geben. Wer immer das Gleiche macht, wird auch immer das Gleiche bekommen!

  7. Wo du Recht hast, hast du Recht 🙂

  8. Toller kurzer Beitrag 🙂

    ich selbst brauche jeden Tag eine Portion Motivationssprüche, damit ich auch mal in die Gänge komme!

    Grüße,
    Jakob

  9. Michael Schikora

    Hallo Martin,

    zunächst ein JA für das, in diesem Artikel genannte. Jetzt aber mal mein ABER….

    Ich bin gezwungener Maßen aus meiner Komfortzone gekrochen, nein geworfen worden. Private Probleme zeigen einem oft Wege auf, die man nicht gehen möchte. Um diese Wege zu verlassen, muss man sich selbst nach neuem, anderen und vor allem erfolgreicheren Konzepten umsehen.
    Bei mir geht es um die Existenz. Geld, es verdienen, nichts zu verlieren, die Gesundheit eines geliebten Menschen wieder herstellen, seine Genesung unterstützen.
    Aus diesem Grund habe ich mich für das Internet interessiert. Schließlich reifte der Entschluss hier auch ein wenig Geld verdienen zu können.
    Daraufhin kommen die Gurus zu Tage. Menschen die erklären 25.000 Euro täglich zu verdienen, mit nur einer Stunde Arbeit. Und schon bin ich dabei, im Gedanken alle Problem lösen zu können.

    Stunden, Tage, ja Wochen später stelle ich fest, dass ich dem Guru nicht folgen kann, weil ich nicht bewerbe, was ich nicht kenne. Weil ich Dinge nicht für gut finden kann, nur um damit und mit dem Vertrauen anderer Menschen Geld zu verdienen.
    Also hatte ich Geld und Zeit investiert, um an Erfahrungen gewachsen zu sein. Allerdings löst das meine Problem in absehbarer Zeit auch nicht.

    Und jetzt kommt es. Es ist keine Kraft mehr da, es, oder was anderes zu tun. Der Geist streikt, der Körper schmerzt. Es geht nicht weiter.

    Deswegen – Ruhe, in einer Komfortzone, um von dort aus, mit neuer Kraft seine Grenzen, die Grenzen seiner Komfortzone, nach außen zu verschieben. Es größer zu machen.

    Ganz beiläufig. Ich hatte versucht mit einem Blog, einer Seite zum Dating, die Wahrheit zum Darin auf zu zeigen. Zu erzählen, was, und wenn, wie es funktioniert. Oh mein Gott. Wenn ich da alle Wahrheiten erzählen würde, wäre ich wohl wegen Geschäftsschädigung dran. Müsste mit Abmahnungen leben und noch mehr Geld zahlen und verlieren.

    Ich denke, dass ich meine Seite, meinen ersten Versuch hier mal nennen kann, damit Du Dir ein Bild von meinem Versuch machen kannst.
    http://liebeheimlich.net

    Ich mach daran zunächst nichts mehr und bereite mich auf etwas neues vor. Das braucht Zeit, weil ich mich gut vorbereitet darauf stürzen möchte.
    Ich möchte von meinen Erfahrungen beim Bauen erzählen, was schiefgehen kann und auf was man achten soll. Dinge die wichtig sein könnten. Hilfen zur Berechnung von Baukosten und Anleitungen zum selber machen. Begleitet von Berichten über eigene Projekte, die ich am Haus jetzt selbst zu erledigen habe, weil das Geld fehlt. Geschichten von Gerichtsverhandlungen und Vergleichen. Kosten von Rechtsanwälten und dem Fehlen von notwendigen Versicherungen. Das ganze von einem zweiten Blog begleitet, der aufzeigen soll, wie ich versuche ein Project um zu setzen.

    Wie sehen Deine neuen Projekte aus? Hier hast Du schon lange nichts mehr veröffentlicht. Ich hoffe, die Ideen gehen nicht aus und Deine Kraft neues zu tun ist ungebrochen.

    Michael

  10. Gibt auch ein schönes Zitat das lautet: „Bist du Meister in einem Fach, werde Schüler in einem anderen“. Es ist ganz wichtig sich immer neue Ziele zu setzen. Die Menschen, die das nicht tun, werden oftmals recht schnell depressiv. 🙂

  11. Sehr schöner Beitrag ! Stimme dir zu. Das Gesamtkonzept deiner Seite ist super 😀

  12. Ja, das ist immer sowas mit der Komfortzone. Wie herbert Grönemeyer schon sag, Stillstand ist der Tod. Auf gehts immer weiter mit neuer Motivation. Schöne Seite.

  13. Ich kann dir da auch nur zustimmen

  14. Hallo Martin,

    Menschen sind eben Gewohnheitstiere. Ich halte auch sehr viel von Routinen. Aber ich achte auch darauf, dass ich regelmäßig die Komfortzone verlasse. So komm ich am schnellsten voran.

    MFG Philipp

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s