Online Kung Fu unterrichten? Wie kam ich denn auf diese Idee?

Ich habe dir ja schon in den letzten beiden Beiträgen verraten, dass ich dabei bin mir ein Onlinebusiness aufzubauen. Schon vor etwa einem Jahr kam ich nämlich auf die Idee, via Internet Onlinekurse zum Thema Kampfkunst und Selbstverteidigung anzubieten.

Eines meiner vielen Ideen haben wir bereits umgesetzt. Und es wurde nicht nur ein einzelner Onlinekurs wie wir zuerst geplant hatten. Es wurde sogar ein ganzer Memberbereich draus, den man auf Monats- bzw Jahresbasis abonnieren kann. Das Thema dieses Memberbereichs: Wing Chun online lernen

Somit ist es unser Anliegen, es Kampfkunstinteressierten zu ermöglichen, via Internet Kung Fu zu lernen. Denn genau darum handelt es sich bei der Kampfkunst Wing Chun – um einen chinesischen Kung-Fu-Stil.

Doch wie zum Henker kam ich ausgerechnet auf die Idee gleich mit einem Memberbereich zu starten – so nebenbei wohl die schwierigste Einstiegsoption, die es online gibt? Und welche Optionen gibt es online noch, um Coachingprodukte zu vertreiben?

Hier also ein paar Worte zu den Möglichkeiten, die man online hat, um Coachingprodukte zu verkaufen, sei es zum Thema Wing Chun, oder wie man Tennisspielen lernt oder das Stricken von Pullovern. Im Grunde lässt sich ja fast alles irgendwie vermarkten ..


E-Books, Mini-Kurse & Selfpublishing


Genau daran denken die meisten, wenn sie ein erstes Produkt zu „ihrem“ Thema entwickeln wollen. Und so war es ja auch bei mir.

Als erstes habe ich mir überlegt, ob ich nicht ein E-Book bzw. ein Buch via Amazon schreiben und vermarkten sollte. Ideen dafür hätte ich ja genug, sei es zum Thema Selbstverteidigung, Wing Chun oder auch zur Kampfkunst ganz allgemein.

Doch ich habe es mir schnell anders überlegt. Ein wenig Erfahrung damit habe ich ja bereits und so weiß ich auch, dass es sehr arbeitsintensiv ist.

Ok, ich muss dazu sagen: das sind alle anderen Möglichkeiten auch. Wenn man wirklich ein nützliches Produkt vermarkten will, dann kostet das einiges an Zeit und Mühen.

Nur leider schaut bei E-Books und Büchern auch nicht viel dabei heraus – zumindest dann nicht, wenn man nicht schon eine große Folgschaft an treuen Bloglesern etc. hat. Wenn man gerade erst damit anfängt, dann steht man mit dieser Art von Produkten eher auf verlorenem Posten.

Denn eines ist klar: Amazon und Co. schicken dir von sich aus sicher nicht hunderte von Kunden, die dein E-Book oder Buch kaufen werden. Dafür musst du selbst sorgen. Und wenn du erst eine geringe Reichweite hast, dann wird nicht viel dabei herausschauen.

Umso mehr gilt das, wenn du dein E-Book oder deinen Mini-Kurs (zb. einen E-Mailkurs) nur auf deiner Webseite zum Kauf anbietest. Dann ist zwar deine Marge um einiges höher. Doch was nützt es, wenn (fast) niemand davon weiß.

Wenn man aber mal etwas mehr Reichweite hat, dann können Produkte wie E-Books und dergleichen sehr lohnenswert sein – und zwar vor allem als Einstiegsprodukt. Ein E-Book für ein paar Euro kauft schnell mal wer. Wenn der-/diejenige dann davon begeistert ist, stehen die Chancen gut, dass auch andere Produkte wie Onlinekurse gekauft werden bzw., dass man einem Memberbereich beitritt.

Somit möchte ich schon irgendwann auch zum Thema Wing Chun E-Books und Bücher vermarkten. Momentan steht das aber nicht weit oben auf meiner Prioritätenliste ..


Onlinekurse


Ein Onlinekurs zum Thema Wing Chun – das war eigentlich unser ursprünglicher Plan.

Genauer gesagt planten wir, über die Plattform Udemy erstmal einen Kurs anzubieten, indem wir einen Streifzug quer durch das waffenlose Wing Chun System machen. Angefangen von den Formen wie Siu Nim Tao, Cham Kiu etc. bis hin zum im Wing Chun so wichtigen Chi Sao und schließlich Freikampf und Kampfanwendungen. (Wer keine Ahnung hat, von was ich hier schreibe und mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich diesen Artikel: Wichtige Wing Chun Begriffe – einfach erklärt)

Doch als wir zu Beginn ein Testvideo hochgeladen hatten und ein Tontechniker dort meinte, beim Video wäre ein starkes Echo zu hören – obwohl wir beim besten Willen nichts hören konnten und wir ließen es wirklich einigen Leuten probehören – haben wir uns schnell umentschieden und beschlossen, es selbst in die Hand zu nehmen. Dies war sozusagen der Startschuss zu unserem Memberbereich für Wing Chun.

Auch wenn ich danach noch dem Tontechniker meine Meinung gegeigt hatte und dieser dann doch meinte, es sei eigentlich alles damit in Ordnung – der Entschluss war bereits gefasst.

Trotzdem haben Onlinekurse eine Menge Vorteile, weshalb wir auch planen, parallel zu unserem Memberbereich für Wing Chun auch Kurse zu den Themen Selbstverteidigung und Eskrima anzubieten (letzteres ist philippinischer Waffenkampf).

Aufgrund der viel höheren Margen und auch in der Regel höheren Preisen im Vergleich zu Büchern und E-Books kann man da auch bereits zu Beginn schon gutes Geld damit verdienen. Der Arbeitsaufwand ist aber genauso hoch – vor allem wenn man am Anfang noch keine Routine damit hat.


Die Königsdisziplin: Der Memberbereich


Ich bin total glücklich, dass es so gekommen ist und wir gleich einen Memberbereich gestartet haben, statt Wing Chun über diverse Onlinekurse zu lehren.

Der Nachteil von Onlinekursen ist ja, dass man immer nur einen bestimmten Ausschnitt dabei lernt. Man zeigt dabei immer nur ein bestimmtes Unterthema zu einem übergeordneten Thema. Der Gesamtüberblick und somit der rote Faden geht dadurch verloren.

Dies kann natürlich auch ein Segen sein: Nichts ist schwieriger als ein so großes Thema wie Wing Chun sinnvoll zu ordnen und dem Schüler die Möglichkeit zu geben, über die Zeit das gesamte System zu lernen. Keine einfache Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen.

Auch wenn ein Memberbereich zu Beginn weniger monetäres Potential besitzt als der Verkauf von Onlinekursen, so ist es in meinen Augen viel lohnenswerter. Ich lerne dabei selbst eine Menge und ich finde es sehr herausfordernd und befriedigend, ein Produkt zu schaffen, mit dem man nach und nach eine komplette Kampfkunst lernen kann.

Auch wenn dadurch natürlich der Aufwand ein größerer ist. Ein Memberbereich gehört natürlich ständig gepflegt – sei es durch laufende Updates (wir liefern 14-tägige Updates mit neuen Video- und Textlektionen) oder durch die Beantwortung von Fragen von Mitgliedern (sei es via E-Mail, Facebook oder Blogkommentare).

Doch wenn man dann erstes positives Feedback von Abonnenten bekommt, dann ist es die Sache wert – zumindest sehe ich das so.

Einzige Bedingung: Wenn du einen Memberbereich machst – und zwar egal zu welchem Thema – dann musst du für dein Thema „brennen“. Du musst selbst total begeistert davon sein und stundenlang darüber plaudern wollen. Nur dann hältst du durch. Und außerdem sieht man diese Begeisterung ja auch am Produkt selbst.

 

Dies waren natürlich nur ein paar der Möglichkeiten, um online Coachingprodukte zu vermarkten. Wenn du dich noch für weitere Möglichkeiten interessierst, dann kann ich dir dieses kostenlose E-Book von Marit Alke ans Herz legen: Coachingprodukte entwicklen – die Grundlagen

 

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