Mein Onlinebusiness: Von einer Pleite zur nächsten?

Naja so schlimm war es nun auch wieder nicht. Aber ich habe zumindest eines gelernt: Wenn du dir im Netz ein Onlinebusiness aufbauen willst, dann brauchst du vor allem eines – und zwar Frustrationstoleranz.

Dabei habe ich es mir so schön ausgemalt …

Ich habe mir zwar gedacht, dass der Anfang schwer werden wird und erstmal noch wenige Besucher vorbeikommen werden – sei es auf meinem Blog oder auch auf meine Youtube- bzw. Facebook-Präsenz.

Naja eben wenige.. Aber dass es zu Beginn nicht wenige sondern fast gar keine werden – damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Doch zum Glück ist es mit der Zeit besser geworden und ich habe nun auch erste zahlende Kunden. Es geht also aufwärts.

Doch was ist genau passiert und welche Lehren ziehe ich daraus? Um das geht es im heutigen Artikel 🙂

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Dies ist ein Beitrag im Rahmen der Artikelserie „Ein Onlinebusiness aufbauen? .. Meine ganz persönlichen Erfahrungen damit„. Nächste Woche gibt es schon den nächsten Artikel zur Serie. Dann verrate ich dir, warum ich als allererstes mit meinem Memberbereich für Wing Chun begonnen habe in meiner Onlineselbständigkeit.

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Ein Onlinebusiness aufbauen: Was bisher passiert ist …


31. Dezember 2016: Unser Start auf Facebook

Zu Silvester des letzten Jahres zeigten wir uns zum ersten Mal im Netz. Ein paar Freunde haben zu diesem Zeitpunkt unsere Seite abonniert und seitdem ging es recht schleppend dahin – obwohl ich dort regelmäßig etwas poste.

Aber gut. Dass ich dort noch keinen Durchbruch hatte ist auch irgendwie klar, da ich es bisher nur ein einziges mal kurz mit etwas Werbung probiert habe und auch privat keinen aktiven Facebook-Account habe. Somit konnte ich auch keinen meiner Facebook-Freunde einladen die Seite zu abonnieren.

Trotzdem werde ich auch auf Facebook weitermachen und dort weiterhin regelmäßig posten. Im September möchte ich es dann auch etwas mehr mit Werbung für unseren Memberbereich für Wing Chun probieren. Vielleicht bringt das ja was – mal schauen.

3. Jänner 2017: Unser Start auf Youtube

Auf Youtube kam zwar bislang auch noch nicht der große Durchbruch, doch wir haben da immerhin genauso viele Abonnenten wie auf Facebook.

Und ich weiß auch, dass zumindest mal einer unserer Kunden von dort gekommen ist. Also scheint es schon mal vielversprechend zu sein.

Außerdem verkaufen wir ja genau das: nämlich Videos. Und auf Youtube lassen sich prima Ausschnitte aus unserem Memberbereich bzw. aus unseren später noch folgenden Onlinekursen veröffentlichen. Und Leute, die sich diese Videos auf Youtube ansehen, interessieren sich ja bereits dafür.

Deshalb verspreche ich mir von unserer Youtbube-Präsenz auch deutlich mehr als von Facebook.

1. Februar 2017: Wir gründen das Unternehmen

Am 1. Februar war es dann soweit: Wir haben unsere Gesellschaft gegründet (wobei ich der einzige bin, der nach außen wirklich in Erscheinung tritt).

Bislang war das Unternehmen vor allem dazu da, um unsere Ausgaben abschreiben zu können. Aber das wird sich ja noch ändern, da bin ich mir mittlerweile sicher …

12. März 2017: Unser Blog geht an den Start

Auch wenn unser Kampfkunstblog noch kein megagutbesuchter Blog ist – so bin ich dennoch stolz darauf.

Zumindest haben wir schon einige treue Leser – auch wenn diese leider noch überhaupt nicht kommentieren, was ich doch etwas schade finde.

Unser Blog dient aber nicht nur dafür, um interessierte Leser zu unterhalten und ihnen unsere aktuellen und künftigen Produkte schmackhaft zu machen. Wir haben darin auch unseren Memberbereich integriert.

11. Juni 2017: Jetzt kann man Wing Chun sogar online lernen 🙂

Mit 11. Juni 2017 gingen wir mit unserem Wing-Chun-Memberbereich an den Start: Wing Chun online lernen

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Falls du nicht weißt was Wing Chun ist, möchte ich es dir kurz erklären:

Wing Chun ist ein chinesischer Kung Fu Stil, der vor allem auf kluges Nachgeben und das Borgen der gegnerischen Kraft setzt.

Somit haben wir im Wing Chun das Weiche – ganz im Sinne von: der klügere gibt nach.

Dennoch sind wir im nicht nur auf das Nachgeben beschränkt. Manchmal ist es besser selbst anzugreifen oder den Angriff des Gegners bereits im Ansatz zu vereiteln.  Somit haben wir im Wing Chun durchaus auch das Harte.

Der fernöstlichen Tradition entsprechend haben wir im Wing Chun somit Yin als auch Yang.

Wie alt diese Kampfkunst übrigens genau ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Doch aufgrund einiger bekannter Eckdaten lässt sich das Alter der Kampfkunst Wing Chun auf mindestens 250 bis 300 Jahre schätzen.

Falls dich dazu noch weitere Details interessieren, dann klicke bitte hier

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Doch ich wollte dir in diesem Beitrag nicht wirklich die einzelnen Ereignisse schildern. Vielmehr möchte ich dir einige Ratschläge mit auf den Weg geben, falls du ebenfalls planst ein Onlinebusiness aufzubauen …


Ein Onlinebusiness aufbauen: Meine Lehren bisher …


Jetzt geht´s aber ans Eingemachte. Welche Lehren konnte ich bisher aus meiner Internetselbständigkeit ziehen? Was hat funktioniert und was könnte man besser machen? Was braucht es um erfolgreich zu sein?

#1 Aller Anfang ist schwer

Ok, das ist ja eine Binsenweisheit, dass aller Anfang schwer ist.

Dennoch möchte ich das hier besonders betonen. Auch wenn du dir schon denkst, dass der Anfang holprig ist – es ist vielleicht NOCH schlimmer als du denkst.

Wenn wir zum Beispiel mal unseren Blog hernehmen: Die erste Woche verlief ja ganz vielversprechend. War ja auch kein Wunder, da viele Freunde erstmal neugierig drauf waren, was wir denn da fabrizieren.

Doch nach dieser ersten Woche ebbte es schnell ab.

Irgendwie ja auch klar – die wenigsten interessieren sich für Kampfkunst. Und da war klar, dass die meisten meiner Freunde und Bekannten schnell wieder das Weite suchen würden.

Und dann war da erstmal NICHTS. Keine Besucher. Kein Feedback. Kein Garnichts.

Und das über viele Wochen lang.

Wenn du da nicht mit Frustrationen umgehen kannst und kein Durchhaltevermögen hast, dann wirfst du schnell mal das Handtuch.

Zum Glück wusste ich ja, dass es anfangs schwierig werden würde. Und so hab ich weitergemacht.

Übrigens kann sich diese Durststrecke nicht nur über Wochen sondern sogar über mehrere Monate hinziehen.

Und wirklich einen Durchbruch hatten wir ja noch nicht. So gesehen zieht es sich bei uns auch schon über Monate hinweg. Es ist nicht mehr gar so schlimm wie am Anfang, aber lukrativ arbeiten wir noch nicht.

Viele erfolgreiche Internetselbständige hatten sowieso erst nach Jahren harter Arbeit ihren Durchbruch. Du musst also darauf gefasst sein, dass du lange Zeit mehr Aufwand als Ertrag hast.

Das Märchen vom leichten Geld kannst du dir gleich mal abschminken. Ist leider so. Von nichts kommt nichts …

#2 Du musst für dein Thema brennen

Wenn du dir ein Onlinebusiness aufbauen willst, dann brauchst du wie gesagt Durchhaltevermögen. Doch dieses Durchhaltevermögen hat man nicht einfach so.

Es entsteht am ehesten dann, wenn man das was man verkauft, gerne tut. Wenn man also für das Thema brennt.

Wenn du über irgendein Thema nur deshalb schreibst, Podcasts aufnimmst und Videos drehst, weil du glaubst, das hat Potential, dann wirst du wahrscheinlich scheitern. Zumindest dann, wenn dich das Thema nicht wirklich interessiert. Du es also nur des Geldes wegen machst.

Wenn ich nicht für das Thema Kampfkunst brennen würde, dann hätte ich jetzt schon längst aufgegeben.

Weil ich das was ich tue aber gerne mache, sehe ich es weniger als eine zusätzliche Arbeit an. Vielmehr betrachte ich es als Hobby. Umso schöner, wenn das Ganze irgendwann Früchte trägt und mir ein gutes Einkommen liefert.

Außerdem werden auch deine Kunden viel zufriedener sein, wenn du für dein Thema brennst. Denn das erkennt man sofort, ob man eine Sache gerne tut oder nicht. Das wird sich auch auf die Qualität deiner Blogartikel, Videos und Produkte auswirken. Garantiert.

#3 Es kommt alles anders als man denkt

Du kannst noch so tolle Pläne schmieden. Wahrscheinlich musst du schon nach der ersten Woche davon abweichen.

Zum Beispiel habe ich im Blog zu Beginn das Hauptaugenmerk klar auf das Thema Selbstverteidigung gerichtet. Bis ich dann erkannt hatte, dass andere Beiträge doch etwas besser liefen. Und so gingen wir dann als erstes mit einem Produkt zum Thema Wing Chun an den Start.

Rückblickend war dann auch das Gratisprodukt falsch gewählt, das wir neuen Newsletterabonnenten schenken. Denn das handelt nach wie vor vom Thema Selbstverteidigung. Genauer gesagt ist es ein E-Book mit dem Titel: 33 Selbstverteidigungs-Tipps, die jeder kennen sollte (Wenn dich das interessiert, dann hol´s dir bald, denn das wird es nicht mehr lange geben – zumindest nicht gratis)

Doch nur weil sich jemand für Selbstverteidigung interessiert muss ihn nicht auch die Kampfkunst Wing Chun interessieren. Das wäre sogar ein ziemlicher Zufall. Und so können wir unseren bisherigen Abonnentenstamm auch nicht wirklich von unserem Memberbereich überzeugen (von Ausnahmen abgesehen).

Zu Beginn war es aber schlüssig genau dieses E-Book als Dankeschön für neue Abonnenten anzubieten. Wir dachten ja auch, dass wir uns hauptsächlich mit dem Thema Selbstverteidigung beschäftigen würden und eben nicht mit Kampfkunst (Was nicht unbedingt dasselbe ist. Warum es nicht dasselbe ist, kannst du hier nachlesen: „Kampfkunsttraining allein eignet sich nur bedingt zur Selbstverteidigung„)

Wir mussten uns aber nicht nur in unserem Blog schnell umorientieren. Auch auf Youtube haben wir mittlerweile erkannt, dass manche Videos einfach nicht funktionieren. Bis vor kurzem haben wir abwechselnd immer ein kurzes Lehrvideo und ein Trainingsvideo (wo man uns also bloß trainieren sieht) veröffentlicht. Ersteres scheint gut zu funktionieren. Letzteres eben nicht.

#4 Starte früh mit einem Produkt

Der Plan ist ja meist folgender: Zuerst startet man mit einem Blog und diversen Social Media Kanälen. Diese füttert man monatelang (wenn nicht jahrelang) mit interessanten Inhalten.

Dabei glaubt man, dass man sich einen großen Stamm an potentiellen Kunden schafft, denen man später seine Produkte verkaufen kann.

Klingt ja soweit gut. Doch mittlerweile muss ich sagen, dass es nicht früh genug sein kann ein eigenes Produkt zu verkaufen. Denn gerade zu Beginn macht man viele Fehler. Und umso länger man wartet, um so blöder wird es. Erstens dauert es dann noch länger bis man endlich etwas damit verdient.

Und man weiß ja auch nicht wirklich im vorhinein, ob sich bestimmte Themen wirklich gut dafür eignen, um damit Geld zu verdienen. Schade, wenn man dann jahrelang auf das falsche Pferd gesetzt hat, weil man zu lange mit dem ersten Produkt gewartet hat.

Und eines ist mir mittlerweile auch klar. Es ist nicht Traffic was zählt (sprich die Anzahl an Besuchern auf deinem Blog). Was zählt ist die Conversion – also die Anzahl jener Besucher, die irgendwann auch mal was kaufen.

Du kannst mit ein paar hundert Besuchern mehr verdienen als mit ein paar Tausend Besuchern.

Mir ist ein Blog mit einigen wenigen dafür aber begeisterten Besuchern lieber als ein Blog mit vielen Besuchern, die aber genauso schnell wieder weg sind wie sie zuvor gekommen sind.

#5 Du musst aktiv etwas dafür tun, dass Leute deinen Blog besuchen

Viele Blogneulinge glauben, dass es genügt, wenn man einen Blog startet, regelmäßig Artikel schreibt und einfach zuwartet.

Okay, vielleicht hast du Glück und es funktioniert. Aber wetten würde ich darauf nicht.

Denn Google schickt dir leider erst dann nennenswert Besucher, wenn sich bereits Leute für dich interessieren, du also Links von anderen Seiten und auch bereits einige Facebook-Likes, Tweets und so weiter eingeheimst hast.

Erst dann nimmt Google überhaupt von dir Notiz.

Und das Blöde an der Sache ist: Wenn Google nicht Notiz von dir nimmt, dann bekommst du auch keine Besucher, die dich verlinken könnten.

Und genau deshalb bist du selbst gefragt: Du musst aktiv werden und dafür sorgen, dass Leute auf dich und deinen Blog aufmerksam werden.

Bislang habe ich das selbst noch eher vernachlässigt. Sicher mit ein Grund, weshalb es speziell am Anfang sehr schleppend verlief. In Zukunft werde ich in die Richtung etwas aktiver sein als bisher.

#6 Trau dich einfach

Das Filmen war am Anfang einfach furchtbar. Alles war noch ungewohnt, ich war nervös und nachher konnte ich mir meine eigene Stimme fast nicht anhören, so komisch hat das alles für mich geklungen.

Und trotzdem hab ich es gemacht. Zu Beginn hab ich vorher alles (wirklich ALLES) auf einen Flipchart aufgeschrieben und dann Wort für Wort abgelesen. Wenn man genau schaut sieht man das auch bei den ersten Videos, da ich nie genau in die Kamera geschaut habe sondern immer etwas rechts daneben hingeguckt habe.

Dass das mit einem gewaltigen Aufwand verbunden war muss ich dir wohl nicht erzählen. Zuerst habe ich mir genau ausgedacht was ich sagen will und es am Computer geschrieben, dann ausgedruckt und alles auf den Flipchart übertragen. Bei einem nur fünfminütigen Film kamen da schnell drei Flipchartblätter zusammen, die ich vollgeschrieben habe.

Und auch das Schneiden des Films war schwierig, da wir dazwischen natürlich mehrmals stoppen mussten. Einerseits weil es ja drei verschiedene Blätter waren. Andererseits aber auch, weil es doof ausgesehen hätte, wenn ich zuerst die Augen weiter oben und am Ende dann ganz weit unten gehabt hätte. Somit waren bei einem fünfminütigen Film acht Schnitte.

Mittlerweile notiere ich mir nur mehr vorher was ich sagen will (in einigen wenigen Stichworten). Das lese ich mir vorher nur kurz durch und dann filmen wir. So schaffe ich es nun auch häufig 10 Minuten zu reden und etwas vorzuzeigen – und zwar ohne einen einzigen Schnitt dazwischen.

Das hätte ich aber nie gelernt, wenn ich nicht einfach trotzdem angefangen hätte – obwohl ich es vor ein paar Monaten eigentlich noch gar nicht konnte. Aber Übung macht eben den Meister.

Und das gilt auch für alles andere: Wenn du mit dem Bloggen anfängst, dann wirst du dir zu Beginn wahrscheinlich auch ziemlich schwer tun. Aber mit der Zeit lernst du sicher dazu und wirst besser.

Also: Trau dich und fang an. Was hast du denn schon zu verlieren?

P.S.

Hast du auch schon Erfahrungen gemacht zum Thema Onlinebusiness aufbauen? Wenn ja, dann erzähl uns doch darüber in den Kommentaren 😉

P.P.S.

Mit diesem Artikel möchte ich bei einer Blogparade mitmachen. Und zwar zum Thema: „Wenn ich DAS vorher gewusst hätte!

 

Foto: Florian Fierz / pixelio.de

 

 

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Erfolgreich Bloggen, Passives Einkommen

3 Antworten zu “Mein Onlinebusiness: Von einer Pleite zur nächsten?

  1. Toller Artikel. Das kann ich alles nur zu gut bestätigen.

  2. Pingback: 22 Selbständig erzählen ... von Höhen, Tiefen, Umwegen und vor allem vom Durchhalten › Abenteuer Home-Office

  3. Hallo Martin, auch mir gefällt der Artikel sehr gut. Die Startschwierigkeiten hast du super dargestellt. Gerade dann eben, wenn man mit einem Blog arbeiten will. Wir haben ebenfalls Monate gebraucht, bis die ersten zählbaren Erfolge in Form von Verkäufen stattgefunden haben. Mal abgesehen von den paar Euro die durch Adsense hereinkamen.

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